Technische Universität Braunschweig

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Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
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Gründung 1745
Ort Braunschweig
Bundesland Niedersachsen
Staat Deutschland
Präsident Jürgen Hesselbach
Studenten 17.129 (WS 2013/14)[1]
Mitarbeiter 3.445 (2013)[1]
davon Professoren 230 (2012)[2]
Jahresetat Haushaltsvolumen: 275 Mio. € (2012)[1]
Drittmittel: 70 Mio. € (2012)[1]
Netzwerke TU9, NTH
Website tu-braunschweig.de
Deutsche Sonderbriefmarke 1995

Die Technische Universität Braunschweig besitzt mit ihrer bis auf das Jahr 1745 zurückreichenden Geschichte die längste Tradition unter den Technischen Universitäten in Deutschland. Die Universität ist Mitglied der TU9 German Institutes of Technology e. V.

Geschichte[Bearbeiten]

Collegium Carolinum um 1746

Die heutige Technische Universität Braunschweig geht zurück auf eine 1745 auf Anregung des Hofpredigers J. F. W. Jerusalem durch Carl I. unter dem Namen Collegium Carolinum in Braunschweig gegründete Bildungsinstitution, welche zwischen Gymnasium und Universität einzuordnen ist. Die Aufgabe des am Bohlweg angesiedelten Collegium Carolinum war zunächst vor allem die Ausbildung von Beamten. Mit der Berufung von Literaturhistorikern wie Johann Joachim Eschenburg und dem Kreis der Bremer Beiträger an das Collegium Carolinum sowie Gotthold Ephraim Lessing an die Herzog August Bibliothek wurde das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für kurze Zeit zu einem intellektuellen Zentrum der Aufklärung in Deutschland.[3] Nach seiner Auflösung im Jahre 1808 und der Umwandlung in eine Militärakademie wurde das Collegium 1814 wieder eröffnet. Nach einer immer stärkeren Zunahme der naturwissenschaftlich-technischen Fächer wurde das Collegium 1878 in Herzogliche Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina umbenannt, und erhielt schließlich 1968 den aktuellen Namen Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig.

Im Jahre 1894 erhielt die Herzogliche Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina eine Rektoratsverfassung. 1900 folgte die Verleihung des Promotionsrechts. 1909 erfolgte die Generelle Genehmigung des Studiums für Frauen, die auch die Zahl der Studentinnen und Studenten in Braunschweig stark vergrößerte. Durch die Übernahme der Lehrerausbildung in der Abteilung für Kulturwissenschaften der Technischen Hochschule Braunschweig ab dem Jahre 1927 nahm die geisteswissenschaftliche Prägung der Hochschule wieder stark zu. Aufgrund der Raumnot befanden sich Teile der Hochschule, insbesondere die Geisteswissenschaften, im Braunschweiger Schloss. Bereits im Jahre 1937 ging diese Abteilung der Hochschule durch die Gründung der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung wieder verloren. Ihr wurden die meisten Dozenten und Dozentinnen und Fächer der kulturwissenschaftlichen Abteilung angegliedert. Die Hochschule selbst geriet durch den Abzug dieser studentenstärksten Abteilung in eine Existenzkrise. Kurzzeitig wurde eine Fusion mit der Technischen Universität Clausthal in Erwägung gezogen.

TU Braunschweig, historisches Hauptgebäude
TU Braunschweig, Audimax

In der Zeit des Nationalsozialismus verlor die Technische Hochschule 1933 durch Entlassungen und Verfolgung fast 20 % ihres Lehrkörpers, insbesondere jüdische und sozialdemokratisch ausgerichtete Lehrer und Lehrbeauftragte. Grund war die von den Nationalsozialisten beabsichtigte Gleichschaltung der Hochschulen. 1937 wurde die Technische Hochschule durch Zusammenfassung der Abteilungen in drei Fakultäten (Allgemeine Wissenschaften, Bauwesen, Maschinenwesen) neu strukturiert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 nahm die TH Braunschweig trotz siebzigprozentiger Zerstörung als erste deutsche Hochschule den Vorlesungsbetrieb wieder auf.

