Helmut Castritius

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Helmut Castritius (* 4. Juli 1941 in Darmstadt) ist ein deutscher Althistoriker.

Helmut Castritius studierte Lateinische Philologie, Geschichte und Provinzialrömische Archäologie. Er promovierte 1968 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main über das Thema Studien zu Maximinus Daia. Von 1966 bis 1972 wirkte er als Assistent an der Universität Marburg. Gleichzeitig nahm er einen Lehrauftrag an der Technischen Universität Darmstadt wahr. 1972 wechselte er in derselben Eigenschaft an die Universität Düsseldorf, 1973 als Akademischer Rat an die Universität Bochum, wo er 1974 zum Akademischen Oberrat ernannt wurde. Seine Habilitation erreichte er dort mit der Schrift Der römische Prinzipat als Republik; die Arbeit wurde 1982 publiziert und sorgte in der Fachwelt für ebenso viel Aufsehen wie Ablehnung, da sich die große Mehrheit der Forscher der Kernthese, Augustus habe die Römische Republik nicht nur de iure, sondern auch de facto wiederhergestellt, nicht anschließen mochte.

Castritius wirkte ab 1974 als Wissenschaftlicher Rat und Professor (ab 1978: C3-Professor) für Alte Geschichte an der TU Braunschweig. 2004 trat er in den Ruhestand; die Professur für Alte Geschichte wurde aus dem Etat gestrichen und nicht neu besetzt. Castritius ist aktives Mitglied des Breuberg-Bundes und forscht dort unter anderem zur Arnheiter Kapelle und zu römerzeitlichen Funden des Odenwaldes. Er wirkte zudem lange Jahre im Denkmalbeirat der Stadt Darmstadt.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Verfassungsgeschichte der Prinzipatszeit und der Spätantike, die Ethnogenese der Stämme in der Völkerwanderungszeit und die jüdisch-nichtjüdische Beziehungsgeschichte.

Schriften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender. 21. Ausgabe, 2007, S. 506.

Weblinks[Bearbeiten]