Gracia Burnham

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Gracia Burnham (* 17. Januar 1959 in Cairo (Illinois)) und ihr Mann Martin waren 17 Jahre lang US-amerikanische protestantische Missionare auf den Philippinen für die New Tribes Mission.

Leben[Bearbeiten]

Gracia und Martin waren Absolventen des Calvary Bible College in Kansas City (Missouri).

Das Ehepaar gehörte zu einer Gruppe, die am 27. Mai 2001 von islamistischen Separatisten der Abu Sayyaf entführt wurde. Die meisten Geiseln wurden geköpft bzw. nach Zahlung von Lösegeldern freigelassen; die Burnhams hingegen blieben mehr als ein Jahr lang in Gefangenschaft. Die Entführer verlangten 1 Mio. US$ für ihre Freilassung; nachdem $330.000 gezahlt worden waren, verweigerten die Entführer eine Freilassung. Während des Befreiungsversuches der philippinischen Armee am 7. Juni 2002 wurde Martin durch drei Schüsse in die Brust getötet und Gracia wurde am rechten Bein verletzt.[1]

Sie kehrte mit ihren drei Kindern in die USA zurück und veröffentlichte zwei Bücher über ihre Erlebnisse. Außerdem gründete sie die Martin-and-Gracia Burnham-Stiftung. Ihre Gefangennahme und Geiselhaft wurden im Juli 2008 in einer Folge der TV-Serie Banged Up Abroad gezeigt. Außerdem wurde die Entführung unter dem Titel Captive 2011 von Brillante Mendoza verfilmt.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • To Fly Again (2005)
  •  mit Dean Merrill: Im Angesicht meiner Feinde. Ein Jahr Geiselhaft auf den Philippinen. Schulte und Gerth, Asslar 2003 (Originaltitel: In the Presence of my Enemies, übersetzt von Eva Weyandt), ISBN 3894378875.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auch Deborah Yap, eine philippinische Krankenschwester, wurde bei dem zweistündigen Feuergefecht getötet, vgl. Rescue raid ends in hostage deaths, 8. Juni 2002
  2. Film on kidnapping of Abu Sayyaf group to compete in Berlin Film Festival, 26. Januar 2012

Weblinks[Bearbeiten]