William Powell

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Schauspieler William Powell; für den Sänger von „The O'Jays“ siehe William Powell (Sänger), für den Keyboarder von „Lynyrd Skynyrd“ siehe Billy Powell.

William Horatio Powell (* 29. Juli 1892 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 5. März 1984 in Palm Springs, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Gemeinsam mit Kay Francis bildete Powell in sechs Filmen von 1930 bis 1932 ein beliebtes Leinwandpaar, zwischen 1934 und 1947 war er in nicht weniger als 14 Filmen der Partner von Myrna Loy, darunter in Serie Der dünne Mann, in denen Powell und Loy verschiedene Kriminalfälle lösten.

Leben[Bearbeiten]

Bevor Powell zum Film kam, war er zehn Jahre lang Theaterschauspieler. 1922 feierte er sein Filmdebüt in dem Marion Davies When Knighthood Was in Flower. 1924 erhielt er einen Studiovertrag bei Paramount Pictures, spielte in zahlreichen Stummfilmen, darunter Josef von Sternbergs Sein letzter Befehl neben Emil Jannings. Der Erfolg stellte sich erst mit Beginn des Tonfilms ein. Powell drehte damals eine Anzahl Melodramen mit Kay Francis, mit der neben Ruth Chatterton 1932 zu Warner Brothers wechselte. Im selben Jahr hatte er mit Francis zwei finanziell erfolgreiche Auftritte in Jewel Robbery und One Way Passage. Seinen endgültigen Durchbruch hatte er 1934 nach einem Wechsel zu MGM, wo er vor allem durch Der dünne Mann bekannt wurde. Powell erhielt für seine Darstellung auf der Oscarverleihung 1935 seine erste Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller. Weitere Nominierungen bekam er für seine Darstellungen in Mein Mann Godfrey und Unser Leben mit Vater.

Mit Myrna Loy, neben der er zuerst in Manhattan Melodrama auftrat, bildete er bis 1948 in 14 Filmen ein populäres Leinwandpaar. Populär wurde ihre Zusammenarbeit in der Dünne Mann-Filmreihe, wo er in 6 Filmen den Detektiv Nick Charles und Loy seine Ehefrau Nora verkörperte. Luise Rainer gab 1935 neben William Powell ihr US-Debüt in Seitensprung, dem amerikanischen Remake des österreichischen Films Maskerade mit Paula Wessely 1936 war Powell als Theaterimpressario Florenz Ziegfeld junior in Der große Ziegfeld zu sehen, in dem Luise Rainer und Myrna Loy Ziegfields Ehefrauen spielten. Der Film erhielt den Oscar als bester Film des Jahres, während Rainer für ihren nur gut 20-minütigen Auftritt als Anna Held als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr war William Powell in Lustige Sünder Teil einer All-Star Cast, die neben ihm Myrna Loy, Spencer Tracy und Jean Harlow umfasste. Der dritte finanzielle Erfolg, in dem Powell 1936 zu sehen war, bildete die Screwball Comedy Mein Mann Godfrey an der Seite von Carole Lombard. Weitere Erfolge bildeten 1937 The Last of Mrs. Cheyney an der Seite von Joan Crawford und 1940 Liebling, du hast dich verändert, wieder mit Myrna Loy als Partnerin. 1947 war er neben Irene Dunne in Unser Leben mit Vater, der Verfilmung des damals erfolgreichsten Broadwaystücks zu sehen. Zu seinen letzten Leinwandauftritten gehörte 1953 die Rolle in Wie angelt man sich einen Millionär? und 1955 sein Auftritt in Mervyn LeRoys Filmadaption von Keine Zeit für Heldentum, ehe er sich komplett ins Privatleben zurückzog.

Er war dreimal verheiratet, unter anderem mit Carole Lombard. Powell war über Jahre mit Jean Harlow liiert. 1940 heiratete er die Schauspielerin Diana Lewis, mit der er bis zu seinem Tod zusammenblieb. William Powell verstarb im März 1984 mit 91 Jahren an einem Kreislaufstillstand und wurde auf dem Desert Memorial Park in Cathedral City, Kalifornien begraben.[1]. Ein Stern auf dem Hollywood Boulevard, Höhe 1636 Vine Street, erinnert an den Schauspieler.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar/Bester Hauptdarsteller[Bearbeiten]

New York Film Critics Circle Award/Bester Hauptdarsteller[Bearbeiten]

  • 1947 - Gewonnen für Unser Leben mit Vater und Der Senator war indiskret

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1922: When Knighthood Was in Flower
  • 1924: Die Hochzeit von Florenz (Romola)
  • 1926: Beau Geste
  • 1926: Der große Gatsby
  • 1927: Señorita
  • 1928: Sein letzter Befehl (The Last Command)
  • 1928: The Dragnet
  • 1929: Die Stimme aus dem Jenseits (The Canary Murder Case)
  • 1929: Vier Federn (The Four Feathers)
  • 1929: Das Haus des Schreckens (The Greene Murder Case)
  • 1930: Der Schuß aus dem Dunkel (The Benson Murder Case)
  • 1930: Street of Chance
  • 1930: For the Defense
  • 1931: Ladies’ Man
  • 1932: Ein ausgefuchster Gauner (High Pressure)
  • 1932: Ein Dieb mit Klasse (Jewel Robbery)
  • 1932: Reise ohne Wiederkehr (One Way Passage)
  • 1933: Double Harness
  • 1933: Der Detektiv und die Spielerin (Private Detektive 62)
  • 1933: The Kennel Murder Case
  • 1934: Liebe ohne Zwirn und Faden (Fashions of 1934)
  • 1934: Manhattan Melodrama
  • 1934: Der dünne Mann (The Thin Man)
  • 1935: Herr Sherlock und Frau Holmes (Star of Midnight)
  • 1935: Seitensprung (Escapade)
  • 1935: Die öffentliche Meinung (Reckless)
  • 1935: Spione küßt man nicht (Rendezvous)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: William Powell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. knerger.de: Das Grab von William Powell