1972 etablierte die Technische Universität Braunschweig als erste niedersächsische Hochschule den Studiengang Informatik. 1978 folgte die Eingliederung der Pädagogischen Hochschule in die TU. Ebenso wurde die Präsidialverfassung eingeführt. 1987 wurde das neue Biozentrum eingeweiht. Die TU Braunschweig richtete als erste wissenschaftliche Hochschule gemeinsam mit der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) die Studiengänge Biotechnologie und Bioverfahrenstechnik ein. Ein Jahr später wurde (als dritte Hochschule in Deutschland) die Geoökologie eingeführt. 1989 schuf die TU Braunschweig als einzige niedersächsische Hochschule vier Simultanstudiengänge des Wirtschaftsingenieurwesens.

Im Jahre 1990 wählte die TU mit Erika Hickel[4] als erste Technische Universität eine Frau zur Vizepräsidentin.

1995 wurde unter dem Motto „Projekt Zukunft“ das 250-jährige Jubiläum gefeiert. Zahlreiche Gäste, wie Bundespräsident Roman Herzog, der amerikanische Außenminister a. D. Henry A. Kissinger und Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, gaben der TU Braunschweig die Ehre.

Am 29. September 1996 wurde der ICE 597 „Carolo-Wilhelmina“ als erster ICE nach einer Universität benannt.

Am 1. November 2004 besuchte der damalige Bundespräsident Horst Köhler gemeinsam mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff die TU.

Am 18. Oktober 2007 wurde eine Intensivierung der Kooperation zwischen der TU Braunschweig und der Volkswagen AG bekannt gegeben. Demnach soll ein umfangreiches, aus zehn Instituten bestehendes Fahrzeugtechnisches Zentrum eingerichtet und zum großen Teil am Flughafen Braunschweig angesiedelt werden.

Forschung[Bearbeiten]

Seit 265 Jahren wird an der Technischen Universität Braunschweig geforscht. Die Schwerpunkte spiegeln sich unter anderem in den Carolo-Wilhelmina-Forschungszentren wider.[5]

Braunschweig Integrated Centre of Systems Biology (BRICS)
Das BRICS ist ein interdisziplinäres Zentrum in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. In ihm arbeiten drei Abteilungen des Helmholtz-Zentrums sowie Institute aus drei Fakultäten der TU Braunschweig zusammen. Am BRICS werden mit Methoden der Systembiologie Mikroorganismen in den Bereichen Biotechnologie und Infektionsforschung untersucht. Mit Hilfe von mathematischen Modellen sollen neue Anti-Infektiva und neue biotechnologische Produktionsverfahren entwickelt werden.
Laboratory for Emerging Nanometrology and Analytics (LENA)
Im Laboratory for Emerging Nanometrology forschen Institute der TU Braunschweig zusammen mit Abteilungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmen sich Nanonormalen, Methodenentwicklungen und ubiquitären Sensoren und Standards. Sie wollen die Grenzen des Messbaren erforschen und die Metrologie-Forschung bündeln und weiter stärken. Schwerpunkt ist die Metrologie 3-dimensionaler Nanosysteme.
Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF)
Im Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zum Metropolitan Car forschen: Sie wollen Antworten auf soziale und ökologische Herausforderungen finden, welche mit der verstärkten Urbanisierung einhergehen. Neben der TU Braunschweig, welche hier federführend tätig ist, sind das DLR sowie die Leibniz Universität Hannover beteiligt.
Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik (PVZ)
Medikamente kostengünstiger herstellen, die beispielsweise genau auf den Patienten abgestimmt sind – dies wollen die Forscherinnen und Forscher am PVZ mit neuen Fertigungstechnologien möglich machen. In einem in Deutschland bisher einmaligen Modell arbeiten Experten aus Pharmazie, Verfahrenstechnik und Mikrotechnik langfristig zusammen.

