Eurosport
| Eurosport | |
|---|---|
| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Kabel, Satellit, DVB-T & IPTV |
| Eigentümer: | TF1 |
| Geschäftsführer: | Laurent-Eric Le Lay |
| Sendebeginn: | 5. Februar 1989 |
| Rechtsform: | Privatrechtlich |
| Programmtyp: | Spartenprogramm (Sport) |
| Website: | eurosport.de |
| Liste von Fernsehsendern | |
Eurosport ist ein auf Sportberichterstattung spezialisiertes europäisches Fernseh-Spartenprogramm. Der TV-Sender wurde 1989 unter Mitwirkung von einzelnen Sendern der Europäischen Rundfunkunion (EBU) gegründet und nahm am 5. Februar 1989 seinen Sendebetrieb auf. Betreiber war zu diesem Zeitpunkt der britische private Satellitensender SKY des Medienunternehmers Rupert Murdoch. Seit 1991 ist der Sender in Issy-les-Moulineaux bei Paris ansässig. Alleiniger Gesellschafter des Senders ist die private französische Fernsehstation TF1. Mit Ausnahme der deutschsprachigen Ausgabe ist der Empfang kostenpflichtig.[1]
Zwischenzeitlich stellte der damals noch britische TV-Sender Eurosport am 6. Mai 1991 um 2:00 Uhr MESZ seinen Sendebetrieb ein. Dem Sender war im Februar 1991 vor der zuständigen EG-Behörde eine Frist gesetzt worden, den Zusammenschluss seiner 17 Mitgliedsfirmen aufzulösen. Der Grund: Das Eurosport-Konsortium habe sich eine unlautere Vorrangstellung verschafft und verdränge andere Anbieter von Sportsendungen vom Markt. Eurosport galt bis dahin als größter paneuropäischer Satelliten-TV-Sender. [2] Die Wiederaufnahme des Sendebetriebes erfolgte am Mittwoch, den 22. Mai 1991[3] um 19:30 Uhr. Die tägliche Sendezeit wurde jedoch zunächst drastisch eingekürzt. Bis zur Einstellung des Sendebetriebes zum 6. Mai 1991 startete der Programmtag von Eurosport bereits morgens um 05:00 Uhr, allerdings wurden wochentags bis ca. 08:30 Uhr und an den Wochenenden bis ca. 10:00 Uhr jedoch keine eigenen Programme ausgestrahlt, sondern sportfremde Sendungen in englischer Sprache von Sky News und Sky One übernommen, darunter Sendungen wie das religiöse Hour of Power und Kindersendungen wie Fun Factory und DJ-Kat-Show)[4]. Nach der Übernahme durch TF1 wurde zunächst nur noch sehr eingeschränkt gesendet: wochentags erst ab 14:00 Uhr und an den Wochenenden ab 09:00 Uhr. Ab Jahresbeginn 1992 wurde das Programm stetig ausgebaut und auch wochentags wieder ab 09:00 Uhr gesendet[5].
Gesendet wurde ab Wiederaufnahme des Sendebetriebes jedoch nicht auf dem angestammten Astra 1A-Transponder. Zunächst verbreitete Eurosport auf dem später durch VH1 UK genutzten Astra 1B-Transponder seine Programme. Auf dem bisherigen Astra 1A-Kanal wurde zunächst eine mehrsprachige Schrifttafel verbreitet, welche auf deutsch über folgendes informierte: Aus Gründen, die nicht in unserem Einflussbereich liegen, sind wir nicht länger in der Lage, das Programm Eurosport auszustrahlen. Erst einige Monate später wurde die Schrifttafel abgeschaltet und auf dem alten Satellitenplatz der Sendebetrieb wieder aufgenommen. Nach einigen Wochen Parallelausstrahlung wurde der Sendebetrieb auf Astra 1B zu Gunsten des ursprünglichen Eurosport-Transponders wieder eingestellt.
