Glera (Rebsorte)

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Glera ist eine weiße Rebsorte, die nur im Nordosten Italiens in der Region Friaul-Julisch Venetien, vor allem in Triest, wächst. Aus ihr keltert man hauptsächlich einen Perlwein (italienisch: „Frizzante“) sowie Schaumweine und Stillweine.

Glera ist die neue Bezeichnung der Sorte Prosecco. Prosecco ist laut Dekret des italienischen Landwirtschaftsministers vom 17. Juli 2009 seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr der Name einer Traubensorte, sondern der einer Herkunftsbezeichnung. Bestätigt wurde diese Regelung durch die EG Verordnung Nr. 1166/2009 vom 30. November 2009 [1]

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist wollig behaart und leicht rötlich gefärbt. Die Jungblätter sind leicht wollig behaart und gelblich gefärbt.
  • Die mittelgroßen bis großen Blätter sind fünflappig und tief gebuchtet (siehe auch den Artikel Blattform). Die Stielbucht ist lyren-förmig geschlossen. Das Blatt ist spitz gesägt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß.
  • Die walzen- bis kegelförmige Traube ist groß, ein oder zweiseitig geflügelt und dichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von goldgelblicher Farbe.

Die wuchskräftige Glera reift ca. 45 Tage nach dem Gutedel und gehört damit zu den Rebsorten der mittleren vierten Reifungsperiode, die sehr spät reifen. Sie neigt zu Verrieselung und Kleinbeerigkeit und damit zu eingeschränkten Erträgen. Empfindlich reagiert die Rebsorte auf Trockenheit.

Glera ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. EG Verordnung Nr. 1166/2009 vom 30. November 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]