Lehre[Bearbeiten]

Die Technische Universität Braunschweig bietet 64 Studiengänge an 6 Fakultäten mit rund 120 Instituten an. Neben den Ingenieurwissenschaften gehören die Naturwissenschaften zu den Kerndisziplinen der Hochschule. Diese sind eng mit den Wirtschafts-, Sozial-, Geistes- und Erziehungswissenschaften vernetzt. Von der Forschungsorientierung der Hochschule profitieren die Studenten: Ihnen wird Forschung und Entwicklung in vielen Praxisprojekten vermittelt. Diese Kenntnisse können in einer der über 80 studentischen Gruppen angewendet und vertieft werden. Vom Bau eines Satelliten über Rennfahrzeuge bis hin zur Mitwirkung in einer Theatergruppe – viele Studentinnen und Studenten engagieren sich neben dem Studium.[6]

Mit der Umstellung auf das Bachelor-Master-System ab Wintersemester 2003/2004 wurden viele Studiengänge neu konzipiert. Generell ist das Studium an der TU Braunschweig interdisziplinär angelegt. Dies zeigt sich auch in fächerübergreifenden interdisziplinären Studiengängen wie Umweltingenieurwesen, Informations-Systemtechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen.[6]

An der TU Braunschweig können nicht nur Studentinnen und Studenten lernen: Für Lehrende aller niedersächsischen Hochschulen besteht ein vielfältiges Weiterbildungsangebot vom Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen.[7] Zur Verbesserung der Lehre an der TU Braunschweig gibt es das BMBF-Projekt teach4TU. Ziel des Projektes ist, einerseits die Zusammenarbeit der Lehrenden zu unterstützen und andererseits die Qualität der Lehre breitenwirksam und nachhaltig zu verbessern.[8]

Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen[Bearbeiten]

QL:next Programm am KHN

Das an der TU Braunschweig angesiedelte Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen (KHN) hat zum Ziel, die Lehre an niedersächsischen Hochschulen zu verbessern. Zu diesem Zweck werden verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung angeboten:

  • Weiterbildung in der Hochschullehre (WindH): Das WindH-Programm richtet sich an alle Lehrenden an Hochschulen und umfasst insgesamt einen Zeitraum von 21 Tagen. Neben einem Pflichtprogramm (u. a. Didaktische Gesprächsführung, Beratung und Coaching in der Hochschule oder einer Einführung ins E-Learning) können verschiedene Wahlpflichtbausteine belegt werden.
  • Stud.IP: Das KHN koordiniert die Einführung des Lernmanagementsystems an der TU Braunschweig. Um die Lehrenden in der Nutzung des System zu unterstützen, wird ein umfangreiches Support-Konzept realisiert.
  • teach4TU: Das KHN kooperiert mit dem BMBF geförderten Projekt.

Projekt teach4TU[Bearbeiten]

Basisqualifizierung im Projekt teach4TU

Im Sommer 2012 startete das Projekt teach4TU, dessen Ziel es ist, die hochschuldidaktischen Qualifikationen der wissenschaftlichen Mitarbeiter zu stärken. Für diesen Zweck wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung insgesamt 8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.[9]

Das Projekt gliedert sich in mehrere Teilprojekte mit teils unterschiedlichen Zielgruppen:

  • Basisqualifizierung: Vermittlung von Grundlagen der Hochschuldidaktik für wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Co-Teaching: Vertiefung hochschuldidaktischer Qualifikationen mit Fokus auf Planung und Durchführung von Lehre durch mehrere Personen
  • Akademische Fachberatung: Vertiefung hochschuldidaktischer Qualifikationen mit Fokus auf Lehrprojekte
  • ProfessorInnen-Programm: spezielles Angebot für Professoren, das neben Einzelworkshops auch individuelles Coaching umfasst
  • Innovationsprogramm: Förderung und Unterstützung neuer Lehrkonzepte und Ausrichtung des studentischen Lehrpreises LehrLEO
  • E-Portfolio: Bereitstellung eines persönlichen Blogs inklusive Beratung, um die eigene Lehre zu reflektieren, zu dokumentieren und zu präsentieren

Sag’s uns[Bearbeiten]

Ideenblog Sag’s uns

Im Jahr 2009 startete an der TU Braunschweig die Ideenplattform Sag’s uns, die sich speziell an Studenten und Studentinnen richtet und Lehre und Studium verbessern soll. Ideen, Lob und Probleme der Studentinnen und Studenten können in einem frei zugänglichen Blog innerhalb des Webauftritts der Universität gesammelt und diskutiert werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, Kommilitonen mit ähnlichen Verbesserungsvorschlägen oder Fragen finden, um miteinander und mit Hochschulvertretern gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat Sag’s uns zu einem der besten Hochschulprojekte bundesweit gekürt: Im März 2010 ist das Projekt als Hochschulperle des Monats ausgezeichnet worden.[10]

Studentisches Leben[Bearbeiten]

Man kann seine Freizeit in zahlreichen Kneipen im Univiertel Braunschweigs verbringen oder am Angebot des Unisports (über 70 Sportarten[11]) teilnehmen. Cineasten besuchen studentische Kinos im Audimax sowie dem Studentenwohnheim an der Schunter. Studentinnen und Studenten können im Sprachenzentrum der TU Braunschweig Fremdsprachen erlernen. Seit dem Jahr 2005 wird jährlich der „Ideenwettbewerb MacGyver“ ausgerichtet. Dabei lösen Schüler/Schülerinnen und Studenten/Studentinnen eine knifflige Aufgabe im Stil eines MacGyvers. Außerdem wird jedes Jahr der „TU-DAY“ bzw. die „TU-NIGHT“ durchgeführt, an dem sich alle Institutionen vorstellen und ihre Arbeit vorführen. Des Weiteren gibt es jedes Jahr das Sommerfest am Sportzentrum, welches in der Regel Ende Juni statt findet.

Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften[Bearbeiten]

Die TU Braunschweig bietet eine Kooperationsstelle für Hochschulen und Gewerkschaften an, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen angehört. Hier können berufsbezogene Themenbereiche wie Gesund bleiben im Beruf – Rahmenbedingungen bei der Arbeit und Handlungsspielräume vertieft werden. Die Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften Region SüdOstNiedersachsen (SON) wird dabei gemeinsam von der TU Braunschweig, der TU Clausthal, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und der HBK sowie vom DGB und weiteren Einzelgewerkschaften der Region sowie der Organisation Arbeit & Leben in Niedersachsen getragen und gefördert.[12]

Struktur[Bearbeiten]

Laut dem Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG)[13] sind die zentralen Organe der Hochschule das Präsidium, der Hochschulrat und der Senat. Zusätzlich gliedert sich die Hochschule in sechs Fakultäten, die die Aufgaben der Hochschule, beispielsweise in Forschung oder Lehre, erfüllen.

Präsident[Bearbeiten]

Der Präsident vertritt die Universität nach außen und ist für alle Angelegenheiten zuständig, die nicht durch das NHG oder die Grundordnung der TU Braunschweig einem anderen Organ übertragen sind. Unter anderem hat er Vorschläge zur Entwicklungsplanung der Universität zu erarbeiten und fortlaufend die Öffentlichkeit zu unterrichten. Er führt (ohne Stimmrecht) den Vorsitz im Senat und den zentralen Kommissionen, soweit der Vorsitz nicht Vizepräsidenten oder Senatsbeauftragten übertragen ist (siehe Vizepräsidenten). Außerdem führt er (ohne Stimmrecht) den Vorsitz in der Strategiekommission. Präsident der TU Braunschweig ist Jürgen Hesselbach. Seine Amtszeit begann am 1. Januar 2005.[14] Hesselbach wurde im Mai 2010 für eine zweite Amtsperiode ab 1. Januar 2011 gewählt und ist nun bis 31. Dezember 2018 Präsident der TU Braunschweig.[15]

Hochschulrat[Bearbeiten]

Der Hochschulrat der TU besteht insgesamt aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern, die nicht der Hochschule angehören dürfen und für vier Jahre gewählt werden. Der Hochschulrat berät das Präsidium und den Senat und nimmt zu den Entwicklungs- und Wirtschaftsplänen Stellung und zur Gründung von bzw. zur Beteiligung an Unternehmen durch die Hochschule. Außerdem wirkt er bei der Besetzung des Hochschulpräsidiums mit.[16]

Senat[Bearbeiten]

Dem Senat gehören 13 unmittelbar gewählte stimmberechtigte Mitglieder an (§ 41 NHG). Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • 7 Mitglieder der Hochschullehrergruppe
  • 2 Mitglieder der Studentengruppe
  • 2 Mitglieder der Mitarbeitergruppe (Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiter)
  • 2 Mitglieder der MTV-Gruppe (Gruppe der Mitarbeiter im technischen und Verwaltungsdienst)

Der Senat beschließt die Ordnungen der Hochschule (soweit nicht die Fakultät zuständig ist) und insbesondere die Grundordnung. Er beschließt die Entwicklungsplanung sowie den Frauenförderplan.[17]

Fakultäten und Institute[Bearbeiten]

An der TU-Braunschweig gibt es 156[18] Institute und Einrichtungen, die sich auf die folgenden sechs Fakultäten[19] verteilen:

1. Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät
Mathematik Informatik Wirtschaftswissenschaften Sozialwissenschaften
  • Analysis und Algebra
  • Computational Mathematics
  • Mathematische Optimierung
  • Mathematische Stochastik
  • Wissenschaftliches Rechnen
  • Theoretische Informatik
  • Programmierung und Reaktive Systeme
  • Informationssysteme
  • Softwaretechnik und Fahrzeuginformatik
  • Betriebssysteme und Rechnerverbund
  • Robotik und Prozessinformatik
  • Wissenschaftliches Rechnen
  • Medizinische Informatik
  • Computergraphik
  • Marketing
  • Organisation und Führung
  • Controlling und Unternehmensrechnung
  • Finanzwirtschaft
  • Automobilwirtschaft und Industrielle Produktion
  • Wirtschaftsinformatik
  • Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht
  • Volkswirtschaftslehre
  • Sozialwissenschaften
2. Lebenswissenschaften[20]
Biologie/Biotechnologie Chemie/Lebensmittelchemie Pharmazie Psychologie
  • Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik
  • Genetik
  • Mikrobiologie
  • Pflanzenbiologie
  • Zoologisches Institut
  • Anorganische und Analytische Chemie
  • Lebensmittelchemie
  • Ökologische und Nachhaltige Chemie
  • Organische Chemie
  • Physikalische und Theoretische Chemie
  • Technische Chemie
  • Medizinische und Pharmazeutische Chemie
  • Pharmakologie, Toxikologie und Klinische Pharmazie
  • Pharmazeutische Biologie
  • Pharmazeutische Technologie
  • Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften
    mit Schwerpunkt Pharmaziegeschichte
  • Psychologie
  • Forschungsgesellschaft für Kognitive Neurologie
3. Architektur[21]
Architektur Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften
  • Architekturbezogene Kunst
  • Baugeschichte
  • Baukonstruktion
  • Entwerfen und Baugestaltung
  • Entwerfen und Gebäudelehre
  • Entwerfen und Raumkomposition
  • Gebäude- und Solartechnik
  • Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt
  • Industriebau und Konstruktives Entwerfen
  • Landschaftsarchitektur
  • Mediales Entwerfen
  • Städtebau
  • Städtebau und Entwurfsmethodik
  • Tragwerksentwurf
  • Angewandte Mechanik
  • Baukonstruktion und Holzbau
  • Baustoffe, Massivbau und Brandschutz
  • Bauwerkserhaltung und Tragwerk
  • Bauwirtschaft und Baubetrieb
  • Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung
  • Geodäsie und Photogrammetrie
  • Geoökologie
  • Geosysteme und Bioindikation
  • Grundbau und Bodenmechanik
  • Rechnergestützte Modellierung im Bauingenieurwesen
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Stahlbau
  • Statik
  • Straßenwesen
  • Verkehr- und Stadtbauwesen
  • Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb
  • Leichtweiß-(Inst. f.) Wasserbau
4. Maschinenbau (Wirtschaftsingenieurwesen, Bioingenieurwesen, Mobilität und Verkehr)
Institute Vertiefungen des Maschinenbaus
  • Adaptronik und Funktionsintegration (IAF)
  • Bioverfahrenstechnik (IBVT)
  • Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV)
  • Dynamik und Schwingungen (IDS)
  • Energie- und Systemverfahrenstechnik (InES)
  • Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (IFU)
  • Fahrzeugtechnik (IfF)
  • Festkörpermechanik (IFM)
  • Flugantriebe und Strömungsmaschinen (IFAS)
  • Flugführung (IFF)
  • Flugzeugbau und Leichtbau (IFL)
  • Füge- und Schweißtechnik (IFS)
  • Konstruktionstechnik (IK)
  • Luft- und Raumfahrtsysteme (ILR)
  • Mikrotechnik (IMT)
  • mobile Maschinen und Nutzfahrzeuge (IMN)
  • Oberflächentechnik (IOT)
  • Partikeltechnik (iPAT)
  • Produktionsmesstechnik (IPROM)
  • Strömungsmechanik (ISM)
  • Thermodynamik (IFT)
  • Verbrennungskraftmaschinen (IVB)
  • Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik (iVA)
  • Werkstoffe (IfW)
  • Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF)
  • Allgemeiner Maschinenbau
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Kraftfahrzeugtechnik
  • Energie- und Verfahrenstechnik; Bioverfahrenstechnik
  • Produktions- und Systemtechnik
  • Mechatronik
  • Materialwissenschaften.
5. Elektrotechnik
Elektrotechnik / Informationstechnik Physik
  • Datentechnik und Kommunikationsnetze
  • Elektrische Maschinen, Antriebe und Bahnen
  • Elektrische Messtechnik und Grundlagen der Elektrotechnik
  • Elektromagnetische Verträglichkeit
  • Halbleitertechnik
  • Hochfrequenztechnik
  • Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen
  • Nachrichtentechnik
  • Elektronische Bauelemente und Schaltungstechnik
  • Regelungstechnik
  • Physik der kondensierten Materie
  • Angewandte Physik
  • Theoretische Physik
  • Mathematische Physik
6. Geistes- und Erziehungswissenschaften
Geistes- und Erziehungswissenschaften
  • Erziehungswissenschaft
  • Didaktik der Mathematik und Elementarmathematik
  • Fachdidaktik der Naturwissenschaften
  • Germanistik
  • Englisches Seminar
  • Historisches Seminar
  • Seminar für Philosophie
  • Pädagogische Psychologie
  • Seminar für Musik und Musikpädagogik

Standorte[Bearbeiten]

Die Hörsäle, Institute und Einrichtungen der TU Braunschweig verteilen sich auf vier Standorte innerhalb von Braunschweig sowie auf den MobileLifeCampus in Wolfsburg.

