Günter Dyhrenfurth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Günter Oskar Dyhrenfurth (* 12. November 1886 in Breslau; † 14. April 1975 in Ringgenberg BE) war ein deutsch-schweizerischer Bergsteiger und Geologe.

Leben[Bearbeiten]

Dyhrenfurth war der Sohn des Arztes und Geheimrats Dr. med. Oskar Robert Dyhrenfurth (1850-1932) aus Breslau und der Käthe, geb. Bayer. Sein Großvater mütterlicherseits war der schlesische Maler Hermann Bayer.[1]

Seit 1919 lehrte er als Professor an der Universität Breslau, legte jedoch als "Nichtarier" nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten seine Professur nieder und lebte mit seiner Familie in der Schweiz.

Er war Himalaya-Experte. Ihm gelangen zahlreiche Erstbegehungen in europäischen Gebirgen. Für seine Himalaya-Expeditionen in den Jahren 1930 und 1934 wurde er zusammen mit seiner Frau Hettie Dyhrenfurth (1892–1972) im Rahmen der Olympische Sommerspiele 1936 in Berlin mit dem Olympischen Bergsteigerpreis Prix olympique d'alpinisme ausgezeichnet.

Sein Sohn Norman Günter Dyhrenfurth war ebenfalls erfolgreicher Expeditionsleiter im Himalaya und wirkte bei zahlreichen Bergfilmen als Kameramann mit.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche who's who. XII. Ausgabe von Degeners wer ist's?, Berlin 1955, S. 218.

Literatur von Günter Oskar Dyhrenfurth[Bearbeiten]

  • Himalaya. Unsere Expedition 1930. Scherl, Berlin 1931 (von G. O. Dyhrenfurth und Gefährten).
  • Unsere Himalaja-Expedition 1930. Zeitschrift des Deutschen und Österreichischen Alpen-Vereins 1931, S. 47 - 87 (zusammen mit Hermann Hoerlin, Erwin Schneider und Ulrich Wieland).
  • Dämon Himalaya. Bericht der Internationalen Karakoram-Expedition 1934. Schwabe, Basel 1935 (von G. O. Dyhrenfurth und Gefährten).
  • Baltoro. Ein Himalaya-Buch. Schwabe, Basel 1939 (von G. O. Dyhrenfurth und Gefährten).
  • Himalaya-Fahrt. Orell Füssli, Zürich 1942.
  • Zum dritten Pol. Die Achttausender der Erde. Nymphenburger Verlagshandlung, München 1952.
  • Das Buch vom Nanga Parbat. Die Geschichte seiner Besteigung 1895-1953. Nymphenburger Verlagshandlung, München 1954.
  • Das Buch vom Kantsch. Die Geschichte seiner Besteigung Nymphenburger Verlagshandlung, München 1955.
  • Der dritte Pol. Die Achttausender und ihre Trabanten. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt a. M. 1961.

Filme unter Mitwirkung von Günter Oskar Dyhrenfurth[Bearbeiten]

  • Himatschal, der Thron der Götter. Deutschland 1930/1931, Dokumentarfilm
  • Der Dämon des Himalaya. Schweiz / Deutschland 1934/1935, Spielfilm

Weblinks[Bearbeiten]