Am 13. Januar 1993 fusionierte Eurosport mit dem damals noch konkurrierenden paneuropäischen Fernsehsender Sportkanal, welcher in Großbritannien als Screensport sein Programm ausstrahlte und sich offiziell zuletzt "The European Sports Network" bezeichnete. Um den seit Jahren andauernden kostspieligen lizenzrechtlichen Streitereien vor Gericht zu entgehen, einigten sich die Betreiber beider Sender auf deren Zusammenlegung. Der daraus entstandene Sender wurde unter Namen Eurosport weitergeführt, jedoch mit dem Zusatz "The European Sports Network" [6]. Der Sendebetrieb wurde auf den bisherigen Frequenzen von Eurosport fortgeführt. Der Sportkanal stellte seinen Sendebetrieb am 5. März 1993 ein.
Inhaltsverzeichnis |
Empfang [Bearbeiten]
Eurosport sendet heute in 59 Ländern Europas, des Nahen Ostens sowie Nordafrikas und kann damit eigenen Angaben zufolge von rund 120 Mio. TV-Haushalten empfangen werden. Derzeit wird das Programm in 20 verschiedenen Sprachen (englisch, deutsch, französisch, niederländisch, spanisch, italienisch, dänisch, schwedisch, norwegisch, finnisch, polnisch, russisch, griechisch, türkisch, portugiesisch, rumänisch, tschechisch, ungarisch, bulgarisch, serbisch) angeboten, womit 96 % der Eurosport-Zuschauer die Möglichkeit haben, den Sender in ihrer Muttersprache zu empfangen. In Deutschland (Eurosport Deutschland), Großbritannien (British Eurosport), Frankreich (Eurosport France), den skandinavischen Staaten (Eurosport Nordic), Polen (Eurosport Poland) und Italien (Eurosport Italia) werden eigene Programmfenster angeboten, dazu gibt es seit kurzem eine Eurosport-Version in Asien (Eurosport Asia/Pacific), die in neun Ländern der Region ausgestrahlt wird.
In Deutschland kann man den Sender über Satellit, Kabel, IP-TV sowie in einigen Regionen via DVB-T empfangen. Seit dem 9. März 2010 sendet Eurosport auch in Deutschland in der digitalen Technik im Format 16:9.
Programm [Bearbeiten]
Der Sender berichtet über ein breites Spektrum von Sportarten. Das Grundgerüst stellt die Live-Berichterstattung von:
- den Olympischen Spielen im Sommer und Winter
- Radsport (u. a. Tour de France, Giro d’Italia, Vuelta a España, UCI World Tour)
- Wintersport (u. a. Ski Alpin, Ski Nordisch inklusive Skispringen, Biathlon, Curling)
- Fußball (u. a. Welt- und Europameisterschaften der Frauen, Qualifikationsspiele zu Welt- und Europameisterschaften der Männer,
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- Endrundenspiele dieser beiden Turniere (zeitversetzt), Welt- und Europameisterschaften im U21-, U20-, U19- und U17-Bereich,
- U-21-Festival in Toulon, Afrika-Cup, AFC Asian Cup, UEFA Champions League (zeitversetzt), UEFA Europa League (zeitversetzt),
- Freundschaftsspiele, Benefizspiele, Französische Ligue 1 und in weiten Teilen Osteuropas und Skandinavien auch die Bundesliga, die polnische Ekstraklasa sowie die japanische J-League.
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- Tennis (u. a. Australian Open, French Open, US Open, bis 2012 regelmäßig die WTA Tour)
- Motorsport (u. a. Superbike-WM, Intercontinental Rally Challenge, Rallye Dakar, Tourenwagen-WM, Formel 2,
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- World Series by Renault, Porsche Supercup, Europäischer Tourenwagen-Cup, Race of Champions, GP2 Asia, GP3-Serie, LeMans Serie Auto, LeMans Serie Motorrad, Kartsport)
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- Leichtathletik (u. a. Leichtathletik-Weltmeisterschaften)
- Handball (Champions League, Weltmeisterschaft, Europameisterschaft, Worldcup)
- Tischtennis (u. a. Weltmeisterschaft, Europameisterschaft, Weltcup)
- Snooker (u. a. WSA Tour)
- Schwimmsport (Welt- und Europameisterschaften)
- Hockey (Weltmeisterschaft, Europameisterschaft und Champions Trophy)
- Volleyball (u. a. World League, World Cup)
- Eishockey (Champions Hockey League, Spengler Cup, Deutsche Eishockey Liga – nur Eurosport Deutschland)
- Wrestling (World Wrestling Entertainment)
- Segeln (America's Cup, World Match Racing Tour, Sydney-Hobart-Regatta, Volvo Ocean Race)
- Pferdesport: Global Champions Tour (Springreiten, live oder zeitversetzt live), Weltmeisterschaften und Europameisterschaften; zudem Weltcup (Springreiten), HSBC FEI Classics (Vielseitigkeitsreiten) und World Dressage Masters (Dressurreiten) als Zusammenfassung
Weiterhin ist Eurosport Plattform für Sportarten wie:
Eurosport strahlt ebenso regelmäßig Fun- und Extremsportsendungen aus, wie z. B. die wöchentlichen Formate Yoz oder WATTS und beispielsweise die Berichterstattungen von Großereignissen wie den X Games oder LG Action Sports. 1990, 1994 und 1998 konnte der Sender sogar die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in großen Teilen live übertragen. Von Anfang bis Mitte der 1990er Jahre wurde dabei fast ausnahmslos vom Pariser Studio aus kommentiert. Bis einschließlich 2006 übertrug Eurosport die Rennen der Champ-Car-Serie, ehe die Übertragung zu Eurosport 2 wechselte. 2008 wurde seitens des Vermarkters der Motorrad-Weltmeisterschaft bekanntgegeben, dass der Sender nach 17 Jahren die Ausstrahlungsrechte für die Motorrad-WM verlieren würde. Bis Ende 2012 strahlte Eurosport regelmäßig die Damentennisturniere der WTA-Tour aus. Der Vertrag mit dem mittlerweile neuen Vermarkter der TV-Rechte wurde jedoch während der laufenden Saison 2012 nicht mehr verlängert, da das Gebot von Eurosport für die Austrahlungsrechte ab 2013 dem neuen Vermarkter zu niedrig war. Somit beschränkt sich seit der Saison 2013 das Damentennis bei Eurosport hauptsächlich auf die Übertragung von drei der insgesamt vier jährlichen Grand-Slam-Turniere, es ist jedoch möglich dass weiterhin vereinzelt Turniere im Rahmen kurzfristiger Verträge übertragen werden.[7]
Kommentatoren und Reporter [Bearbeiten]
Chefredakteur in Paris ist der Franzose Alexandre Daquo. Für die deutsche Sprachversion zeichnet Ingolf Cartsburg verantwortlich.
Bekannte deutsche Kommentatoren/Reporter des Senders sind oder waren:
- Sigi Heinrich (Leichtathletik, Ski Alpin, Biathlon, Eiskunstlauf, Turnen, Wasserspringen, Volleyball)
- Dirk Thiele (Leichtathletik, Skispringen, Nordische Kombination, Unihockey)
- Ron Ringguth (Motorrad, Bob, Rodeln, Bahnradsport, Gewichtheben)
- Rolf Kalb (Billard/Snooker, Rudern, Kampfsport & Tanzen, Bowls, Darts)
- Ulrich Jansch (Radsport, Schwimmen, Wintersport)
- Karsten Migels (Radsport)
- Andreas Schulz (Radsport)
- Klaus Angermann (Radsport)
- Norbert Ockenga (Motorsport, Rallye)
- Jürgen Höthker (Tennis, Handball, Eishockey)
- Matthias Stach (Tennis, Schwimmen, Fußball)
- Oliver Faßnacht (Tennis, Fußball, Eishockey)