Zentral-Campus
Der Zentral-Campus bildet sich rund um den Forumsplatz der TU Braunschweig an der Pockelsstraße. An ihn grenzen Auditorium maximum, Universitätsbibliothek sowie das Forumsgebäude an. Hinter dem Forumsgebäude ist das Biozentrum angesiedelt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich das Altgebäude der Hochschule. Zwischen Oker und Schleinitzstraße gibt es das Okerhochhaus, das Haus der Nachrichtentechnik, das Informatikzentrum sowie der Archi-Tower.
Das Forumsgebäude (geplant von Prof. Friedrich Wilhelm Kraemer), Universitätsbibliothek, Audimax und Okerhochhaus (Oesterlen-Bau) sind Bauten der Braunschweiger Schule und stehen unter Denkmalsschutz.
Neben der Universitätsbibliothek befinden sich Institute und fast alle Fakultäten (1 bis 4) auf dem Zentral-Campus sowie das Studienservice-Center im Haus der Wissenschaft, das Sprachenzentrum und eine Außenstelle des Gauß-IT-Zentrums. Zur weiteren Infrastruktur gehören kleine Cafés und Restaurants in der näheren Umgebung, die Mensa Katharinenstraße des Studentenwerks sowie das Haus der Wissenschaft. Aktuell wird am Rebenring zwischen Pockelsstraße und Bültenweg das BRICS gebaut.
Campus Ost
Am Campus Ost angrenzend haben Sportzentrum, Gauß-IT-Zentrum und das Haus der Elektrotechnik ihre Standorte. Auf dem Campus befinden sich viele Institute aus der Fakultät Maschinenbau sowie die Pharmazie und einige Institute des Departments Bauingenieurwesen. Die Mensa Beethovenstraße versorgt den Campus Ost sowie den Campus Nord.
Campus Nord
Am Campus Nord befindet sich das Geisteswissenschaftliche Zentrum der TU Braunschweig. Auf dem ehemaligen Kasernengelände des Bundesgrenzschutz sitzen nun die Fakultät 6 sowie viele geistes- und sozialwissenschaftliche Institute. Dort sind einige Fachbibliotheken sowie ein neues Hörsaalgebäude angesiedelt. Ein kleiner Campus Pavillon des Studentenwerks Ostniedersachsen versorgt die Studenten und Forscher.
Campus Forschungsflughafen
Das Niedersächsische Forschungszentrum für Fahrzeugtechnik (im Bau bis 2014) und der Campus Forschungsflughafen befinden sich am Campus Forschungsflughafen. Damit wird das Forschungsgelände am Flughafen Braunschweig weiter ausgebaut, an dem neben dem DLR auch einige Luftfahrt- und Raumfahrtunternehmen angesiedelt sind.

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Prägend für die Braunschweiger Schule waren Architekten wie Friedrich Wilhelm Kraemer, Dieter Oesterlen und Walter Henn, die an dieser Hochschule lehrten. Durch weitere Hochschullehrer wie Ludwig Winter, Constantin Uhde, Georg Lübke und Carl Mühlenpfordt erhielt die Architekturlehre an der Herzoglichen Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina ein überregionales Renommee.

Weitere zahlreiche bekannte Personen studierten oder lehrten an der TU Braunschweig. Dazu gehören die Chemie-Nobelpreisträger Manfred Eigen, Georg Wittig, der Physik-Nobelpreisträger Klaus von Klitzing, die Mathematiker Richard Dedekind und Carl Friedrich Gauß, die Schriftsteller und Literaturhistoriker Justus Friedrich Wilhelm Zachariae und Johann Joachim Eschenburg, der Botaniker Carl Georg Oscar Drude und den ehemaligen SAP-Chef Henning Kagermann. Weitere Personen befinden sich auf der Liste bekannter Persönlichkeiten der TU Braunschweig.

