Weibern (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weibern
Weibern (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weibern hervorgehoben
50.3997222222227.15430Koordinaten: 50° 24′ N, 7° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Brohltal
Höhe: 430 m ü. NN
Fläche: 10,56 km²
Einwohner: 1575 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56745
Vorwahl: 02655
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 211
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Peter Josef Schmitz

Weibern ist eine Ortsgemeinde in der Eifel im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Brohltal.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Wabern ist ein Ortsteil der Gemeinde.

[Bearbeiten] Geschichte

Weibern wurde im Jahr 865 n. Chr. zum ersten Mal in einer Urkunde der Abtei Prüm erwähnt. König Ludwig II. schenkte Prüm die Kapellen zu Güsten und Bachem im Jülicher Land mit ihrem Zubehör. Unter das Zubehör zählte ein Herrenhof (mansum indominicatum) in der villa Viveri im Eifelgau. Lateinisch viveris bedeutet Weiher. Weibern war also schon im 9. Jahrhundert ein Dorf und nicht nur ein Hof, das offenbar auch einen Weiher, vielleicht in einer alte Grube oder Steinbruch, aufwies. Schon die Römer hatten Tuffabbau betrieben. Es kam, wohl über den Prümer Vogt, an die Herrschaft Kempenich und dann an das Niedererzstift Trier. Kirchlich gehörte es zum Dekanat Ochtendung, Pfarrei Kempenich. Die Grafen von Eltz und Freiherrn von Bürresheim verfügten am Ort im 18. Jahrhundert über ritterschaftliche Güter. Weibern wurde erst 1865 zu einer eigenen Pfarrei erhoben. Bis in die 1950er Jahre hinein war der Tuffabbau Weiberns Hauptwirtschaftszweig. Heute erinnern ein Museum sowie ältere Tuffsteinbrüche an diese Zeit. Die 1885 errichtete Mariensäule besteht ebenfalls aus Tuff. Sie trägt die mißverständliche Inschrift: Du bist gebenedeit unter den Weibern.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Weibern besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[1]

SPD CDU FWG Gesamt
2009 3 4 9 16 Sitze
2004 4 5 7 16 Sitze

[Bearbeiten] Wappen

Das Rote Kreuz steht für das Bistum Trier, die Silberfische stellen eine Verbindung mit der Bedeutung des lateinischen Wortes für Weibern, Vivarium, her, was so viel wie „Tiergarten“ oder „Fischteiche“ bedeutet. Die zwei Zirkel sind ein Symbol für die Steinmetzkunst im Ort, bei der viel mit Tuffstein gearbeitet wird.

[Bearbeiten] Sport

Weibern beheimatet den erfolgreichen Handballverein TuS Weibern, dessen Damenmannschaft in der Saison 2004/05 in der 1.Bundesliga spielte.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Alle 2 Jahre, am ersten Juni-Sonntag, findet das Tuffsteinfest statt. Es nimmt einen sehr hohen Stellenwert im Rahmen der örtlichen Feierlichkeiten ein. Zur Erinnerung an die große Tradition der Weiberner Steinmetze ist, um die Jahrtausendwende eingebettet in das Projekt „Vulkanpark Brohltal/Laacher See“ das Tuffsteinzentrum entstanden. Im Jahr 2002 wurde es im Rahmen des 1. Tuffsteinfestes feierlich eröffnet. Seit 2006 ist es ein fester Bestandteil der Deutschen Vulkanstraße.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

In den letzten Jahren nahm der Tourismus in dem Eifelort Weibern immer mehr zu, auch die Eröffnung der Deutschen Vulkanstraße wird diesen Wirtschaftszweig fördern. Durch ein Gewerbegebiet am äußeren Rande Weiberns, welches unter anderem einen Supermarkt mit angrenzendem Getränkehandel beherbergt, ist die Lebensmittelversorgung in unmittelbarer Nähe gewährleistet.

[Bearbeiten] Verkehr

  • Nördlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 412, die von der Bundesautobahn 61 nach Nürburg führt.
  • Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Wehr an der Bundesautobahn 61 Koblenz-Bonn, etwa 8 Kilometer entfernt.
  • Die nächste Bahnstation ist der Bahnhof Engeln der Brohltalbahn.

[Bearbeiten] Bildung

Im Dorf existiert eine Grundschule, an welcher seit 1904 unterrichtet wird.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Quellen und Literatur

  • Adam Wrede: Eifeler Volkskunde.
  • Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. bearb. Heinrich Beyer, Band 1, Coblenz 1860, Nr. 104 S. 107f. (Digitalisat)
  • Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Band 2: die Karte von 1789, Bonn 1898

[Bearbeiten] Einzelnachweise und Quellen

  1. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat [1]

[Bearbeiten] Weblinks

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