Günther Heydemann

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Günther Heydemann (* 14. März 1950 in Burghausen) ist ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten]

Günther Heydemann studierte ab 1970 Geschichte, Germanistik, Sozialkunde und Italienisch an den Universitäten in Erlangen-Nürnberg, Bonn, Pisa und Florenz und legte 1976 an der FAU Erlangen-Nürnberg das Staatsexamen ab. Zwischen 1977 und 1982 arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und nach seiner Promotion (1979) als Assistent an der FAU Erlangen-Nürnberg. Abschließend war Heydemann als Akademischer Rat an der Universität Bayreuth tätig, bis er im Jahr 1985 an das Deutsche Historische Institut London wechselte. Dort war er bis 1992 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Während dieser Zeit habilitierte Heydemann sich 1991 in Bayreuth. Anschließend übernahm er Lehrstuhlvertretungen an der LMU München sowie der RFWU in Bonn und arbeitete als Abteilungsleiter in der Außenstelle Potsdam des Instituts für Zeitgeschichte. Im Jahr 1993 nahm Heydemann schließlich einen Ruf auf die Professur für Neuere und Zeitgeschichte an die Universität Leipzig an. Zudem wurde er im Juli 2009 zum Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung Dresden berufen.

Günther Heydemann ist Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

Monografien
  • Geschichtswissenschaft im geteilten Deutschland. Entwicklungsgeschichte, Organisationsstruktur, Funktionen, Theorie- und Methodenprobleme in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR, Frankfurt a.M./Bern/Cirencester 1980.
  • Konstitution gegen Revolution. Die britische Deutschland- und Italienpolitik 1815-1848 (Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London, Bd. 36), Göttingen/ Zürich 1995.
  • Die Innenpolitik der DDR (Enzyklopädie Deutscher Geschichte, Bd. 66), München 2003.
Herausgeberschaften
  • zusammen mit Alexander Fischer: Geschichtswissenschaft in der DDR, Bd. I: Historische Entwicklung, Theoriediskussion und Geschichtsdidaktik (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 25/I), Berlin 1988.
  • zusammen mit Alexander Fischer: Geschichtswissenschaft in der DDR, Bd. II: Vor- und Frühgeschichte bis Neueste Geschichte (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 25/II), Berlin 1990.
  • zusammen mit Adolf M. Birke: Die Herausforderung des europäischen Staatensystems. Nationale Ideologie und staatliches Interesse zwischen Restauration und Imperialismus, Göttingen/Zürich 1989.
  • zusammen mit Lothar Kettenacker: Kirchen in der Diktatur. Drittes Reich und SED-Staat, Göttingen 1993.
  • zusammen mit Eckhard Jesse: Diktaturvergleich als Herausforderung. Theorie und Praxis (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 65), Berlin 1998.
  • zusammen mit Gunther Mai/Werner Müller: Revolution und Transformation 1989/90 in der DDR (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 73), Berlin 1999.
  • zusammen mit Eckart Klein: Staatsräson in Deutschland (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 78), Berlin 2002.
  • zusammen mit Heinrich Oberreuter: Diktaturen in Deutschland - Vergleichsaspekte, Bonn 2003.
  • zusammen mit Eckhard Jesse: 15 Jahre deutsche Einheit. Deutsch-deutsche Begegnungen, deutsch-deutsche Beziehungen (Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Bd. 89), Berlin 2006.
  • zusammen mit Karel Vodička: Vom Ostblock zur EU. Systemtransformationen 1990 - 2012 im Vergleich. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 978-3-525-36960-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Robert Adam: Die Darstellung der Jenaer Urburschenschaft in der deutschen Geschichtswissenschaft von 1949 bis 1989/90 (PDF; 384 kB), S.51.

Weblinks[Bearbeiten]