Gurken

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Gurken
Gurke (Cucumis sativus)

Gurke (Cucumis sativus)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Gattung: Gurken
Wissenschaftlicher Name
Cucumis
L.

Die Gurken (Cucumis) bilden eine Pflanzengattung der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die Arten haben Areale in tropischen bis gemäßigten Gebieten. 30 Cucumis-Arten kommen in Afrika vor, 25 in Indien, Südostasien und Australien.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Es sind meist rankende, ein- bis mehrjährige, krautige Pflanzen. Die Pflanzen sind oft raubehaart. Die meist wechselständig und spiralig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite kann ungeteilt oder drei- bis fünflappig handförmig geteilt sein. Der Blattrand kann glatt bis gezähnt sein. Nebenblätter fehlen.

Die Blüten sind meist eingeschlechtig, zwittrige kommen nur selten vor. Die Pflanzen sind ein- (monözisch) oder zweihäusig (diözisch). Die weiblichen Blüten sitzen einzeln, die männliche stehen zu mehreren in den Blattachseln. Die gestielten oder sitzenden Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig und haben ein doppeltes Perianth. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, die fünf Kronblätter sind glockenförmig verwachsen. In den männlichen und zwittrigen Blüten ist nur ein Kreis mit drei fertilen Staubblättern vorhanden. In den weiblichen und zwittrigen Blüten ist ein Fruchtblatt vorhanden, oder zwei bis fünf Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, parakarpen (= der Fruchtknoten ist nicht durch Septen unterteilt) Fruchtknoten verwachsen. Die Gurken besitzen einen Griffel mit einer meist dreilappigen Narbe. Sie werden von Insekten bestäubt (Entomophilie).

Botanisch gesehen sind die Früchte Beeren; bei Naturformen weisen sie einen Durchmesser von 1,5 bis 7 cm auf und sind 15 bis 120 mm lang. Sie enthalten 20 bis 100 Samen, die geflügelt oder ungeflügelt sein können.

Systematik[Bearbeiten]

Zuckermelone (Cucumis melo)
Horngurke (Cucumis metuliferus)

DNA-Sequenzanalysen zeigten 2006, dass die Gattung Cucumis im damaligen Umfang paraphyletisch war, da die Gattungen Cucumella, Dicoelospermum, Mukia, Myrmecosicyos und Oreosyce innerhalb der Gattung Cucumis lagen.[2] 2007 hat Hanno Schäfer die Arten dieser Gattungen auch formal in die Gattung Cucumis überführt und folgende Neugliederung der Gattung vorgenommen, die somit 52 Arten umfasst:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gurken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  • Hanno Schaefer: Cucumis (Cucurbitaceae) must include Cucumella, Dicoelospermum, Mukia, Myrmecosicyos, and Oreosyce: a recircumscription based on nuclear and plastid DNA data. Blumea, Band 52, 2007, S. 165–177 (online) (Systematik)
  • Renner, S. S.; H. Schaefer, H., A. Kocyan. 2007. Phylogenetics of Cucumis (Cucurbitaceae): Cucumber (C-sativus) belongs in an Asian/Australian clade far from melon (C-melo). BMC Evolutionary Biology 7 (online) (PDF; 391 kB)
  • Sebastian, P. M., H. Schaefer, I. R. H. Telford, and S. S. Renner. 2010. Cucumber and melon have their wild progenitors in India, and the sister species of Cucumis melo is from Australia. Proceedings of the National Academy of Sciences 107(32): 14269–14273 (online) (PDF; 1,5 MB)
  • Telford, I. R. H., P. M. Sebastian, J. J. Bruhl, and S. S. Renner. 2011. Cucumis (Cucurbitaceae) in Australia and eastern Malesia, including newly recognized species and the sister species to C. melo. Systematic Botany 36(2): 376–389 (online)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sebastian et al. (2010); Telford et al. (2011)
  2. Alexander Kocyan, Li-Bing Zhang, Hanno Schaefer, Susanne S. Renner: A multi-locus chloroplast phylogeny for the Cucurbitaceae and its implications for character evolution and classification. Molecular Phylogenetics and Evolution, Band 44, August 2007, S. 553–577. doi:10.1016/j.ympev.2006.12.022