Patrouille

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Finnische Ski-Einheiten auf Erkundungspatrouille während des Fortsetzungskrieges (1941–1944)

Eine Patrouille[1] ist eine Form des Gefechtsdienstes. Zu unterscheiden ist sie vom Spähtrupp. Die Stärke beträgt zwischen einem Trupp bis zu einem verstärkten Zug. Aufträge können sein eine festgelegte Wegstrecke zurückzulegen, ein Objekt zu erreichen, eine Position zu besetzen oder einen Erkundungsauftrag durchzuführen. Die Dauer kann je nach Art des Einsatzes von wenigen Stunden bis Tagen betragen.

Einsatzarten[Bearbeiten]

Australische ISF-Soldaten auf Patrouille auf dem Fahrrad in Dili (2009)

Eine Aufklärungspatrouille im eigenen Operationsraum, aber auch in feinddurchsetztem Gebiet, auch oder abzugrenzen vom Spähtrupp oder Streifen, hat den Auftrag Lageinformationen über den Gegner zu gewinnen.

Eine Kampfpatrouille, meist in Zugstärke, mit ausreichender Kampfkraft, hat den Auftrag gegnerische Kräfte im Begegnungsgefecht, aber auch aus dem Hinterhalt heraus zu bekämpfen. Im Gegensatz zu Gefechtsarten soll das Gelände nicht gehalten werden.

Eine Erkundungspatrouille dient der Erkungung von Gelände, Wegen, Brücken und sonstigen Gelände- und Umweltgegebenheiten.

Eine Sicherungspatrouille hat den Auftrag insbesondere eigene Versorgungsstraßen und Verbindungslinien aber auch den Einsatzraum insbesondere in gefährdetem oder feinddurchsetztem Raum zu sichern und Feindkräfte aufzuklären, zu binden und Feindkräfte geringerer Stärke zu bekämpfen. Die Sicherungspatrouille kann Sicherungs- und Beobachtungspositionen beziehen, um eine Sicherung der unmittelbaren Umgebung durchzuführen.

Patrouillen können zum Durchkämmen eines feinddurchsetztem Geländes eingesetzt werden, um versprengte oder verdeckt operierende Gegner aufzuklären und zu bekämpfen. Das durchkämmte Gebiet kann mit Beobachtungspunkten abgedeckt werden. Diese Taktik wird insbesondere von gepanzerten Kräften in Wüstengegenden und von Bodentruppen in bebautem Gelände genutzt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Ortenburg: Waffe und Waffengebrauch im Zeitalter der Revolutionskriege. Bernard & Graefe, Koblenz, 1988, ISBN 3-7637-5807-0

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Patrouille – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Patrouille – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Das Wort Patrouille entstand der Überlieferung nach in der Zeit, als Teile Aquitaniens, die damals zu England gehörten, von den Franzosen zurückerobert wurde. Zum Auskundschaften gingen die, die keine Angst hatten, also die <pas-trouille>. <avoir pas trouille> heißt <keine Angst haben>.

  1. Der Begriff patrouillen leitet sich vom französischen Verb patrouiller her und bedeutet durchstreifen bzw. Streife gehen.