Intel 8008
Der Intel 8008 (zunächst als 1201) wurde am 1. April 1972 vorgestellt und war der erste 8-Bit-Prozessor und der erste von Neumann-Rechner[1] aus dem Hause Intel. Er war in einem 18-poligen DIL-Gehäuse untergebracht und bestand aus 3500 Transistoren. Weit verbreitet ist die Ansicht, der 8008 wäre ein auf 8 Bit erweiterter 4004 oder eine Weiterentwicklung des 4040. Beide CPUs unterscheiden sich aber grundlegend vom 8008.[2] Der 8008 gilt als der direkte Vorläufer des Intel 8080 und ist damit die Grundlage der x86-Prozessorarchitektur und der damit verbundenen Befehlssätze von Intel[1].
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[Bearbeiten] Allgemeines
- gepl. Produktionsbeginn: 6/1977
- Produktionsbeginn: 1978
- Produktionsende: 1986/88[3]
Bescheidene Verbreitung fand der 8008 u. a. durch seinen Einsatz in Terminals[4], Analysegeräten und Tischrechnern, wie dem Mark-8 oder dem Micral. Ein überragender Erfolg war ihm aber nicht beschieden. Aufgrund seiner sehr „kompakten“ Busschnittstelle[5] erforderte der Anschluss von Speicher und Ein-/Ausgabe-Bausteinen beträchtlichen Dekodierungsaufwand. Sein Befehlssatz war sehr unflexibel und seine Möglichkeiten zur Interrupt-Verarbeitung rudimentär, da es keine Möglichkeit gab, seinen internen Zustand vollständig zu sichern, wie das bei einer sinnvollen Interrupt-Behandlung eigentlich unabdingbar ist.[6] Außerdem besaß er noch einen CPU-internen Return-Stack, der durch den Befehlssatz nicht unmittelbar zugreifbar war. Befehlssatz- und Mikroarchitektur wurden beim Nachfolger 8080 grundlegend überarbeitet und deutlich flexibler. Nichtsdestoweniger hat praktisch jeder 8008-Befehl sein Äquivalent im 8080-Befehlssatz, so dass der 8008 in letzter Konsequenz auch als früher Vorläufer des 8086 gelten darf, welcher u. a. auch im Hinblick auf leichte Portierbarkeit von 8080- und 8085-Software entwickelt wurde.
Produziert wurde der 8008 von 1972 bis 1983.[7]
[Bearbeiten] Technische Daten
- Taktfrequenz: 500 kHz (8008-1: 800 kHz)
- Rechenleistung: 0,05 MIPS
- Technik: 10 µm, PMOS
- Anzahl Transistoren: 3.500
- Adressierbarer Speicher: 16 KiB
- Verwendet in Terminals, Tischrechnern, Verpackungsmaschinen, Analysegeräten u. v. m.
- Ursprünglich für das Terminal Datapoint 2200 entwickelt
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Intel 8008 – Sammler-Webseite mit vielen Bildern
- The Intel 8008 support page (inoffiziell, englisch)
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b "Der 8008 war der erste von Neumann-Rechner Intels und wurde unter dem Namen MCS-8 an die japanische Seiko Corporation verkauft, die einen Prozessor für Tischrechner suchte. In der Geschichte des Personalcomputers gilt er als direkter Vorläufer des 8080, der sämtliche Befehle des 8008 übernahm. Damit ist der Mikroprozessor der Urahn der erfolgreichen X86-Architektur." Mit dem 8008 kamen die Mikros von Detlef Borchers, 01.04.2012; Webabruf 02.04.2012.
- ↑ http://www.informatik.uni-stuttgart.de/ifi/cs/dev/emuf08/i8008_2.html Beschreibung der Architektur
- ↑ Firmeninformationen unter www.robotron-net.de
- ↑ http://www.informatik.uni-stuttgart.de/ifi/cs/dev/hp2644/hp2644.html Terminal auf Basis des Intel 8008
- ↑ http://www.informatik.uni-stuttgart.de/ifi/cs/dev/emuf08/i8008_1.html Beschreibung des Bus-Interface
- ↑ http://www.informatik.uni-stuttgart.de/ifi/cs/dev/emuf08/i8008_3.html Befehlssatz
- ↑ http://www.cpushack.net/life-cycle-of-cpu.html
Non-x86-Prozessoren: 4004 | 4040 | 8008 | 8080 | 8085 | iAPX 432 | i860 | i960 | Itanium | Itanium 2
Bis 4. Generation: 8086 | 8088 | 80186 | 80188 | 80286 | i386 | i486DX | i486DX2 | DX4 | i486GX | i486SL/SL-NM | i486SX | i486SX2
Pentium-Serie: Desktop: Pentium (MMX) | Pentium II | Pentium III | Pentium 4 | Pentium 4 XE | Pentium D | Pentium XE | Pentium Dual-Core
Mobil: Mobile Pentium 4 | Pentium M | Pentium Dual-Core Server: Pentium Pro
Celeron-Serie: Desktop: Celeron (P6) | Celeron (NetBurst) | Celeron D | Celeron (Core) | Celeron Dual-Core Mobil: Mobile Celeron | Celeron M
Core-Serie: Core Solo | Core Duo | Core 2 | Intel-Core-i-Serie: Core i3, Core i5, Core i7 (Liste)
Xeon-Serie: Server: Xeon (P6) | Xeon (NetBurst) | Xeon (Core) | Xeon (Nehalem)