Ehrendoktoren und -senatoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Folgenden Personen wurde die Ehrendoktorwürde verliehen[22]
Folgende Personen wurden zu Ehrensenatoren ernannt

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Walter Kertz; in Zusammenarbeit mit Peter Albrecht et al. (Hrsg.): Technische Universität Braunschweig: vom Collegium Carolinum zur Technischen Universität; 1745–1995. Olms, Hildesheim / Zürich / New York 1995, ISBN 3-487-09985-3.
  • Helmuth Albrecht: Hochschule und Politik. Die TH Braunschweig in der Weimarer Republik (1918–1933). In: Werner Pöls, Klaus Erich Pollmann (Hrsg.): Moderne Braunschweigische Geschichte. Georg Olms Verlag, Hildesheim 1982, ISBN 3-487-07316-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Technische Universität Braunschweig – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Technische Universität Braunschweig: TU in Zahlen (Deutsch) Technische Universität Braunschweig. Abgerufen am 1. Juli 2013.
  2. Persnal auf tu-braunschweig.de. Abgerufen am 27. Juli 2013. (PDF; 31 kB)
  3. Isa Schikorsky: Gelehrsamkeit und Geselligkeit. Abt Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709–1789) in seiner Zeit. Ausstellungskatalog. Braunschweig 1989; Fritz Meyen: Bremer Beiträger am Collegium Carolinum in Braunschweig. in: K. Chr. Gärtner, J. A. Ebert, F. W. Zachariä, K. A. Schmid: Braunschweiger Werkstücke. 26. Waisenhaus-Buchdr. und Verl., Braunschweig 1962.
  4. Vorlesungsverzeichnis der TU Braunschweig WS 1990/1991.
  5. Technische Universität Braunschweig: Forschung (Deutsch) Technische Universität Braunschweig. Abgerufen am 14. August 2013.
  6. a b Uniguide (Deutsch) Technische Universität Braunschweig. Abgerufen am 23. Juli 2013.
  7. TU Braunschweig: KHN (Deutsch) Technische Universität Braunschweig. Abgerufen am 23. Juli 2013.
  8. TU Braunschweig: teach4TU (Deutsch) Technische Universität Braunschweig. Abgerufen am 23. Juli 2013.
  9. Informationsdienst Wissenschaft: Qualitätspakt des BMBF: Acht Millionen Euro zusätzlich für die Lehre an der TU Braunschweig
  10. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft: TU Braunschweig: Mit Web 2.0 studentische Ideen einsammeln. Stand: Juli 2011.
  11. tu-braunschweig.de: Unisport. Stand: Mai 2009
  12. Kooperationsstelle Hochschulen – Gewerkschaften Region SüdOstNiedersachsen. auf braunschweig.ihk.de und Kooperationsstelle Hochschulen-Gewerkschaften Braunschweig / SON auf vorlesungen.tu-bs.de
  13. Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) auf mwk.niedersachsen.de
  14. tu-braunschweig.de: Präsident
  15. Meldung des Informationsdienstes Wissenschaft
  16. tu-braunschweig.de: Hochschulrat, Stand: Mai 2009.
  17. tu-braunschweig.de: Senat. Stand: Mai 2009.
  18. tu-braunschweig.de: Institute. Stand: August 2011
  19. tu-braunschweig.de: Fakultäten. Stand: September 2011.
  20. Biologie/Biotechnologie, Chemie/Lebensmittelchemie, Pharmazie, Psychologie,. In: Webseite Technische Universität Braunschweig. 22. Oktober 2012, abgerufen am 26. März 2013.
  21. Department Architektur und Department Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften. In: Webseite Technische Universität Braunschweig. 10. Dezember 2012, abgerufen am 26. März 2013.
  22. biblio.tu-bs.de Liste der Ehrendoktoren der TU Braunschweig ab 1900; Universitätsbibliothek Braunschweig.
  23. Sein Chef – der Herr Minister. In: Die Zeit, Nr. 45/1966
  24. Berichte aus Forschung und Hochschulleben 1957–1960 der Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (Herausgeber Herbert Wilhelm, 1960).
  25. tu-braunschweig.de

52.27361111111110.529722222222Koordinaten: 52° 16′ 25″ N, 10° 31′ 47″ O