Internationales Dixieland Festival Dresden

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Dixieland-Parade entlang der Brühlschen Terrasse
Open-Air-Jazz Freilichtbühne Großer Garten
Abschluss-Session am Elbufer

Das Internationale Dixieland Festival ist ein seit 1971 jährlich stattfindendes Dixieland-Festival in Dresden. Es wurde auf Initiative von Karlheinz Drechsel, Joachim Schlese, Erich Knebel und anderen gegründet. Die „Sächsische Festival Vereinigung e.V.“ wurde 1990 gegründet und ist seit diesem Zeitpunkt Träger und Veranstalter des Festivals.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Veranstaltungen

Das Internationale Dixieland Festival Dresden findet jährlich in der zweiten Maiwoche statt.

Das Festival beginnt alljährlich mit „Dixieland in Familie“, einer Veranstaltung im Zoo Dresden. Den offiziellen Startschuss setzt dann traditionell die Premiere einer neuen Folge von „Mit Triangel und Klapperholz“, dem Dixieland-ABC für die jüngsten Besucher. Neben unzähligen kleinen Events in Clubs, Bars und Hotels haben unter anderem Veranstaltungen wie die große „Dixie-Nacht“ und der „Jazz-Band-Ball“ im Kulturpalast Dresden sowie „Blues, Boogie & Swing“ im Flughafen Dresden einen festen Platz im Programm.

Mit einem „Willkommen an Bord“ startet traditionell auf der Elbe einer der jährlichen Höhepunkte, die „Riverboat-Shuffle“ mit der größten und ältesten Raddampferflotte der Welt. Am zweiten Maisonnabend spielen die Bands dann auf verschiedenen Bühnen zwischen Hauptbahnhof und Altmarkt. Am abschließenden Sonntag findet ein „Open-Air-Jazz“ in der Freilichtbühne Großer Garten (Junge Garde) statt. Das Finale des Internationalen Dixieland Festivals Dresden bildet die Dixieland-Parade durch die Innenstadt mit nachfolgender Abschluss-Session.

Im Rahmen des Festivals werden auch von anderen Veranstaltern zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt.

[Bearbeiten] Sonstiges

Mittlerweile nicht mehr zelebriert wird das gemeinschaftliche Warten, bis die begehrten Eintrittskarten an den Vorverkaufsstellen erhältlich sind. Früher war es üblich, sogenannte Wartegemeinschaften zu bilden. Es gab Wartegemeinschaften, die bis zu 25 Jahre in ähnlicher Zusammensetzung existierten. Rekordverdächtig dabei war im Jahr 1989 eine maximale Wartezeit von 14 Tagen.

[Bearbeiten] Tanz-Bewegung zur Swingmusik

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Dixieland wurde von der Dresdner Jugend des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts nie richtig wahrgenommen. Der Begriff Dixie prägte die 1920er und 1930er Jahre und war unter nordamerikanischen Jugendlichen dieser Epoche eine populäre Bezeichnung für die wunderbare New Orleans Jazz Musik. Im Dresden des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, konnte diese Leidenschaft unter den Jugendlichen noch nicht entzündet werden. Dresdner Insider sprachen Aufgrund der Überalterung des Publikums zeitweilig unverblümt vom Aussterben des Dixie Jazz. Es war zwar bekannt, dass dieses Festival jährlich stattfindet, für die Jugend allerdings war es eine Randveranstaltung und für die Gesellschaften älteren Semesters eher eine Sitzveranstaltung, bei der maximal im Dixieland One-Step marschiert wurde. Natürlich konkurriert die New Orleans Jazz Musik gerade bei jungen Kohorten mit den zahlreichen Genres des Main Streams. Hauptsächlich jedoch, weil über den reichen Fundes der Swing und Jazz Musik zwischen 1927 und 1945 innerhalb dieser Akteursgruppen, so gut wie nichts bekannt ist. Nachträglich lässt sich konstatieren, dass mit Gründung des Dresden-Hepcats e.V. maßgeblich zur Verjüngung des Festivals beigetragen wurde. Dies geschah v.a. mit Hilfe eines zur Swing Musik gehörenden Tanzes, dem Lindy Hop. Die Dresden-Hepcats initiierten in Zusammenarbeit mit der KIG (Kulturelle Interessengemeinschaft Dresden e.V.) Swing-Workshops wie den "Hop die Elbe"-Workshop und schufen damit erstmals eine Plattform für die Interessen junger und jung gebliebener Menschen. Darüber hinaus boten die Dresdner Hepcats Möglichkeiten wöchentlich zur Jazz- und Swing-Musik tanzen zu gehen und zu üben. Die Gemeinschaft der Tänzer stieg von 2007 bis 2009 von 20 auf 50 Personen, wobei das Potential tatsächlich aktiver Tänzer, d.h. Tänzer mit denen auf Veranstaltungen immer zu rechnen ist, bei lediglich 10 Personen lag. Das Zentrum der Vereinsaktivitäten beschränkte sich auf einen Ballsaal am Rande Dresdens, dem Gare de la Lune. Da weitere Wachstumsimpluse nicht in Aussicht waren, startete im Jahr 2010 ein ehemaliger Ableger der Dresden-Hepcats, Jam-Circle-Deluxe, eine eigene Initiative um die noch relativ junge Szene weiter zu Fördern. In Dresden wurden nun wöchentliche Lindy Hop-Kurse u.a. am Universitätssportzentrum der TU Dresden angeboten. Durch viel Leidenschaft der Lehrer und Schüler konnte sich dieses Angebot etablieren und stets erweitern. Bei der Dixieland Abschlussveranstaltung am Königsufer gelangen einem Fotografen der Sächsischen Zeitung Aufnahmen, die wiedergeben, wie sich die Lebensfreude und Energie der Jazzmusik direkt in Bewegungen umsetzen lassen. Die Dresdner Swing-Tanzszene kann in aktive und passive Tänzer gegliedert werden. Im Jahr 2011 lag das Potenzial passiver Lindy-Hop-Tänzer in Dresden bei ca. 200 Personen, und das Potenzial aktiver Lind-Hop-Tänzer bei rund 50 Personen.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Internationales Dixieland Festival Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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