Département Gironde

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Gironde
Wappen des Departements Gironde
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Über dieses Bild
Region Aquitanien
Präfektur Bordeaux
Unterpräfektur(en) Arcachon
Blaye
Langon
Lesparre-Médoc
Libourne
Einwohner 1.463.662 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 147 Einw. pro km²
Fläche 9.975,6 km²
Arrondissements 6
Kantone 63
Gemeinden 542
Präsident des
Generalrats
Philippe Madrelle[1]
ISO-3166-2-Code FR-33

Das Département Gironde [ʒiˈʀõːd] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 33. Es liegt im Westen des Landes in der Region Aquitanien und ist nach dem Ästuar Gironde, der im Département durch den Zusammenfluss der Dordogne und der Garonne entsteht, benannt.

Geographie[Bearbeiten]

Karte des Départements Gironde

Das Département liegt im Norden der Region Aquitanien und bildet mit einer Fläche von 9.975 km² das zweitgrößte französische Département nach Französisch-Guyana. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt 120 km und die Nord-Süd-Ausdehnung 170 km.

Das Département grenzt im Westen an den Atlantischen Ozean, im Norden an das Mündungsgebiet der Gironde sowie an das Département Charente-Maritime der Region Poitou-Charentes. Innerhalb Aquitaniens grenzt es im Osten an das Département Dordogne, im Südosten an das Département Lot-et-Garonne und im Süden an das Département Landes.

Bedeutendste Flüsse sind die Dordogne, die das Département von Osten aus durchquert, und die aus südöstlicher Richtung fließende Garonne, die sich hinter der Hauptstadt Bordeaux mit der Dordogne zur Gironde vereinigt. Die Atlantikküste ist geprägt durch die Trichtermündung der Gironde im Norden, die nur wenige Kilometer landeinwärts liegenden Seen von Hourtin-Carcans und Lacanau, die Bucht von Arcachon im Süden, sowie die im Süden von deren Meeresöffnung liegende Wanderdüne von Pilat. Der nördliche Teil des Küstengebietes im Dreieck zwischen Gironde-Mündung, Bucht von Arcachon und Bordeaux bildet die Halbinsel Médoc. Im Westen des Départements erstrecken sich die Kiefernwälder der Landes de Gascogne.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: Unter einem roten Schildhaupt mit einem goldenen laufenden hersehenden blaubewehrten und -gezungten Löwen ist eine achtfache blau-silberne Ständerung.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Département wurde während der Französischen Revolution, am 4. März 1790 aus Teilen der damaligen Provinzen Guyenne und Gascogne gebildet. Es untergliederte sich in sieben Distrikte (französisch district), die Vorläufer der Arrondissements: Bazas, Blaye, Bordeaux, Cadillac, Lesparre, Libourne und La Reole. Das Département und die Distrikte untergliederten sich in Kantone und zählten 1791 ca. 490.000 [?] Einwohner. Hauptstadt war bereits Bordeaux.

Von Juni 1793 bis 14. April 1795 nannte sich das Département Bec-d’Ambès.

Die Arrondissements wurden am 17. Februar 1800 errichtet. Es waren Bazas, Blaye, Bordeaux, Lesparre, Libourne und La Reole.

Am 10. September 1926 wurde Bazas durch Langon ersetzt und die Arrondissements Lesparre (zu Bordeaux) und La Reole (zu Langon) aufgelöst.

Am 1. Juni 1942 wurde das Arrondissement Lesparre-Médoc erneut errichtet. Ab 1944 unterhielt die Kriegsmarine in Gironde-Nord ein Marinelazarett, das zum Festungslazarett ausgebaut wurde.

Zum 1. Januar 2007 wurde das Arrondissement Arcachon mit vier aus dem Arrondissement Bordeaux ausgegliederten Kantonen neu gebildet.

Städte[Bearbeiten]

Karte der Umgebung von Bordeaux

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Gironde sind:

Stadt Einwohner
(2011)
Arrondissement
Bordeaux 239.399 Bordeaux
Mérignac 65.882 Bordeaux
Pessac 58.743 Bordeaux
Talence 40.763 Bordeaux
Villenave-d’Ornon 28.984 Bordeaux
Saint-Médard-en-Jalles 28.348 Bordeaux
Bègles 25.119 Bordeaux
La Teste-de-Buch 24.505 Arcachon
Libourne 23.681 Libourne
Le Bouscat 23.075 Bordeaux

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Das Département Gironde gliedert sich in 6 Arrondissements, 63 Kantone und 542 Gemeinden:

Arrondissement Einwohner
(2011)
Fläche
(km²)
Bev.dichte
(Einw./km²)
Kantone Gemeinden
Arcachon 138.322 1.469.9 94,1 4 17
Blaye 84.652 782.4 108,2 5 65
Bordeaux 879.949 1.521.9 578,2 25 82
Langon 127.355 2.644.3 48,2 15 198
Lesparre-Médoc 83.741 2.274.3 36,8 5 51
Libourne 149.643 1.282.9 116,6 9 129

Siehe auch[Bearbeiten]

Klima[Bearbeiten]

Küste im Département Gironde

Das Seeklima ist bestimmend für das Département Gironde: milde Winter (zwischen 5–7 °C) und noch ertragbare Sommertemperaturen (19–21 °C) bei über alle Jahreszeiten hin verteiltem (Niesel)Regen, wobei während des Winters die höchste Niederschlagsmenge gemessen wird.[2]

Bordeaux hat eine durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von 820 mm, Lacanau von 935 mm und Coutras im Landesinnern von 768 mm. Die Niederschlagsmenge ist am höchsten in der von Wald bedeckten Fläche.

Die Winde kommen aus südwestlicher bzw. nordwestlicher Richtung.

Die Sonneneinstrahlung ist besonders entlang der Küste, an der Girondemündung und am Becken von Arcachon intensiv.

Messstation: Cap-Ferret am Bassin d’Arcachon, 700 Meter von Meer entfernt

maritime Klimadaten J F M A M J J A S O N D
mittlere Höchsttemperatur 10 11 14 16 19 22 25 25 23 19 14 11
mittlere Tiefsttemperatur 4 5 6 8 11 14 16 16 15 11 7 5
Anzahl sehr sonnige Tage 3 3,5 5 4 4 5 7 6 6 5 3 2,5
Anzahl Tage mit bedecktem Himmel 16 13 12 9 10 7 6 6 8 9 14 17
Anzahl Regentage 13 12 11 9 10 7 7 9 10 10 12 13
Regenmenge in mm 90 75 70 55 65 50 35 60 80 85 90 100
Wassertemperatur in Küstennähe 12 11 12 13 15 18 20 21 20 18 16 13

Tage pro Jahr mit

  • Regenfällen über 1 mm: 123
  • Frost: 15
    • Erster Frost: Anfang Dezember
    • Letzter Frost: Anfang März
  • Schnee: 2
  • Gewitter: 18
  • Hagel: 3

Stand 1991

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

| Statistische Angaben zum Departement Gironde

  1. http://www.gironde.fr/jcms/c_16185/le-president abgerufen am 8. Dezember 2013
  2. Klimadaten aus: Jean-Noël Darde, Plages et côtes de France, Éditions Balland, Paris 1991

44.869444444444-0.54916666666667Koordinaten: 44° 52′ N, 0° 33′ W