Hotel Excelsior
Das Hotel Excelsior war ein Hotel in Berlin in der Königgrätzer Straße (heute Stresemannstraße) gegenüber dem Haupteingang des Anhalter Bahnhofes. Es wurde 1905 bis 1908 nach den Plänen des Architekten Otto Rehnig sen. erbaut, der auch die Pläne für das nahegelegene, bis heute in Resten erhaltene kaiserliche Nobel-Hotel Esplanade am Potsdamer Platz lieferte. Am 2. April 1908 fand die Eröffnung des Hotels mit ungefähr 200 Zimmern statt. Bereits vier Jahre später wurde das Hotel auf fast die doppelte Anzahl von Zimmern erweitert. Im Unterschied zu dem luxuriösen Hotel Esplanade war das Excelsior, in Bahnhofsnähe gelegen, als Hotel für Geschäftsreisende konzipiert. Zur Verbindung zwischen der Bahnhofshalle und der Hotelhalle wurde eigens ein Fußgängertunnel errichtet. Eigentümer war ab 1919 Curt Elschner, der seine Karriere als Kellner in Leipzig begonnen hatte.
In den Zwanzigerjahren fand unter dem neuen Eigentümer eine durchgreifende Modernisierung und nochmalige Vergrößerung statt, bei der unter anderem die Kohleheizung durch eine Gasheizung ersetzt wurde.
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges floh Elschner aus Deutschland. Kurz darauf wurde das Hotel Excelsior von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt, einer Vorfeldorganisation der NSDAP übernommen. 1945 wurde das Excelsior infolge Bombenangriffen schwer beschädigt und nach Kriegsende geplündert. Um 1954 wurde die Ruine abgerissen, sechs Jahre vor dem benachbarten Anhalter Bahnhof. Der Fußgängertunnel wurde Mitte der 1980er Jahre abgerissen.[1]
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Nachkriegszeit [Bearbeiten]
Auf dem brachliegenden Grundstück wurde von 1967 bis 1972 durch die Architektengemeinschaft G. Krebs und Sobotka & Müller für die „Excelsior-Tankstellen GmbH & Co KG“ das sogenannte Excelsiorhaus errichtet, ein 17-stöckiger Stahlbeton-Skelettbau mit Waschbeton-Fassade.
Ein Hotel mit dem traditionellen Namen „Hotel Excelsior“ befindet sich heute in der Hardenbergstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf.
Literatur [Bearbeiten]
- Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten, Teil VIII, Band B: Gastgewerbe, Verlag von Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin-München-Düsseldorf, 1980, ISBN 3-433-00825-6
- Karl-Heinz Arnold: Verbrannte Pracht am Anhalter Bahnhof, Berlinische Monatsschrift, 1999
Weblinks [Bearbeiten]
Referenzen [Bearbeiten]
52.50444444444413.383055555556Koordinaten: 52° 30′ 16″ N, 13° 22′ 59″ O