Hedy Urach

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Hedy Urach (* 20. August 1910 in Wien; † 17. Mai 1943 ebenda) war eine österreichische Kommunistin und Widerstandskämpferin gegen das nationalsozialistische Regime.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Hedy Urach stammte aus einem kommunistischen Elternhaus in Wien Hietzing. 1931 und 1932 besuchte sie die Internationale Lenin-Schule in Moskau. 1937, sie war bereits Mitglied im Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Österreichs, wurde sie von den austrofaschistischen Behörden für drei Monate inhaftiert.

Drei Wochen nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde sie für vier Monate inhaftiert. Von 1939 bis 1940 hielt sich Urach in Brüssel auf, wohin sich auch andere KPÖ-Funktionäre (u. a. Alfred Klahr) geflüchtet hatten.

Nach ihrer Rückkehr nach Wien im Herbst 1940 (Belgien war inzwischen von der Wehrmacht besetzt worden) wurde Urach Mitglied der dritten illegalen Parteileitung der KPÖ um Erwin Puschmann. Am 17. Juni 1941 wurde sie verhaftet. Sie wurde vom Berliner Volksgerichtshof, der allmonatlich für einige Tage in Wien tagte, wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Am 17. Mai 1943 wurde Hedy Urach im Wiener Landesgericht hingerichtet.

Im 13. Wiener Gemeindebezirk, Hietzing, wurde 1949 die Hedy-Urach-Gasse nach ihr benannt. Ihr Name findet sich auf einer Gedenktafel vor dem Straßenbahn-Betriebsbahnhof Hetzendorfer Straße 188 in Hietzing (zwei Häuser weiter, auf Nr. 184, hat Urach gewohnt).

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Krassnitzer: Widerstand in Hietzing. Freiheitskampf 1934-1938 und 1938-1945 am Beispiel eines Wiener Bezirks. Edition Volkshochschule, Wien 2004, ISBN 3-900-799-58-X

Weblinks[Bearbeiten]