- Gerhard Leinauer (Eishockey, Radsport)
- Ralf Itzel (Fußball)
- Andreas Jörger (Fußball)
- Marco Hagemann (Fußball, Tennis)
- Markus Theil (Fußball, Tennis)
- Roland Evers (Fußball, Tennis)
- Gottfried Weise (Fußball)
- Guido Heuber (Funsport, Ski, Wasserspringen)
- Werner Kastor (Boxen)
- Gernot Bauer (Olympia, Wintersport, Motorsport)
- Karsten Linke (Tennis, Hockey)
- Ralf Klinkenberg (Tennis, Golf, Darts, Bowls)
- René Adler (Tischtennis)
- Stéphane Franke † (Leichtathletik, Wintersport, Wasserspringen)
- Hans Werner Niesner (Badminton)
- Frank Winkler (Volleyball, Schwimmen, Poker, Fußball, Snooker)
- Christian Bruns (Wrestling)
- Sebastian Hackl (Wrestling)
- Harry Weber (Wrestling, Kampfsport, Snooker, Magazine)
- Uwe Winter (Motorsport)
- Gustav Büsing (Motorsport)
- Lenz Leberkern (Motorsport)
- Tobi Fischbeck (Fußball, Eishockey, Australian Football)
- Stefan Heinrich (Motorsport)
- Torsten Tschoepe (Handball, Fußball)
- Bettina Schneider (Tennis, Magazine)
- Wolfgang Ley (Fußball, Boxen)
- Hans Finger (Handball)
- Petra Bindl (Synchronschwimmen)
- Christoph Schumann (Segelsport)
- Dirk Alexander Lude (Pferdesport)
- Hans-Joachim Rauschenbach † (Eiskunstlaufen, Boxen)
- Peter Woydt (Radsport, Eisschnelllauf)
- Wolfgang Hempel (Fußball, Eishockey)
- Sebastian Tiffert (Ski Nordisch)
- Marc Rohde (Skispringen der Damen)
Experten des Senders sind oder waren:
- Arsène Wenger (Fußball)
- Giovane Élber (Fußball)
- Patrick Kluivert (Fußball)
- Gerd Siegmund (Skispringen, Nordische Kombination)
- Andreas Widhölzl (Skispringen)
- Hans-Peter Pohl (Skispringen der Damen)
- Heinz Günthardt (Tennis)
- Dirk Adorf (Motorsport)
- Manfred Jantke (Motorsport)
- Dirk Raudies (Motorsport)
- Viola Bauer (Ski Langlauf)
- Frank Wörndl (Ski alpin)
- Urs Lehmann (Ski alpin)
- Martina Lechner (Ski alpin)
- Christoph Gruber (Ski alpin)
- Marc Huster (Gewichtheben)
- Katja Wüstenfeld (Biathlon)
- Frank Luck (Biathlon)
- Vincent Defrasne (Biathlon)
- Andre Krauspe (Shorttrack)
- Jean-Claude Leclercq (Radsport)
- Jens Heppner (Radsport)
- Jacky Durand (Radsport)
- Tony Rominger (Radsport)
- Christian Blunck (Hockey)
- Frank von Behren (Handball)
- Manfred Wolf (Eishockey)
- Thomas Hein (Snooker)
- Heike Fischer (Wasserspringen)
Eurosport 2 [Bearbeiten]
Eurosport 2 ist ein seit 10. Januar 2005 ausgestrahltes Schwesterprogramm von Eurosport. Eurosport 2 ist ausnahmslos verschlüsselt zu empfangen und sendet digital. Chefredakteur dieses Senders und damit auch der News-Redaktion ist der Franzose Charles-Antoine Moulin.
Inhaltlich unterscheidet sich das Programm vom Eurosport 2 ein wenig von dem des Stammsenders. Es gibt einige Veranstaltungen, die exklusiv auf Eurosport 2 zu sehen sind. Dazu zählen Beachsoccer, Lacrosse, Australian Football, Arena Football, College Football und der Basketball ULEB Cup und die ULEB Euroleague, sowie die spanische Liga und Spitzenspiele aus anderen europäischen Ligen. Auch Randsportarten wie Backgammon und Carrom sind im Programm zu finden. Ansonsten wird sehr viel Livesport gesendet, insbesondere wenn es mehrere Ereignisse parallel gibt und Großveranstaltungen (Tour de France, Snooker) auf Eurosport gezeigt werden. So läuft insbesondere am Wochenende auf Eurosport 2 häufig die WTCC, die International Formula Master, die Intercontinental Rally Challenge, die GP2-Asia-Serie, die Superleague Formula oder Wintersportveranstaltungen. Auch bei parallel stattfindenden Spielen bei großen Turnieren wie der FIFA U20 WM, der Handball Champions League oder der Volleyball World Cup und der Volleyball World Grand Prix wird der zusätzliche Sendeplatz genutzt. Im Gegensatz zu Eurosport sendet Eurosport 2 24 Stunden lang. In nicht belegten Sendezeiten werden die EurosportNews gezeigt.
Das Programm wird so bereits in vielen Bezahlfernseh-Paketen in Europa verbreitet – sowohl im Kabelnetz als auch via Satellit ausgestrahlt. Derzeit sendet Eurosport 2 in zehn verschiedenen Sprachen (englisch, deutsch, französisch, polnisch, russisch, griechisch, serbisch, rumänisch, türkisch und italienisch), die deutsche Sprachversion gibt es seit dem 1. August 2006.
Eurosport 2 wurde seit Mitte Januar 2006 in der englischen Sprachversion in die digitalen Kabelnetze von Kabel Deutschland eingespeist. Hier erfolgt die Verbreitung grundverschlüsselt im digitalen Free-TV-Angebot von Kabel Digital. Seit dem 18. August 2006 ist die deutsche Version verfügbar.
In Nordrhein-Westfalen und Hessen wird Eurosport 2 im digitalen Netz von Unitymedia kostenpflichtig verbreitet. In Baden-Württemberg sendet Kabel BW Eurosport 2 seit dem 1. August 2008. Eurosport 2 ist seitdem fester Bestandteil des kostenpflichtigen Männerpaketes von Kabel BW und kann somit im digitalen Kabelnetz von Kabel BW empfangen werden. Wer in NRW an das Kabelnetz von Netcologne angeschlossen ist, kann Eurosport 2 seit dem 2. Mai 2011 empfangen.
In Österreich wird Eurosport 2 bei UPC Austria und LIWEST über kostenpflichtige Pakete ausgestrahlt. Außerdem wird er via Satellit seit dem 29. Mai 2008 über Sky (bis zum 3. Juli 2009 Premiere) vermarktet. Bis zum 3. Juli 2009 war er Teil des Paketes Premiere Star, seit dem 4. Juli 2009 gehört er zu Sky Welt extra.
In der Schweiz ist der Kanal kostenpflichtig via Cablecom, Swisscom TV und Quickline zu empfangen.
Per Satellit war Eurosport 2 seit August 2006 über arena, bis zur Einstellung des Angebots im September 2012, bundesweit zu empfangen. Außerdem ist es seit dem 29. Mai 2008 Bestandteil des Sky Welt Extra Pakets des Pay-TV-Anbieters Sky Deutschland.
Seit neuestem ist Eurosport 2 neben Eurosport und EurosportNews auch mit einem Web-Player auf der Internetpräsenz per Livestreaming gegen Gebühr zu sehen.
Eurosport Player [Bearbeiten]
Mit dem Eurosport Player bietet Eurosport ein Live-Streaming und Catch-up Video Angebot im Internet an. Zu erreichen ist der Service unter der Player-Website sowie über die Eurosport Yahoo!-Site. Alle Nutzer des Players können die drei Eurosport-Programme (Eurosport, Eurosport 2 und EurosportNews) im Live-Streaming in Deutsch und 14 anderen Sprachversionen sehen. Zum anderen können im Player Zusatzangebote genutzt werden. So sind im Player während der Tennis-Grandslam-Turniere Australian Open, French Open und US Open Live-Spiele auf zusätzlichen Courts sowie Aufzeichnungen von bereits gespielten Matches anwählbar. Das Angebot ist kostenpflichtig, wobei sowohl Monats- als auch Jahresabonnements möglich sind.
Eurosport HD [Bearbeiten]
Am 25. Mai 2008 ist Eurosport mit seinem neuen Programm in HD gestartet. Eurosport HD ist bis 6. Juni 2008 unverschlüsselt zu sehen gewesen. Seit 4. Juli 2009 ist Eurosport HD über Sky Deutschland (früher Premiere) empfangbar. Außerdem wird das Programm auch über den Eurosport-Player gestreamt, allerdings nicht in hochauflösender Qualität.
Bis Mai 2012 war Eurosport HD in Deutschland über Sky als eigenständiger, internationaler Sender im Format 1080i zu empfangen und wich von Eurosport Deutschland, das in SD zu empfangen ist, in weiten Teilen ab und die Textsprache war englisch. So war es möglich, bei großen Sportereignissen wie Tennis-Grand-Slams drei unterschiedliche Partien bei Eurosport zu sehen (Eurosport International HD, Eurosport Deutschland (SD) und Eurosport 2). Seit Mai 2012 wird das Programm von Eurosport Deutschland im HD-Simulcast übernommen. Seitdem werden auch keine Eurosport-HD-Senderkennungstrailer mehr gesendet und die Werbung entspricht dem deutschen Fenster.
