Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche

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50.98944444444412.446944444444Koordinaten: 50° 59′ 22″ N, 12° 26′ 49″ O

Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche

Altenburg Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche.jpg

Konfession: evangelisch

Die Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche (kurz Agneskirche) ist eine evangelische Kirche, die zum Gedenken an die verstorbene Herzogin Agnes von Sachsen-Altenburg von ihrem Gatten Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg in der ostthüringischen Skat- und Residenzstadt Altenburg gestiftet wurde.

Lage[Bearbeiten]

Die Kirche befindet sich östlich des Stadtzentrums und des Residenzschlosses im südöstlichen Schlosspark am Hausweg.

Geschichte[Bearbeiten]

Anlässlich des 50. Jahrestages der Hochzeit des Herzoges Ernst I. von Sachsen-Altenburg mit der Prinzessin Agnes von Anhalt-Dessau am 28. April 1903 stiftete Ernst I. den Kirchenbau zum Andenken an seine 1897 verstorbene Gemahlin. Architekt war der altenburgische Geheime Baurat Alfred Hermann Wanckel. Die Grundsteinlegung fand exakt ein Jahr später statt. Zwei Jahre später, am 28. April 1906 erfolgte die Weihung. Somit erhielten die Ostvorstädte eine eigene Kirche.

Architektur[Bearbeiten]

Blick zum Altarraum

Der Grundriss der Kirche besteht aus einem Langhaus und der rechteckigen östlich gelegenen Gedächtnishalle an der sich die Eingangshalle anschließt. Südlich an die Gedächtnishalle schließt sich der 56 Meter hohe Turm an. Im Westen der Kirche befindet sich der Altarraum in Form eines halben Achteckes. Nördlich davon ist die Herzogskapelle, südlich die Sakristei. Auf dem westlichen Teil des Kirchendaches steht ein Dachreiter.

Als Baumaterial kam Weiberner Kalktuffstein zum Einsatz. Die Kirche ist im Stil der Neoromanik und des Jugendstil ausgeführt. Das Rosenmotiv findet sich überall in der Kirche.

Innengestaltung[Bearbeiten]

Über der Eingangshalle befindet sich die Ladegastorgel. Darüber befindet sich ein rosenförmiges Fenster mit Engelsmotiven. In dem Langhaus befindet sich eine an drei Seiten balkonartig umlaufende vorkragende hölzerne Empore, welche mit Ornamenten verziert ist. In dem Altarraum befindet sich der Sandsteinaltar sowie die verzierte hölzerne Kanzel und die Loge des Herzogpaares. Die Kirche wird im Altarraum abgeschlossen mit drei Bleiglasfenster, auf denen die Himmelfahrt Christis mit den zwölf Jüngern abgebildet ist.

Die ersten drei Glocken stammen aus dem Jahr 1905. Zwei davon wurden im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Sie wurden später durch Bronzeglocken ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle drei Glocken abgenommen. Die heutigen drei Gussstahlglocken stammen von 1955.

Fürstengruft[Bearbeiten]

Die Fürstengruft befindet sich unter dem Altarraum und besitzt einen separaten Eingang an der Südwestecke der Kirche. In ihr sind Herzogin Agnes, Herzog Ernst I. und deren Sohn Georg, der kurz nach seiner Geburt 1856 starb. Von 1927 bis 1939 befand sich auch der Leichnam von Elisabeth von Sachsen-Altenburg in der Fürstengruft, die heute allerdings neben ihrem Bruder Ernst II. im Schloss Fröhliche Wiederkunft in Trockenborn-Wolfersdorf ruht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Löwe, Günter Hummel, Dr. Frank Reinhold Altenburg Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche Beier & Beran. Archäologische Fachliteratur, Altenburg/Langenweißbach/Neumark 2006 (Der kleine sakrale Kunstführer Sonderheft) ISBN 3-937517-46-4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herzogin-Agnes-Gedächtniskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien