Gunnison River

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gunnison River
Der Westen der Vereinigten Staaten, Gunnison River hervorgehoben

Der Westen der Vereinigten Staaten, Gunnison River hervorgehoben

Daten
Gewässerkennzahl US201748
Lage Colorado (USA)
Flusssystem Colorado River
Abfluss über Colorado River → Golf von Kalifornien
Ursprung Zusammenfluss von East River und Taylor River bei Almont im Gunnison County
38° 39′ 49″ N, 106° 50′ 50″ W38.663611111111-106.847222222222442
Quellhöhe 2442 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in den Colorado River39.061666666667-108.578333333331389Koordinaten: 39° 3′ 42″ N, 108° 34′ 42″ W
39° 3′ 42″ N, 108° 34′ 42″ W39.061666666667-108.578333333331389
Mündungshöhe 1389 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1053 m
Länge 290 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 20.535 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
122 m³/s
Linke Nebenflüsse Tomichi Creek, Lake Fork Gunnison River, Cimarron River, Uncompahgre River
Rechte Nebenflüsse Smith Fork, North Fork Gunnison River
Durchflossene Stauseen Blue Mesa Reservoir, Morrow Point Reservoir, Crystal Reservoir
Kleinstädte Gunnison, Grand Junction
Der Gunnison River in der Abenddämmerung im Black Canyon of the Gunnison National Park

Der Gunnison River in der Abenddämmerung im Black Canyon of the Gunnison National Park

Der Gunnison River ist ein Nebenfluss des Colorado River im US-Bundesstaat Colorado.[1] Seine Länge beträgt etwa 290 km.[2][3] Das Einzugsgebiet des Gunnison Rivers umfasst 20.535 km². Bezüglich der durchschnittlichen Abflussmenge ist es der fünftgrößte Nebenfluss des Colorado Rivers.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Gunnison River entsteht durch den Zusammenfluss von East River und Taylor River bei Almont im Gunnison County. Er fließt dann westwärts durch das 20 Kilometer lange Blue Mesa Reservoir, das Morrow Point Reservoir und das Crystal Reservoir, die zusammen das Curecanti National Recreation Area bilden und im oberen Teil des Canyons liegen, der dem Nationalpark seinen Namen gab. Die drei Stauseen dienen der Erzeugung von Elektrizität durch Wasserkraft. Von Cimarron an folgt der Gunnison River einer nordwestlichen Richtung durch den Black Canyon of the Gunnison National Park und die Gunnison Gorge.

Östlich von Montrose wird ein Teil des Flusswassers umgeleitet zur Bewässerung des Uncompahgre Valleys. Dafür wurde zwischen 1905 und 1909 der 8 km lange Gunnison Tunnel gebaut, der als einzigartige Ingenieurleistung seiner Zeit in die Liste der National Historic Civil Engineering Landmarks aufgenommen wurde und im National Register of Historic Places verzeichnet ist.

Bei seiner Mündung des Gunnison Rivers in der Nähe von Grand Junction in den Colorado River führt er fast soviel Wasser, wie dieser selbst.

Die Breite des Gunnison Rivers variiert von 30 bis 300 Meter und die Tiefe schwankt zwischen einem und fünfzehn Metern. Die starke Strömung und viele Stromschnellen machen eine Fahrt flussaufwärts fast unmöglich. Der Fluss kann jedoch mit kleinen Fahrzeugen auf seiner ganzen Länge befahren werden, obwohl einzelne Abschnitte aufgrund der Stromschnellen nicht passierbar sind.

Zu den linken Nebenflüsse gehören: Tomichi Creek (bei Gunnison), Lake Fork (im Blue Mesa Reservoir), Uncompahgre River (bei Delta), Escalante Creek, Big Dominguez Creek.

Rechte Nebenflüsse sind: Smith Fork, North Fork, Tongue Creek (bei Delta).

Der Fluss wurde benannt nach Captain John Gunnison, der im September 1853 den Lake Fork des Gunnison überquerte, den Black Canyon jedoch als unpassierbar ansah. John Gunnison wurde im darauf folgenden Jahr mit sieben weiteren Mitgliedern seiner Expeditionsgruppe in Utah von Indianern getötet.

Hydrologie[Bearbeiten]

Der United States Geological Survey betreibt in der Nähe von Grand Junction einen Pegel. Die jährliche durchschnittliche Abflussmenge beträgt 122 m³/s. Der höchste Wert wurde am 23. Mai 1920 mit 999 m³/s registriert, der niedrigste beobachtete Durchfluss waren 3 m³/s am 20. Juli 1934.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gunnison River im Geographic Names Information System des United States Geological Survey
  2. Gunnison River, The Columbia Gazetteer of North America. 2000.
  3. a b United States Geological Survey:Water Data Report, Colorado 2003 (PDF; 4,0 MB), abgerufen am 22. April 2008.