HMS Woodpecker (U08)

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HMS Woodpecker (U08) Royal Navy Ensign
Verdrängung: 1350 ts
Länge: 91,3 m
Breite: 12 m
Tiefgang: 3,4 m
Antrieb: 2 Admiralitätsdampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen
mit Einfachgetriebe
2 Wellen
4300 PS
Geschwindigkeit: 20 kn
Reichweite: 7500 sm bei 12 kn
Besatzung: 192
Bewaffnung: 6 × 10,2-cm-Mehrzweckkanonen (3×2)
4 × 40-mm-Bofors-Flak
bis 12 × 20-mm-Oerlikon-Flak (6×2)
110 Wasserbomben
8 Wasserbombenwerfer

Die HMS Woodpecker (U08) war eine Sloop der modifizierten Black-Swan-Klasse der britischen Royal Navy. Sie war eines von mehreren Schiffen dieser Klasse, die an dem in Großbritannien berühmt gewordenen „six-in-one trip“ (dt. etwa: „sechs auf einer Fahrt“) unter dem Kommando von Frederic John Walker teilnahmen, als 1943 sechs deutsche U-Boote auf einer Patrouille versenkt werden konnten.

Das Schiff wurde bei William Denny and Brothers in Dumbarton, Schottland, gebaut. Die Kiellegung erfolgte am 23. Februar 1941, am 29. Juni 1942 wurde es vom Stapel gelassen und am 14. Dezember 1942 in Dienst gestellt.

Die Woodpecker nahm an der Versenkung folgender U-Boote teil:

  • 24. Juni 1943: Versenkung von U 449 nordwestlich von Kap Ortegal, durch Wasserbomben der HMS Wren, HMS Woodpecker, HMS Kite und HMS Wild Goose (49 Tote, Totalverlust)
  • 30. Juli 1943: Versenkung von U 462 im Golf von Biskaya, durch eine Handley Page Halifax und Wasserbomben der HMS Wren, HMS Kite, HMS Woodpecker, HMS Wild Goose und HMS Woodcock (1 Toter)
  • 30. Juli 1943: Versenkung von U 504 im Nordatlantik vor Kap Ortegal durch Wasserbomben der HMS Kite, HMS Woodpecker und HMS Wild Goose (53 Tote, Totalverlust)
  • 6. November 1943: Versenkung von U 226 im Nordatlantik, östlich von Neufundland, durch Wasserbomben der HMS Starling, HMS Woodcock und HMS Kite (51 Tote, Totalverlust)
  • 8. Februar 1944: Versenkung von U 762 im Nordatlantik durch Wasserbomben der HMS Woodpecker und HMS Wild Goose (51 Tote, Totalverlust)
  • 11. Februar 1944: Versenkung von U 424 südwestlich von Island durch Wasserbomben von HMS Wild Goose und HMS Woodpecker, (50 Tote, Totalverlust)
  • 19. Februar 1944: Versenkung U 264 im Nordatlantik durch HMS Woodpecker und HMS Starling (keine Toten)

Verbleib[Bearbeiten]

Im Februar 1944 eskortierte die Woodpecker unter dem Kommando von H. L. Pryse den Konvoi ON-224. Am 20. Februar 1944 wurde das Schiff am Heck von einem durch U 256 abgeschossenen akustischen Torpedo getroffen und dadurch manövrierunfähig, sank aber nicht. Als die Woodpecker im Schlepptau eines anderen Schiffes in Richtung Großbritannien gezogen wurde, sank sie am 27. Februar 1944 im Atlantik auf der Position 48° 49′ N, 22° 11′ W48.816666666667-22.183333333333. Die Notbesatzung, die sich während der Rückführungsfahrt an Bord befand, konnte gerettet werden.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HMS Woodpecker bei uboat.net, mit Bild (engl.)