Grendel

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Dieser Artikel behandelt die Sagengestalt Grendel, für weitere Bedeutungen siehe Grendel (Begriffsklärung)

Grendel ist eine Gestalt der frühen angelsächsischen Heldenepik. Im StabreimeposBeowulf“ ist er der sagenhafte Gegenspieler des Protagonisten.

Etymologie des Namens[Bearbeiten]

Darstellung des Beowulfschen Grendel nach Henrietta Elizabeth Marschall (1908)

Der Ursprung des Namens „Grendel“ ist bisher noch nicht abschließend geklärt. Manche behaupten, der Name „Grendel“ beziehe sich auf grindan, grindel, oder grennian, was sich grob mit „zähneknirschen“ übersetzen ließe. Andere verweisen auf das angelsächsische Wort grynde („Abgrund“). Das könnte durchaus passen, da im Heldenepos Beowulf die Mutter von Grendel ein scheußliches „Meerweib“ ist.

Grendels Rolle im Beowulf-Epos[Bearbeiten]

Grendel wird als Unhold, Jöte, Thurse oder Troll beschrieben, der, mit übermenschlichen Kräften ausgestattet, die Methalle Heorot (Hirschburg) des dänischen Königs Hrothgar heimsucht und verwüstet. Heorot liegt in der Nähe eines Moores, in dem Grendel lebt, und wird nach der Errichtung der Methalle durch die Dänen von dem Unhold als Eigentum beansprucht. Viele Dänen finden durch Grendel den Tod.

Der mit Hrothgar befreundete Held Beowulf aus dem nicht näher bestimmten Land der „Geaten“ (vielleicht Gauten oder Goten) stellt sich dem Kampf mit Grendel und verwundet ihn so schwer, dass Grendel seinen rechten Arm einbüßt. An dieser Verletzung stirbt er. Seine Mutter, das Meerweib, versucht daraufhin, den Tod ihres Sohnes zu rächen, und wird ebenfalls von Beowulf erschlagen.

Christliche Adaption[Bearbeiten]

Christliche Weltdeutung, welche die Geschichte um Beowulf entscheidend prägt und nicht als eine nachträgliche Überformung angesehen werden kann, lässt den Autor Grendel in die Abstammungslinie des Kain stellen. Damit sollte der dämonisch-teuflische Aspekt der Natur Grendels deutlich gemacht werden.