Inatès

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Landgemeinde Inatès
Landgemeinde Inatès (Niger)
Landgemeinde Inatès
Landgemeinde Inatès
Koordinaten 15° 3′ N, 1° 16′ O15.0508333333331.2658333333333Koordinaten: 15° 3′ N, 1° 16′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tillabéri
Departement Tillabéri
Einwohner 2796 (2010)

Inatès (auch: Inates) ist eine Landgemeinde im Departement Tillabéri in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Inatès liegt in der Sahelzone und grenzt im Norden an den Nachbarstaat Mali. Die Nachbargemeinden in Niger sind Tondikiwindi im Osten, Anzourou im Süden und Ayérou im Westen. Das Gemeindegebiet ist in fünf administrative Dörfer, ein traditionelles Dorf und einen Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Inatès.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

1899 gelangte das Gebiet von Inatès als Teil des neu geschaffenen Kreises Sinder unter französische Militärverwaltung. 1905 wurde der Ort dem neuen Militärterritorium Niger angeschlossen.[3] Als Verwaltungseinheit entstand die Landgemeinde Inatès 2002 bei einer landesweiten Verwaltungsreform. Der Kanton Ayorou wurde aufgelöst und sein Territorium auf die Gemeinden Inatès und Ayérou aufgeteilt. Bei der Flutkatastrophe in West- und Zentralafrika 2010 wurden 2555 Einwohner von Inatès als Katastrophenopfer eingestuft, so viele wie in sonst keiner Gemeinde im Departement Tillabéri.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Inatès 2113 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 2796 Einwohner berechnet. Inatès ist jene Gemeinde in der Region Tillabéri mit den wenigsten Einwohnern.[5]

52 % der Bevölkerung von Inatès wurden 2011 in einer Studie der französischen Nichtregierungsorganisation ACTED als arm oder sehr arm eingestuft. Mehr als 72 % der Einwohner hatten Zugang zu Latrinen in der näheren Umgebung, ein im Vergleich mit anderen Gemeinden im Norden der Region Tillabéri hoher Wert.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Übergang der Zone des Agropastoralismus des Südens zur Zone der reinen Weidewirtschaft des Nordens.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 234–235.
  4. Situation des besoins des populations victimes d’inondations (2010). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 23. September 2010, abgerufen am 31. März 2012.
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 56.
  6. Départements de Tillabéri, Ouallam et Filingué, Region of Tillabéri. Evaluation of the Humanitarian Situation. Agence d'aide à la coopération technique et au développement (ACTED), Paris 2011 (Online-Version; PDF; 324 kB).
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.