Gotha Go 150

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Gotha Go 150
Typ: Reise- und Sportflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller: Gothaer Waggonfabrik
Erstflug: 1937
Stückzahl: 201

Die Gotha Go 150 war ein ziviles Reise- und Sportflugzeug des deutschen Herstellers Gothaer Waggonfabrik.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Flugzeug wurde 1937/38 von der Gothaer Waggonfabrik als zweimotoriger und zweisitziger Tiefdecker aufgrund einer Ausschreibung für ein neues NSFK-Übungsflugzeug entwickelt. Der erste Prototyp D-ERCQ hob 1937 zum ersten Mal ab und erreichte bei einer Startmasse von 775 kg eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h. Die Maschine nahm 1938 am internationalen Luftrennen in Frankfurt am Main teil. Das Flugzeug bestand fast ausschließlich aus Holz und war daher sehr leicht. Das Fahrwerk war ein starres Normalfahrgestell. Als Antrieb dienten zwei Zündapp 9-092-Vierzylinderreihenmotoren mit jeweils 50 PS. Eine militärische Verwendung fand nicht statt und es blieb bei einer Kleinserie.

Ein als Go 150S bezeichnetes Exemplar stellte am 5. Juli 1939 mit dem Piloten Dr.-Ing. Fritz Platz und erreichten 8048 m einen neuen Höhenweltrekord in der Klasse C, einsitzig, Kategorie 3 auf. [1] Bei dieser Maschine wurden allerdings die Tragflächen vergrößert und die Motoren getunt. Viele Prominente (darunter Heinz Rühmann und Elly Beinhorn) wollte nach diesem Rekord die Go 150 privat erwerben, was an politischen Restriktionen scheiterte.

Auf Basis der Go 150 entwickelte Albert Kalkert 1940 (kurz vor seinem Ausscheiden bei der Gothaer Waggonfabrik) die Go 241. Diese war eine viersitzige Maschine mit Einziehfahrwerk und Doppelseitenleitwerk die von zwei Hirth HM506A mit je 118 kW angetrieben wurde. Ob das Versuchsmuster D-IRMM jemals flog ist nicht bekannt.[2]


Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Besatzung 2
Länge 7,15 m
Spannweite 11,8 m
Höhe 2,03 m
Leergewicht 512 kg
Startgewicht 850 kg
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Reichweite 900 km
Dienstgipfelhöhe 4500 m
Triebwerke 2 Zündapp 9-092 Vierzylinderreihenmotoren

mit jeweils 50 PS

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Metzmacher: One for the record, Aeroplane Monthly, September 2009, S.28-31
  2. FliegerRevue März 2010, S.56-59, Erla-Gerner-Gotha - Autobauer versuchen sich am Volksflugzeug