Fritz von Thurn und Taxis

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Fritz von Thurn und Taxis, eigentlich Friedrich Thurn und Taxis[1] (* 22. Juni 1950 in Linz; alle Vornamen Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar[2]), ist ein österreichischer Journalist. Bekannt wurde er als langjähriger Sportmoderator im Bayerischen Fernsehen. Seit 1993 ist er Fußballkommentator des Pay-TV-Senders Sky.

Leben[Bearbeiten]

Seine journalistische Laufbahn begann er 1971 beim Bayerischen Rundfunk. Hier war von Thurn und Taxis sowohl im Fernsehprogramm als auch im Hörfunkprogramm als Sportreporter und Kommentator tätig und kam bei mehreren Olympischen Spielen, Fußball-, Ski- und Eishockeyweltmeisterschaften zum Einsatz.

Für seine langjährige Berichterstattung über die Eishockeyweltmeisterschaften verlieh ihm der internationale Eishockeyverband die goldene IIHF-Medaille. Später übernahm er die Moderation des Sportmagazins Blickpunkt Sport und trat auch als Moderator der Sportschau in der ARD auf. Seine letzte Live-Reportage im öffentlich-rechtlichen Rundfunk erfolgte am 4. Juli 1993, als er das Finale der Basketball-EM 1993 zwischen Deutschland und Russland für den Bayerischen Rundfunk kommentierte. Nachdem der Münchner Pay-TV-Sender Premiere (seit Juli 2009 Sky) die Übertragungsrechte für Livespiele der Fußball-Bundesliga erworben hatte, wechselte Thurn und Taxis im August 1993 als Chefkommentator zu dem Privatanbieter, bei dem er noch tätig ist.

Herkunft und Familie[Bearbeiten]

Der Journalist entstammt der böhmischen Linie des früheren Fürstenhauses Thurn und Taxis als ein Sohn von Johann Thurn und Taxis (1908–1959)[2][3] und dessen Frau Maria Julia (1919–2008, ∞ 1939 in Prag),[2][4] geb. Lobkowicz.[1]

Thurn und Taxis ist seit 1977 verheiratet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Siehe Adelsaufhebungsgesetz 1919
  2. a b c d Johann von Nepomuk Emmerich (…). Eintrag Thurn 9 auf genealogy.euweb.cz. Abgerufen am 31. Jänner 2011.
  3. Siehe „Gesetz Nr. 61 vom 10. Dezember 1918 (Abschaffung des Adels, Aufhebung der Familienfideikommisse, geändert durch Gesetze Nr. 243/1920 und 179/1924)“ zu § 106 Verfassungsurkunde der tschechoslowakischen Republik vom 29. Februar 1920, Gesetz Nr. 121/1920. In: Verfassungen der Tschechoslowakei (1918-1992).
  4. Maria Julia, Prinzessin von Lobkowicz. Eintrag auf GeneAll.net. Abgerufen am 31. Jänner 2011.