GBU-15

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GBU-15


Die GBU-15

Allgemeine Angaben
Bezeichnung: Guided Bomb Unit 15
Typ: optisch gelenkte Gleitbombe
Herkunftsland: Vereinigte Staaten
Hersteller: Rockwell International
Entwicklung: 1974
Indienststellung: 1983
Einsatzzeit: bis Heute
Stückpreis: 274.354 USD (Beschaffung), 195.000 USD (Produktionskosten)[1]
Technische Daten
Gefechtsgewicht: 1651 kg (3640 Pfund) [1]
Länge: 3,91 m (12 ft, 10,5 in) [1]
Durchmesser: 45 cm (18 in) [1]
Spannweite: 1,49 m (4 ft, 11 in) [1]
Reichweite: mehr als 5 nm [1]
Ausstattung
Gefechtskopf: 424 kg (934 lbs.) Tritonal (entspricht Mark-84); 243 kg (535 lbs.) Tritonal in der Variante mit BLU-109-Kopf
Lenkung: optoelektronisches TV-System
Zünder: FMU-124A/B [1]
Waffenplattformen: MDD F-4E „Phantom II“ MDD F15E „Strike Eagle“
General Dynamics F-111
Boeing B-52D „Stratofortress“
Listen zum Thema

Die GBU-15 ist eine Gleitbombe der Streitkräfte der Vereinigten Staaten mit Fernseh- oder Infrarotsuchkopf, die seit 1985 eingesetzt wird.

GBU-15 1/B[Bearbeiten]

Abwurf einer GBU-15 (1/B) mit der ursprünglichen Flügelkonfiguration

Im Jahr 1974 begann das Air Force Development Test Center (Eglin Air Force Base) mit der Entwicklung der GBU-15, einer ursprünglich TV-gelenkten Gleitbombe. Die GBU-15 (1/B) wurde im November 1983 bei der United States Air Force in Dienst gestellt. Sie war mit einem TV-Suchkopf ausgestattet und erlaubte die Wahl zwischen einem Mk-84- oder einem BLU-109-Gefechtskopf. Die beiden Flügelpaare (vorne, hinten) sind in X-Form angeordnet. Während die hinteren und größeren Flügel positiv gepfeilt sind, weisen die vorderen eine negative Pfeilung auf. Die Gleitbombe ist mit einer Zwei-Wege-Kommunikationsanlage ausgerüstet. Dadurch kann ihr ein Ziel auch noch nach dem Abwurf zugewiesen werden und es können Aufnahmen des Ziels bis zum Einschlag der Bombe übertragen werden.

Des Weiteren ist die GBU-15 1/B mit dem ITAG (Inertial Terrain-Aided Guidance) ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein INS-Trägheitsnavigationssystem, das mit einem Radar gekoppelt ist, das die Höhenlinien des Terrains mit einer gespeicherten Karte vergleicht. Es soll der GBU-15 eine CEP von drei Metern ermöglichen.

Einsätze[Bearbeiten]

Die GBU-15 wurde unter anderem während der Operation Desert Storm eingesetzt. Alle 71 dort eingesetzten GBUs wurden von F-111 abgeworfen.

GBU-15 2/B[Bearbeiten]

Bei der der GBU-15 2/B handelt es sich um eine mit einem IR-Suchkopf ausgestattete Variante der GBU. Ansonsten ist sie baugleich mit dem Original. Sie wurde im Jahr 1985 bei der Air Force in Dienst gestellt.

Insgesamt wurden über 2823 GBU-15 1/B und 2/B hergestellt.[1]

EGBU-15[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 wurde bei der Air Force entschieden, die GBU-15 weiter zu verbessern. Die Gleitbombe sollte mit GPS und allwettertauglichen Suchköpfen ausgestattet werden. Die Firma Raytheon wurde mit der Entwicklung dieser Modifikationen und der Serienproduktion beauftragt. Der gesamte Auftrag über die Umrüstung von 1500 GBU-15 zur EGBU-15 (Enhanced GBU-15) hat einen Wert von etwa 57 Millionen US-Dollar. Die EGBU-15 unterscheidet sich äußerlich durch die vorderen trapezförmigen und hinteren quadratischen Flügel.

Siehe auch[Bearbeiten]

  • AGM-130 – Vergleichbare Gleitbombe

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h GBU-15. In: Globalsecurity.org. Abgerufen am 26. März 2010 (englisch).