Helen Vinson

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Helen Vinson (* 17. September 1907 in Beaumont, Texas; † 7. Oktober 1999, Chapel Hill, North Carolina; geboren als Helen Rulfs) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Helen Vinson machte nach einer Ausbildung an der University of Texas at Austin rasch Karriere beim Theater und schaffte den Sprung an den Broadway, wo sie unter anderem in dem Stück Los Angeles auftrat. 1932 unterschrieb sie einen Vertrag bei der Filmgesellschaft Warner Bros. und gab ihr Debüt an der Seite von Kay Francis und William Powell in Ein Dieb mit Klasse. Es folgten weitere Rollen, darunter in Ich bin ein entflohener Kettensträfling neben Paul Muni und als Freundin von Loretta Young in Grand Slam und They Call It Sin.

Helen Vinson spezialisierte sich rasch auf den Part der anderen Frau und übernahm häufig die Rolle der zynischen Ehebrecherin oder der boshaften Ehefrau, die das Glück ihres Ehemanns mit einer anderer Frau nach Kräften zu verhindern sucht. Exemplarisch dafür war ihr Auftritt neben Ann Harding in The Life of Vergie Winters aus dem Jahr 1934, in dem Vinson durch eine Lüge dafür sorgt, dass Harding unschuldig für 20 Jahre ins Gefängnis kommt. In The Wedding Night war Vinson die selbstsüchtige Ehefrau von Gary Cooper, die durch Intrigen sein Glück mit Anna Sten verhinderte. Ein ihrer besten Rollen hatte sie gegen Ende der Dekade in dem Film Nur dem Namen nach als gemeine, rachsüchtige Freundin von Kay Francis.

Der Filmhistoriker James Quirk erteilte ihr aufgrund ihrer Fähigkeit, unsympathische Charaktere glaubhaft darzustellen, den nicht ganz ernsthaft gemeinten Titel The Bitch You Love to Hate.

1944 zog sich Vinson ins Privatleben zurück.

Sie war von 1935 bis 1940 mit dem Tennisprofi Fred Perry verheiratet.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Helen Vinson – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien