Hakubun Shimomura

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Shimomura im Juni 2010 auf einer Veranstaltung der konservativen Parlamentariergruppe Sōsei Nippon (創生「日本」) am Bahnhof Ikebukuro

Hakubun Shimomura (jap. 下村 博文, Shimomura Hakubun; * 23. Mai 1954 in Kurabuchi, Kreis Gunma (heute: Takasaki), Präfektur Gunma) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Machimura-Faktion), seit 1996 Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, für den 11. Wahlkreis Tokio und seit 2012 Kultus- und Wissenschaftsminister im zweiten Kabinett Abe.

Shimomura, Absolvent der pädagogischen Fakultät der Waseda-Universität, kandidierte ohne Erfolg bei der Wahl 1985 zum Präfekturparlament Tokio in Itabashi für den Neuen Liberalen Klub. Im zweiten Anlauf 1989 wurde er als Unabhängiger mit Unterstützung von DSP, Sozialdemokratischem Bund und Fortschrittspartei erstmals gewählt, 1993 für die LDP im Amt bestätigt.

Bei der Shūgiin-Wahl 1996 wechselte Shimomura in die nationale Politik. Im neu geschaffenen Einmandatswahlkreis Tokio 11 setzte er sich mit 30,1 % der Stimmen gegen vier weitere Kandidaten durch, den Wahlkreis konnte er seither fünfmal in Folge verteidigen. In der LDP schloss er sich der Mitsuzuka-Faktion (der späteren Mori-, Machimura-Faktion) an.

In Regierungspositionen kam Shimomura unter den Kabinetten von Jun’ichirō Koizumi (Machimura-Faktion): 2002 war Shimomura parlamentarischer Staatssekretär (Daijinseimukan) im Justizministerium, von 2004 bis 2005 im Kultus- und Wissenschaftsministerium. Im ersten Kabinett von Koizumis Nachfolger Shinzō Abe (Machimura-Faktion) wurde er 2006 stellvertretender Leiter des Kabinettssekretariats.

Im zweiten Kabinett Abe wurde Shimomura 2012 erstmals Minister und übernahm das Kultus- und Wissenschaftsministerium. In Interviews zu Amtsantritt erklärte er, dass die japanische Kultur und Tradition in der Bildung stärker betont werden müssten; das LDP-Wahlprogramm 2012 sah vor, das Genehmigungsverfahren für Geschichtsbücher zu überarbeiten.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Masami Ito: Rightwing minister seeks to radically revamp education system. In: The Japan Times. 30. Dezember 2012, abgerufen am 1. Februar 2013 (englisch).