Guyenne

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Blason de l'Aquitaine: Wappen der Guyenne
Guyenne verweist heute oft auf das erbliche Herzogtum der englischen Krone, das aus dem Vertrag von Brétigny stammt. (1360).

Die Guyenne (früher auch Guienne, okzitanisch Guiana) war im Mittelalter ein Herzogtum und der Teil des eigentlichen Aquitanien, das, von den Engländern in Besitz genommen (Angevinisches Reich, Eleonore von Aquitanien), nach deren Gebietsverlusten im Hundertjährigen Krieg übrig geblieben war, und schließlich kurz vor dessen Ende nur noch das Bordelais und das Agenais umfasste.

Die grundsätzliche Übereinstimmung zwischen Guyenne und Aquitanien geht auch aus dem Namen hervor: Guyenne ist eine sprachliche Abwandlung des römischen Aquitania.

Am 12. Oktober 1453 wurde das Gebiet von Frankreich erobert. Mit dieser Eroberung lassen Historiker den Hundertjährigen Krieg enden (obwohl die Feindseligkeiten zwischen Frankreich und England dadurch nicht schlagartig beseitigt waren). Das eroberte Land wurde behauptet und als Provinz Guyenne der Krondomäne (Domaine royal) hinzugefügt, die in der Französischen Revolution durch die Schaffung der Départements schließlich aufgelöst wurde. Die das Guyenne umfassende Region heißt heute wieder Aquitanien (Aquitaine).

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]