Grüner See (Niedersachsen)

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Grüner See
Der teils vereiste Grüne See im März 2006. Gut zu erkennen ist seine türkis-grüne Färbung.
Der teils vereiste Grüne See im März 2006.
Gut zu erkennen ist seine türkis-grüne Färbung.
Geographische Lage: nahe Buer, Wiehengebirge,
Landkreis Osnabrück, Niedersachsen, Deutschland
Abflüsse: Hunte in 2 km
Daten
Koordinaten 52° 15′ 48″ N, 8° 27′ 16″ O7Koordinaten: 52° 15′ 48″ N, 8° 27′ 16″ O
Grüner See (Niedersachsen) (Deutschland Nordwest)
DEC
Grüner See
Höhe über Meeresspiegel ca. 145 m
Fläche ca. 0,1 hadep1
Volumen ca. 1000 m³dep1
Umfang 110 mdep1
Maximale Tiefe ca. 2 mdep1
Mittlere Tiefe ca. 1 mdep1

Der Grüne See ist ein See in Niedersachsen nahe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Trotz seiner vergleichsweise geringen Fläche von knapp 1.000 m² ist er einer der größten Seen des Wiehengebirges ostwärts der Hunte und einer der nördlichsten Gebirgsseen Deutschlands überhaupt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Der Grüne See liegt im Landkreis Osnabrück und gehört zur Stadt Melle. Er befindet sich rund 4 km nordöstlich von Buer und etwa 400 m östlich des Großen Kellenberges (211 m ü. NN) und zirka 500 m westlich der eingangs genannten Landesgrenze auf etwa 145 m ü. NN.

Der größte Wasserfall des Wiehengebirges am Grünen See
Der größte Wasserfall des Wiehengebirges am Grünen See

Sein Zufluss erfolgt an seinem Nordufer über einen Bach, der sich über einen kleinen Wasserfall, höchster des Wiehengebirges, in den See ergießt. In der Kaskade stürzen die Wasser rund 5 m in die Tiefe.

An seinem Südufer wird der See über einen Bach in die nur 2 km entfernte Hunte entwässert. Dieser Bach entspringt auf 240 m Höhe noch auf westfälischem Gebiet. Er fließt zunächst dem Gefälle der Nordabdachung des Gebirges folgend gen Norden zum Eggetal hin, ändert nach etwas mehr als 600 m aufgrund der Hunte-Große Aue Wasserscheide seinen Lauf und fließt durch ein Durchbruchstal in die Hunte. Diese Wasserscheide ist auch die Ursache dafür, dass der Grüne See sich, obschon er exakt auf der Hauptkammlinie des Gebirges liegt, auf so niedriger Höhe befindet.

[Bearbeiten] Geschichte und Namensursprung

Der Grüne See verdankt seine Existenz dem Umstand, dass sich bis dort in die 1930er-Jahre ein kleiner Steinbruch befand. Es wurden schieferartiges Gestein für Straßenbau und Bruchsteine für Gebäude gewonnen. Der Abbau musste dann aber wegen zu starken Zuflusses von Grundwasser eingestellt werden.

Im Jahr 2003 wurden der Seegrund und der Uferbereich durch den Heimatverein Buer (Stadtteil von Melle) aufwändig entschlammt.

Der Name Grüner See leitet sich aus der „türkis-grünen“ Färbung seines Wassers ab, das durch die in diesem gelösten Mineralien, insbesondere auch dem relativ hohen Anteil an Kalziumkarbonat, begründet ist; der Grund dafür wiederum ist der Umstand, dass der Fels des Wiehengebirges überwiegend aus Kalkstein besteht.

[Bearbeiten] Hydrologie

Von einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 800 mm/Jahr in seinem Einzugsgebiet ausgehend, hat der See ein jährlichen Zufluss von etwa 95.000 m³ aus beschriebenem Bach und 800 m³ aus direktem Eintrag durch Niederschlag auf die Seefläche. Entsprechend wird das Seewasser rund 100mal im Jahr, oder anders ausgedrückt, alle 3 bis 4 Tage ausgetauscht.

[Bearbeiten] Erreichbarkeit des Sees

Touristeninformation am Grünen See
Touristeninformation am Grünen See

Der Grüne See liegt verkehrsgünstig unweit östlich der Kreisstraße 203 (Kellenbergstraße) und ist von einem Parkplatz über einen gut ausgeschilderten Pfad bequem in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen. Unweit befindet sich zudem die Bushaltestelle "Markendorf-Grüner See". Am Westufer ist eine kleine Schutzhütte mit Sitzgelegenheit für die "Gurtrast" vorhanden. Informationstafeln übermitteln Wissenswertes über den See und die nähere Umgebung. Als Badesee ist er auch aufgrund seiner schattigen Lage im Wald sowie des hohen Wasseraustausches und der daraus resultierenden geringen Wassertemperatur eher ungeeignet, zudem mangelt es an geeigneten "Liegeflächen" für Sonnenhungrige. Vom See führt ein zunächst steiler, im weiteren Verlauf jedoch bequemer Wanderweg auf den westfälischen 274 m hohen Nonnenstein, auf dessen Gipfel ein offen zugänglicher Aussichtsturm steht.

In der Nähe, ca. 1,8 km in nordöstlicher Richtung, an der Kreuzung zwischen der K 203 und der K 40/K 79 am Südrand der Streusiedlung Büscherheide lädt eine Schänke mit gutbürgerlicher, Eggetaler Küche den müden Wandersmann zur Einkehr ein.

[Bearbeiten] Siehe auch

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