Mike Schmeitzner

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Mike Schmeitzner (* 29. Juli 1968 in Dresden) ist ein deutscher Historiker, der sich vor allem mit Zeitgeschichte befasst.

Leben[Bearbeiten]

Nach Ablegen des Abiturs 1987 an der EOS „Friedrich Engels“ Dresden-Süd arbeitete Schmeitzner zunächst 1987/88 beim VEB Robotron. Anschließend studierte er zwischen 1988 und 1994 Geschichte, Germanistik und Erziehungswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Dresden und der Technischen Universität Dresden. Sein Studium schloss Schmeitzner 1994 als Magister Artium ab. Von 1994 bis 1997 war er Graduiertenstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, seine Promotion über den sächsischen Sozialdemokraten Alfred Fellisch wurde 1999 von der Philosophischen Fakultät der TU Dresden angenommen. Seit 1998 arbeitet Schmeitzner als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung in Dresden. Daneben ist er seit 2001 mit einem Lehrauftrag am Institut für Geschichte der TU Dresden betraut. Von Oktober 2010 bis September 2011 vertrat Schmeitzner die Professur für Neuere und Zeitgeschichte an der Universität Erfurt. Im Sommersemester 2013 wurde ihm im Rahmen eines kumulativen Habilitationsverfahrens die Venia Legendi für das Fach Neuere und Neueste Geschichte durch die Philosophische Fakultät der TU Dresden erteilt.

Forschungsschwerpunkte von Schmeitzner sind die Geschichte der Weimarer Republik, des Dritten Reichs, der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR sowie historische Parlamentarismus- und Totalitarismusforschung. Er gehört unter anderem den wissenschaftlichen Beiräten der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte an und ist Mitglied des Redaktionsbeirats der Zeitschrift Dresdner Hefte. Beiträge zur Kulturgeschichte.

Bei der Landtagswahl in Sachsen 1999 kandidierte Schmeitzner erfolglos auf Listenplatz 26 der SPD Sachsen sowie als Direktkandidat im Wahlkreis 48 (Weißeritzkreis), in dem Andrea Hubrig das Mandat erlangte.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Monographien

  • Alfred Fellisch 1884–1973. Eine politische Biographie. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 1999, ISBN 3-412-13599-2.
  • mit Stefan Donth: Die Partei der Diktaturdurchsetzung. KPD/SED in Sachsen 1945–1952. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2002, ISBN 3-412-07702-X.
  • Doppelt verfolgt. Das widerständige Leben des Arno Wend. Vorwärts-Buchverlag, Berlin 2009, ISBN 3-866-02077-5.
  • Der Fall Mutschmann. Sachsens Gauleiter vor Stalins Tribunal. Sax-Verlag, Beucha/Markkleeberg 2011, ISBN 3-867-29090-3.

Herausgeberschaften

  • mit Michael Rudloff: Geschichte der Sozialdemokratie im Sächsischen Landtag. Darstellung und Dokumentation 1877–1997 (= Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Band 40). Kommunikation Schnell, Dresden 1997, ISBN 3-000-02084-5.
  • mit Andreas Wagner: Von Macht und Ohnmacht. Sächsische Ministerpräsidenten im Zeitalter der Extreme 1912–1952. Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 3-934-54475-4.
  • Totalitarismuskritik von links. Deutsche Diskurse im 20. Jahrhundert (= Schriften des HAIT. Band 34). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 3-525-36910-7.
  • mit Michael Richter, Thomas Schaarschmidt: Länder, Gaue und Bezirke. Mitteldeutschland im 20. Jahrhundert. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2007, ISBN 3-898-12530-0.
  • mit Christine Pieper, Gerhard Naser: Braune Karrieren. Dresdner Täter und Akteure im Nationalsozialismus. Sandstein Verlag, Dresden 2012, ISBN 3-942-42285-9.

Editionen

  • Richard Löwenthal: Faschismus – Bolschewismus – Totalitarismus. Schriften zur modernen Weltanschauungsdiktatur (= Wege der Totalitarismusforschung des HAIT. Band 1). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2009, ISBN 3-525-32600-9.

Weblinks[Bearbeiten]