Harri Reiche

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Harri Reiche 2013

Harri Reiche (* 28. Februar 1953 in Wohlmirstedt) ist ein deutscher Kommunalpolitiker. 2001 wurde er zum Landrat des später aufgelösten Burgenlandkreises gewählt. Vom 1. Juli 2007 bis zur Wahl im Mai 2014 ist Harri Reiche Landrat des aufgrund der Kreisgebietsreform neu entstandenen Burgenlandkreises gewesen. Reiche hatte aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet.[1]

Persönliches[Bearbeiten]

Reiche absolvierte nach einer Ausbildung zum Kessel- und Behälterbauer die Meisterausbildung. Er ist verheiratet.

Politik[Bearbeiten]

Deutsche Demokratische Republik[Bearbeiten]

Reiche war von 1979 bis 1989 Mitglied der SED. Er absolvierte einen Lehrgang an der Parteischule der SED in Ballenstedt.

Von 1985 bis 1994 war Reiche Bürgermeister der Gemeinde Wohlmirstedt.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Nach seinem Eintritt in die SPD wurde Reiche bei den Kommunalwahlen 2001 zum Landrat des Burgenlandkreises gewählt. Im Jahr 2004 trat er aus der SPD wieder aus.

Für die Wahl des Landrates des im Zuge der zweiten Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 neu entstandenen Landkreises Burgenland nominierte der Kreisverband Burgenland der CDU den parteilosen Reiche als seinen Kandidaten. Unterstützt wurde er ebenfalls von der FDP.[2] Reiche setzte sich im ersten Wahlgang am 22. April 2007 mit 51,5 Prozent der Stimmen gegen seine Mitbewerber durch.[3]

Am 10. Januar 2014 kündigte Reiche an, zur nächsten Landratswahl im selben Jahr nicht wieder anzutreten und damit aus dem Amt auszuscheiden.[4]

Kritik[Bearbeiten]

Im Juli 2011 zog Reiche heftige Kritik auf sich, als er eine Vorlage zur Bestellung des neuen Leiters des Jobcenters Burgenlandkreis ohne vorherige Ausschreibung im Kreistag einbrachte. Die Vorberatung der Vorlage im zuständigen Ausschuss hatte erst wenige Stunden vor der Abstimmung stattgefunden. Am Ende wurde die Bestellung des von Reiche Vorgeschlagenen mit knapper Mehrheit beschlossen.[5]

Im Juni 2014 wurde Reiche vorgeworfen, bei der 20-Jahr-Feier des Burgenlandkreises die neuen Kreisgebiete auszublenden. Namhafte Teilnehmer sagten ab.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteldeutsche Zeitung, 23. Mai 2014: Phänomen Harri Reiche tritt ab
  2. Reiche siegt im ersten Anlauf, Mitteldeutsche Zeitung, 23. April 2007.
  3. Ergebnis der Landratswahl 2007 auf den Seiten des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt, abgerufen am 20. April 2013.
  4. Burgenlandkreis: Landrat Reiche tritt zur Wahl nicht wieder an, Mitteldeutsche Zeitung, 8. November 2013.
  5. Burgenlandkreis: Scharfe Kritik am Landrat, Mitteldeutsche Zeitung, 5. Juli 2011.
  6. Streit um Jubiläum des Burgenlandkreises, Mitteldeutsche Zeitung, 20. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten]