Hans Reck

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Hans Reck (* 24. Januar 1886; † 4. August 1937 in Lourenço Marques, Portugiesisch Ost-Afrika, heute Mosambik) war ein deutscher Geologe mit Spezialisierung auf die Vulkanologie.

Leben[Bearbeiten]

Reck reiste 1908 mit Ina von Grumbkow an den Öskjuvatn in Island. Sie heirateten am 9. Februar 1912. Zusammen mit seiner Frau reiste er aus Forschungszwecken nach Afrika. Am Berg Tendaguru im damaligen Deutsch-Ostafrika machten sie Ausgrabungen für das Berliner Museum für Naturkunde. 1913 entdeckte er in der Olduvai-Schlucht das erste Hominini-Fossil, einen rund 20.000 Jahre alten Schädel von Homo sapiens (Archivnummer OH 1 = Olduvai hominid 1).

Im Ersten Weltkrieg blieb Reck bei der deutschen Truppe in Afrika und wurde von den Briten vier Jahre lang interniert. Reck wurde später zum Professor der Humboldt-Universität berufen. Nach seiner vorzeitigen Pensionierung starb Reck auf einer Forschungsreise im heutigen Mosambik.

Werke[Bearbeiten]

Reck war ab dem Jahre 1923 Mitherausgeber der Zeitschrift für Vulkanologie. Sein Hauptwerk war die Erforschung des Vulkans von Santorin, wofür er die Ehrendoktorwürde der Universität Athen erhielt. Folgende Monographien sind unter seiner Autorenschaft erschienen:

  • Die Hegau-Vulkane (Berlin, 1923)
  • Oldoway. Die Schlucht des Urmenschen (Leipzig, 1933)
  • Santorin. Der Werdegang eines Inselvulkans und sein Ausbruch (3 Bände, Berlin, 1936)
  • gemeinsam mit Ludwig Kohl-Larsen: Erster Überblick über die jungdiluvialen Tier-und Menschenfunde Dr. Kohl-Larsens im nordöstlichen Teil des Njarasa-Grabens (Ostafrika). In: Geologische Rundschau 27, 1936, S. 401–441

Literatur[Bearbeiten]