Eurosport 3D [Bearbeiten]
Derzeit bereitet Eurosport den Start seines neuen Senders „Eurosport 3D“ vor. Auf diesem werden Inhalten in stereoskopischem 3D-Format (3dtv) zu sehen sein. Zu empfangen ist dieser Sender u. a. auf bisher von SES Astra für einen HDTV-Demokanal genutzten Frequenzen auf Astra 19,2° Ost. Auf Hotbird 13° startete „Eurosport 3D“ (Frankreich) am 19.Mai 2012 für die Übertragung der French Open 2012 und die Olympischen Spiele auf DVB-S: 11179.00MHz, pol.H (DVB-S SR:27500 FEC:3/4 SID:1 PID:101[MPEG-4] /102- Viaccess 4.0). Siehe King of Sat History [8]
Eurosport.de [Bearbeiten]
Der Sender präsentiert sich im Internet auf der Homepage de.eurosport.yahoo.com, die allerdings nicht nur auf Programminhalten des Senders beruht, sondern sich zu einem thematisch eigenständigen Sport-Webangebot entwickelt hat. Mittlerweile arbeitet Eurosport beim Internetauftritt mit dem Portal Yahoo zusammen. Die Homepage zählt zu den meist besuchten Sportseiten Deutschlands. Bei der Wahl zum OnlineStar 2005 erzielte Eurosport.de in der Rubrik Sport den zweiten Platz hinter www.sport1.de, Dritter wurde www.kicker.de. Außerdem betreibt die Internetredaktion den Videotext von Eurosport.
Die Seite wurde 1999 in Paris gegründet, die Redaktion siedelte Mitte des Jahres 2000 nach München um. Gründungs-Redaktionsleiter war Gernot Bauer (1999–2004), danach folgte Karl Dzuba (2004–2011). Seit März 2011 zeichnet Thomas Janz verantwortlich. Eurosport betreibt weitere Sportportale in England, Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Türkei, Polen, Russland sowie eine chinesische und arabische Version.
Videotext/Austastlücke [Bearbeiten]
Ärger gab es 2003, als Eurosport mit einem Erotikanbieter kooperierte, um einen Abo-Dienst für Pornofilme unter der Bezeichnung Sexxxcast.TV über die Austastlücke anzubieten. Da Eurosport zum damaligen Zeitpunkt aber noch im Digitalpaket des ZDF vertreten war, entstand viel Wirbel (das ZDF drohte sogar mit Rauswurf Eurosports aus dem Digitalpaket, was am 1. Januar 2006 nach Änderungen am Rundfunkstaatsvertrag trotzdem geschah) und die Kooperation wurde schon nach kurzer Zeit wieder beendet. Wiederbelebungsversuche seitens des Diensteanbieters scheiterten. Die Übertragungstechnik hierzu wird als TV Radio Cast bezeichnet.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
Eurosport gewann den Deutschen Fernsehpreis 2008 in der Kategorie „Beste Sportsendung“ für seine Berichterstattung von den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking. Stellvertretend für das gesamte Team nahmen die Kommentatoren Sigi Heinrich und Dirk Thiele die Auszeichnung entgegen.
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Deutscher Internet-Auftritt von Eurosport
- EurosportPress.com – Presse-Informationen
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Quo vadis Eurosport: Ein Sender voller Missverständnisse DWDL.de vom 7. Juni 2010
- ↑ ARD/ZDF, Videotext-Tafel 180 vom 4. Mai 1991.
- ↑ Infosat Ausgabe 8/1996 Seite 50
- ↑ Quelle: Hörzu Nr. 42/1990
- ↑ Quelle: Hörzu Nr. 36/1991
- ↑ Infosat Nr. 59, Februar 1993, S. 8.
- ↑ Keine Vertragsverlängerung: Kein Damentennis mehr bei Eurosport. tennisnet.com, 18. Oktober 2012, abgerufen am 24. März 2013.
- ↑ 3D-TV: Eurosport 3D auf Astra (3dtv-blog.de am 12. Mai 2010)

