Hato-Udo

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Subdistrikt Hato-Udo
Hato-Udo (Osttimor)
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Hauptstadt Hato-Udo
Fläche 243,01 km²[1]
Einwohnerzahl 9.645 (2010)[1]
Sucos Einwohner (2010)[2]
Foho-Ai-Lico 4.123
Leolima 5.522
Übersichtskarte
Hato-Udo im Süden des Distrikts Ainaro
Lage des Distrikts Ainaro

Hato-Udo (Hatu-Udo, Hatu Udo, Hotahudo, Hotudo, Uato-Udo, ehemals: Nova Luca, Nova-Luso) ist der Hauptort des Subdistrikts Hato-Udo im osttimoresischen Distrikt Ainaro.

Der Ort[Bearbeiten]

Hato-Udo liegt 339 m über dem Meer im Suco Leolima, nahe dem See Lagoa Lebomulua. Er liegt in der Mitte eines Siedlungszentrums aus mehreren Ortschaften, die in direkter Nachbarschaft zueinander liegen. Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 61 km nach Norden (26 Straßenkilometer), zur Distriktshauptstadt Ainaro etwa 16 km nach Nordwest. In Hato-Udo gibt es eine vorbereitende Schule für die Sekundärstufe und ein kommunales Gesundheitszentrum. Weitere öffentliche Einrichtungen gibt es in den anderen Orten des Siedlungszentrums.[3]

Der Subdistrikt[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Sucos und Orte von Hato-Udo. Der gleichnamige Ort liegt im Zentrum vom Suco Leolima.

Der Subdistrikt Hato-Udo bildet den südlichsten Teil des Distrikts Ainaro. Während im Osten der Distrikt Manufahi angrenzt, liegen im Westen der Subdistrikt Ainaro und der Distrikt Cova Lima, an einer schmalen Stelle trifft Hato-Udo im Norden auf den Subdistrikt Hatu-Builico. Im Süden liegt die Timorsee. Markanter Punkt der Küste ist der Ponta Lalétec. Entlang der Westgrenze Hatu-Builicos fließt der Belulik, zum Distrikt Manufahi im Osten wird die Grenze durch die Flüsse Aiasa und Caraulun gebildet. An der Grenze zu Cova Lima speist der Belulik mehrere Seen, darunter die Lagoa Oebaba.

Hato-Udo teilt sich in zwei Sucos: Foho-Ai-Lico (Beicala, Beikala) und Leolima (Leo-Lima).

Einwohner und Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Subdistrikt leben 9.645 Einwohner (2010,[1] 2004: 8.817[5]). Die größte Sprachgruppe im Subdistrikt bilden die Sprecher der Nationalsprache Mambai. Im Suco Foho-Ai-Lico sprechen viele Einwohner als Muttersprache Bunak. Sie wanderten in der portugiesischen Kolonialzeit nach Streitigkeiten mit anderen Bunakgruppen aus dem westlichen Ainaro hier ein.[6] Auch Kemak wird im Subdistrikt gesprochen. Neben der katholischen Mehrheit, gibt es noch Muslime und in Foho-Ai-Lico Protestanten.[7] Der Altersdurchschnitt beträgt 18,6 Jahre (2010,[1] 2004: 17,7 Jahre[8]).

61 % der Haushalte bauen Mais an, 59 % Maniok, 58 % Kokosnüsse, 43 % Gemüse, 17 % Reis und 22 % Kaffee.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Während der indonesischen Besatzungszeit wurde der Subdistrikt Hato-Udo vom Distrikt Manufahi abgetrennt und dem Distrikt Ainaro angeschlossen, wofür der Subdistrikt Turiscai von Ainaro zu Manufahi wechselte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hato-Udo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Direcção Nacional de Estatística: 2010 Census Wall Chart (English) (PDF; 2,7 MB)
  2. a b Direcção Nacional de Estatística: Suco Report Volume 4 (englisch) (PDF; 9,8 MB)
  3. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (PDF; 583 kB)
  4. a b Seeds of Life
  5. Direcção Nacional de Estatística Census 2004
  6. Antoinette Schapper: Finding Bunaq: The homeland and expansion of the Bunaq in central Timor, S. 163–186, in: Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays, S. 178–179, 2011
  7. Ainaro District Development Plan 2002/2003 (PDF-Datei; 1,16 MB)
  8. Direcção Nacional de Estatística: Census of Population and Housing Atlas 2004 (PDF; 14,0 MB)

-9.1166666666667125.6Koordinaten: 9° 7′ S, 125° 36′ O