Granatspitzgruppe

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Granatspitzgruppe
Großer Muntanitz von Süden

Großer Muntanitz von Süden

Höchster Gipfel Großer Muntanitz (3232 m ü. A.)
Lage Salzburg und Tirol, Österreich
Teil der Zentralen Ostalpen
Einteilung nach AVE 39
Koordinaten 47° 4′ N, 12° 35′ O47.06666666666712.5833333333333232Koordinaten: 47° 4′ N, 12° 35′ O
Gestein Tauernfenster
Fläche 308,0 km²
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Die Granatspitzgruppe ist eine Untergruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen. Zusammen mit der Ankogelgruppe, der Goldberggruppe, der Glocknergruppe, der Schobergruppe, der Kreuzeckgruppe, der Venedigergruppe, den Villgratner Bergen und der Rieserfernergruppe bildet die Granatspitzgruppe die Großgruppe der Hohen Tauern. Die Granatspitzgruppe befindet sich in Österreich in den Bundesländern Salzburg und Tirol. Der höchste Gipfel ist der Große Muntanitz, 3232 m ü. A.

Die Granatspitzgruppe befindet sich im zentralen Teil der Hohen Tauern. Die Felbertauernstraße begrenzt die Gruppe im Westen. Die Gruppe steht etwas im Schatten ihrer berühmten Nachbargruppen mit dem Großglockner und dem Großvenediger. Namensgeber für die Gruppe ist die Granatspitze, 3086 m ü. A.

Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Das Konzept einer eigenständigen Granatspitzgruppe wurde 1871 von Karl Hofmann einführt.[1] Er lehnte die bisherige Zugehörigkeit der Berge der Granatspitzgruppe zur Glocknergruppe, welche von Ernst Adolf Schaubach 1845 begründet wurde, aus orografischen Gründen ab. Die Benennung durch Hofmann als Landeckgruppe, nach dem Verzweigungspukt der Gruppe, dem Großen Landeggkopf (2900 m), konnte sich jedoch auf Grund dessen innerhalb der Gruppe wenig bedeutsamen Höhe nicht durchsetzten. Bereits 1873 führte daher Gustav Demelius die heute verbreitete Bezeichnung als Granatkoglgruppe ein, wobei er die Granatspitze (damals Grantkogl) als höchsten Gipfel des Tauernhautkamms innerhalb der Gruppe erachtete.[2]

Benachbarte Gebirgsgruppen[Bearbeiten]

Die Granatspitzgruppe grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

Gipfel[Bearbeiten]

Sämtliche benannte Dreitausender (Hauptgipfel in der Granatspitzgruppe)[3]:

Weitere bedeutende Gipfel im Zuge des Alpenhauptkamms (von West nach Ost)[4]:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins, II, 1870-71, S. 187-189
  2. Zeitschrift des Deutschen Alpenvereins, IV, 1873, S. 41-46
  3. Zlöbl: Dreitausender Osttirols S. 170
  4. Austrian Map

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols im Nationalpark Hohe Tauern. Verlag Grafik Zloebl, Lienz-Tristach 2007, ISBN 3-200-00428-2