Glocknergruppe

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Glocknergruppe
Glocknergruppe von Süden

Glocknergruppe von Süden

Höchster Gipfel Großglockner (3798 m ü. A.)
Lage Kärnten, Salzburg und Tirol, Österreich
Teil der Zentralen Ostalpen
Einteilung nach AVE 40
Koordinaten 47° 5′ N, 12° 42′ O47.07512.6944444444443798Koordinaten: 47° 5′ N, 12° 42′ O
Gestein Tauernfenster
Fläche 637,8 km²
p1
p5
Karte der Glocknergruppe aus dem Jahr 1876
Die Pasterze mit dem Großglockner in der Bildmitte und dem Johannisberg halbrechts hinten
Der Großglockner ist der höchste Gipfel der Glocknergruppe und Österreichs

Die Glocknergruppe ist eine Gebirgsgruppe der Zentralen Ostalpen nach der Alpenvereinseinteilung der Ostalpen und befindet sich im mittleren Teil der Hohen Tauern im Verlauf des Alpenhauptkamms.

Die Glocknergruppe liegt in Österreich in den Bundesländern Salzburg, Tirol und Kärnten. Auf dem Gipfel des Eiskögele (3436 m ü. A.) stoßen die drei Bundesländer zusammen.

Der höchste Gipfel der Glocknergruppe und gleichzeitig der höchste Gipfel Österreichs ist der Großglockner (3798 m ü. A.), welcher der Gebirgsgruppe den Namen gibt. Wesentliche Teile der Glocknergruppe gehören zur Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Ebenfalls in der Glocknergruppe zu finden ist die Pasterze, der größte Gletscher Österreichs.

Umgrenzung[Bearbeiten]

Die Grenzen der Glocknergruppe sind wie folgt definiert: Salzach von Uttendorf bis Taxenbach; Rauriser Tal bis Wörth; Seidlwinkltal; Hochtor (Großglockner-Hochalpenstraße); Tauernbach; Möll bis Einmündung Moosbach; Moosbach; Peischlachtörl; Peischlachbach; Kals am Großglockner; Kalser Bach; Dorfer-Tal; Dorfer-See; Kalser Tauern; Weißsee; Weißenbach; Grünsee; Enzingerboden; Stubachtal; Uttendorf.

Zusammen mit der Ankogelgruppe, der Goldberggruppe, der Schobergruppe, der Kreuzeckgruppe, der Granatspitzgruppe, der Venedigergruppe, den Villgratner Bergen und der Rieserfernergruppe bildet die Glocknergruppe die Großgruppe der Hohen Tauern.

Benachbarte Gebirgsgruppen[Bearbeiten]

Die Glocknergruppe grenzt an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:

Gipfel[Bearbeiten]

Sämtliche benannte Dreitausender in der Glocknergruppe:[1]

  • Hocheiser, 3206 m ü. A.
  • Kitzsteinhorn, 3203 m ü. A.
  • Hoher Kasten, 3189 m ü. A.
  • Schattseitköpfl, 3182 m ü. A.
  • Oberer Fochezkopf, 3159 m ü. A.
  • Kleiner Tenn, 3158 m ü. A.
  • Gamsspitze, 3157 m ü. A.
  • Breitkopf, 3154 m ü. A.
  • Totenkopf, 3151 m ü. A.
  • Bauernbrachkopf, 3125 m ü. A.
  • Schwarzköpfl, 3124 m ü. A.
  • Zwingkopf, 3117 m ü. A.
  • Freiwandkasten, 3114 m ü. A.
  • Schwertkopf, 3099 m ü. A.
  • Racherin, 3092 m ü. A.
  • Kempsenkopf, 3090 m ü. A.
  • Lange Wand, 3087 m ü. A.
  • Grieskogel, 3066 m ü. A.
  • Blaue Köpfe, 3061 m ü. A.
  • Freiwandspitz, 3034 m ü. A.
  • Wasserradkopf, 3032 m ü. A.
  • Kreuzwandspitze, 3031 m ü. A.
  • Spielmann, 3027 m ü. A.
  • Zollspitze, 3024 m ü. A.
  • Brennkogel, 3018 m ü. A.
  • Rifflkarkopf, 3016 m ü. A.
  • Kellerswand, 3010 m ü. A.
  • Kristallspitzl, 3005 m ü. A.

Tourismus[Bearbeiten]

Die Gegend ist touristisch gut erschlossen: Die Großglockner-Hochalpenstraße (und deren Abstecher zur Franz-Josefs-Höhe), die Straße von Uttendorf zum Enzingerboden, die Bustransfers zu den Stauseen bei Kaprun und die Mautstraße von Kals am Großglockner zum Lucknerhaus ermöglichen es, mit dem PKW und öffentlichen Verkehrsmitteln weit in die Gebirgswelt vorzudringen. Eine Vielzahl alpiner Hütten bietet Wanderern und Bergsteigern Unterkunft:

Energiegewinnung[Bearbeiten]

Die Energiewirtschaft Österreichs und die ÖBB nutzen das Wasser der Glocknergruppe zur Stromgewinnung an den Standorten Kaprun, Franz-Josefs-Höhe (Stausee Margaritze) und Enzingerboden (Weißsee, Tauernmoossee).

Karten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Pusch: „Stau unterm Gipfelkreuz und Einsamkeit über den Wolken - alpine Möglichkeiten in der Glocknergruppe“ in: Berg 2007 (Alpenvereinsjahrbuch, Band 131) mit Alpenvereinskarte 40 von Glocknergruppe, ISBN 3-937530-15-0, Seiten 280-285.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Glocknergruppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. ÖK50 www.austrianmap.at
  2. Kaiser Franz Josef Haus. Abgerufen am 19. Juni 2014.