Integrated Access Device

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Ein Integrated Access Device (IAD; deutsch: Integriertes Zugriffsgerät) ist ein Gerät zum Netzabschluss von NGN-Anschlüssen beim Teilnehmer.

Es übernimmt im NGN als beim Teilnehmer installiertes Endgerät die Funktion eines Media Gateway und enthält neben einem DSL-Modem zugleich Telefonieschnittstellen zum Anschluss von herkömmlichen analogen Telefonen oder ISDN-Endgeräten an den auf der Basis von IP-Telefonie realisierten Telefonanschluss und gegebenenfalls die Schnittstellen zur Verbindung mit AV-Geräten bei Triple Play/IPTV-fähigen IADs.

Bei NGN-Anschlüssen ersetzt es neben dem DSL-Modem auch den NTBA (bei ISDN) und bei Unterhaltungsangeboten auf der Basis von Triple Play zusätzlich zum Teil die Funktion von Digitalreceivern. Analoge Telefone/Endgeräte werden mit dem IAD anstelle mit der TAE-Dose verbunden.

Im einfachsten Fall besteht ein IAD aus einem DSL-Modem und einem Analog-Telefon-Adapter (ATA).

Über DSL realisierte „ISDN-Anschlüsse“ werden oft nur über das Session Initiation Protocol (SIP) nachgebildet und es können ihnen, trotz S0-Schnittstelle am IAD, Eigenschaften und Dienstmerkmale eines vollwertigen Euro-ISDN-Anschlusses fehlen (z. B. D-Kanal, B-Kanalbündelung, Gruppe 4-Telefax mit 64 kbit/s). Alternativ stünde mit ISDN over IP ein proprietäres Protokoll zur Verfügung, das wesentlich mehr ISDN-Dienste bereitstellen kann.

Über IADs terminierten NGN-Anschlüssen fehlt die Stromversorgung durch die Vermittlungseinrichtung, wie sie bei herkömmlichen Analog- oder ISDN-Hauptanschlüssen vorzufinden ist. Deshalb ist ein NGN-Anschluss über ein IAD beispielsweise nicht für Hausnotrufe oder ähnliche Dienste geeignet, die eine hohe Verfügbarkeit voraussetzen.