Haaren (Fluss)

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Haaren
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Haaren im Haarentorviertel von Oldenburg; links: Ofener Straße, rechts: Haarenufer (Straßenname)

Haaren im Haarentorviertel von Oldenburg; links: Ofener Straße, rechts: Haarenufer (Straßenname)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Ammerland und Oldenburg (Oldenburg), Niedersachsen
Flusssystem Weser
Abfluss über Hunte → Weser → Nordsee
Ursprung Zusammenfluss von Jücker Bäke und anderem Bach bei Rastede
53° 13′ 35″ N, 8° 10′ 40″ O53.2263850356678.177905082702619
Quellhöhe ca. 19 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in Oldenburg (Oldenburg) in den Stadthafen (zur Hunte)53.1404058377028.2199299335480Koordinaten: 53° 8′ 25″ N, 8° 13′ 12″ O
53° 8′ 25″ N, 8° 13′ 12″ O53.1404058377028.2199299335480
Mündungshöhe ca. m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 19 m
Länge 24 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 115 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

Die Haaren ist ein etwa 24 km langer Nebenfluss der unteren Hunte.

Allgemeines[Bearbeiten]

Die in Nordwestniedersachsen auf der oldenburgisch-ostfriesischen Geest entspringende Haaren hat eine Lauflänge von 23,8 km und ein Einzugsgebiet von 113 km2. Davon liegen 75 km2 im Landkreis Ammerland und rund 38 km2 im Gebiet der Stadt Oldenburg [1]. Sie ist der einzige Fluss der ammerländischen Geest, der über die Hunte in das linksseitige Einzugsgebiet der Weser entwässert. Das gesamte Gewässersystem der Haaren stellt sich heute sehr wenig naturnah und strukturell stark überformt dar. Für die Gewässerunterhaltung ist die Haaren-Wasseracht [2] mit Sitz in Petersfehn verantwortlich.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Haaren entspringt ohne Quelle in der Nähe von Rastede (+19 mNN) im Landkreis Ammerland und durchfließt kleinen Urstromtälern folgend zunächst von Nordosten nach Südwesten die Gemeinde Wiefelstede, bevor sie in der Gemeinde Bad Zwischenahn bei Petersfehn östlich in niedrig gelegenere, stark entwässerte Moorgebiete abknickt. Hier erreicht die Haaren das Stadtgebiet Oldenburgs, wo sie tief in die dortige Geest einschneidet (innerstädtische Haarenniederung: +2,50 bis +2,75 mNN). Die Haaren mündet im Zentrum der Stadt Oldenburg über ein Siel- und Mündungsschöpfwerk am Stau in die tidebeeinflusste Hunte.

Nebengewässer und Fließgewässertyp der Haaren[Bearbeiten]

Die Zuflüsse aus der Geest (Putthaaren, Ofener Bäke, Ofenerdieker Bäke) entsprechen kiesgeprägten Tieflandbächen, während die südlichen Moorzuflüsse (Hausbäke) sowie die Haaren im Mittel- und Unterlauf dem sandgeprägten Tieflandbach zugeordnet werden.

Hochwasserschutz[Bearbeiten]

Im Zusammenfluss von Haaren und Putthaaren 8,5 km oberhalb der Haarenmündung schützen das 650.000 m3 fassende Petersfehner Rückhaltebecken[3] sowie zahlreiche Flussregulierungsmaßnahmen das Stadtgebiet Oldenburgs vor Hochwasser aus der Geest; vor Hochwasser aus der bei Flut stromaufwärts fließenden Hunte schützt ein innenstadtnahes Sielbauwerk am Stau sowie ein hunteabwärts gelegenes Sperrwerk.

Landschaftsschutz, Freizeit und Tourismus[Bearbeiten]

Im Bereich der Stadt Oldenburg ist ein 67 ha großes Gebiet entlang der Haaren zwischen der Bloher Landstraße und dem Uhlhornsweg zum Landschaftsschutzgebiet Haarenniederung bestimmt. [4][5]

Auf der Haaren fand in Oldenburg im Abschnitt neben dem Heiligengeistwall von 1998 bis 2009 alljährlich im Sommer eine Waschzuber-Regatta statt. Seit 2010 gibt es geführte Kanu-Touren auf der Haaren.[6]

Literatur[Bearbeiten]

 Joachim Schrape: Die Haaren. Isensee, Oldenburg 1997, ISBN 3-89598-439-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haaren-Wasseracht: Verbandsgebiet
  2. Homepage Haaren Wasseracht
  3. Homepage Haaren Wasseracht
  4. LSG 60 Verordnung
  5. LSG 60 Karte
  6. Thorsten Kuchta: Mit dem Paddelboot um die Innenstadt. Nordwest-Zeitung. 14. Juli 2010