Great Dyke

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Der Great Dyke aus dem Orbit

Der Great Dyke ist ein von ausgeprägter Synklinalstruktur gekennzeichneter Magmatit-Körper, der Simbabwe in Form einer 550 Kilometer langen, schmalen Linie etwa in Nord-Süd-Richtung durchzieht. Seine Breite schwankt zwischen etwa 4 und 11 Kilometern. Er ist, wie der Grünsteingürtel, reich an wirtschaftlich bedeutsamen Mineralen und Erzen und im Wesentlichen von Ultramafitite, begleitet von Doleriten, Gabbros und Noriten geprägt.

Chrom, Nickel, Gold, Silber, Platin, Zinn, Glimmer und Asbest werden hier gefördert. Die lagenartig auftretenden Chromerzvorkommen (Chromit), meistens in Dunitstrukturen eingeschlossen, zählen weltweit zu den bedeutendsten Lagerstätten für die metallurgische Industrie. Die Platinvorkommen hatten um 1927 in der Südafrikanischen Union heftiges Interesse ausgelöst. Auf Grund der Lagerstättenverhältnisse und der damit verbundenen komplizierten Gewinnungsmethoden flauten die Platinbergbauaktivitäten wieder ab.

Die meisten Bergbaustädte Simbabwes wie Shamva, Bindura, Kadoma mit Muzvezve, Kwekwe, Redcliffe, Gweru, Shurugwi, Somabhula, Mashava Mine liegen am Great Dyke. Dieser ist im Süden ein schmales Band von Hügeln und Felsrücken, die nach Norden hin höher werden, wo sie mit dem Umvukwe-Plateau eine Höhe von 460 m erreichen.

Ein Dyke bildet sich durch das Eindringen (Intrusion) von flüssigem Gestein (Magma) in bereits gebildete Gesteine. Der Great Dyke hat sich vor etwa 2,6 Milliarden Jahren gebildet. Seine Altersbestimmung war im Zusammenhang mit den in Simbabwe weit verbreiteten Sedimentsystemen nicht bestimmbar, weil er als isolierter Körper von einem Basement-Komplex umgeben ist. Seit seiner Entstehung ist er zum größten Teil nicht mehr deformiert und verändert worden.

Er reicht bis zum Bushveld-Komplex in Transvaal in der Republik Südafrika, der noch einmal 500 km südlich von seinem Südende liegt. Dort finden sich die reichsten Erzvorkommen der Erde.

Geschichte seiner Erforschung[Bearbeiten]

Der Great Dyke wurde erstmals 1867 von Carl Mauch erforscht. Dennoch wurden seine reichen Erzvorkommen erst 1918 erkannt und danach systematisch erschlossen.

Literatur und Weblinks[Bearbeiten]