Internorm

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Internorm
Internorm Logo rot.gif
Rechtsform GmbH
Gründung 1931
Sitz Traun / Oberösterreich
Mitarbeiter 1.950 (2013)
Umsatz 315 Mio. EUR (2012)
Produkte Fenster, TürenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.internorm.com

Internorm ist eine Marke des österreichischen Fenster- und Türenherstellers "Internorm International GmbH" mit Firmensitz in Traun. Laut Eigenangaben ist das Familienunternehmen Marktführer in Österreich und die größte international tätige Fenstermarke in Europa[1].

Internorm hatte 2012 einen Marktanteil von 15,9 Prozent an der österreichischen Fensterherstellung; dahinter lagen Josko, Actual und Gaulhofer.[2][3]

Internorm vertreibt seine Produkte über 11 Vertriebsniederlassungen und über mehr als 1.250 ausgewählte Vertriebspartner in 20 Ländern. 55 % des Umsatzes werden im Export erzielt.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Eduard Klinger

Die Geschichte des Fensterherstellers Internorm beginnt mit der Gründung einer Bau- und Konstruktionsschlosserei durch Eduard Klinger sen. im Jahr 1931 in Linz. In den darauf folgenden Jahren kann Eduard Klinger sen. sein Unternehmen vom Ein-Mann-Betrieb zu einem mittelständischen Metallbau-Unternehmen ausbauen. Im Jahr 1963 erwirbt Eduard Klinger sen. die Lizenz für den Bau von Kunststoff-Fenstern in Österreich. Zu dieser Zeit findet der Werkstoff Kunststoff in Österreich noch so gut wie keine Verwendung.[5]

Die 2. Generation der Klinger Familie

Das Unternehmen beginnt im Jahr 1966 unter der Marke "Internorm" Kunststofffenster zu erzeugen. Erster Produktionsort ist der heutige Firmensitz Traun in Oberösterreich. Eduard Klinger sen. beteiligt im Jahr 1967 seine Kinder Eleonore, Eduard jun. und Helmut am Unternehmen. Unter der Leitung der zweiten Generation entwickelt sich Internorm zum österreichischen Marktführer am Fenstermarkt. Das rasche Wachstum des Unternehmens erfordert einen weiteren Produktionsstandort, den Internorm durch den Erwerb eines Fensterherstellers in Sarleinsbach im Jahr 1977 findet.[5]

Die 3. Generation der Klinger Familie - Christian Klinger, Anette Klinger und Stephan Kubinger

Im Jahr 1997 zieht sich die zweite Generation der Familie Klinger aus dem operativen Geschäft des Fensterherstellers Internorm zurück. Die Leitung des Unternehmens obliegt nunmehr deren Kindern, Anette Klinger, Christian Klinger und Stephan Kubinger. 2001 wird die 10-Millionen-Stück-Grenze an gefertigten und verkauften Internorm-Produkten überschritten. Erstmals produziert Internorm auch ein Holz/Aluminium-Fenstersystem.[5]

2002 gründet Internorm das "Internationale Fensternetzwerk IFN" als neue Dachgesellschaft für alle Unternehmensgesellschaften. Die Marke "Internorm" wird als eigenes Geschäftsfeld verselbständigt. Im Jahr 2006 beschäftigt das Familienunternehmen etwa 1.550 Mitarbeiter in drei Produktionswerken und zehn Landesvertriebsgesellschaften. Im Sommer 2007 wird der erste Internorm Flagshipstore in Pasching eröffnet, im Jahr 2008 gründete Internorm eine Vertriebsniederlassung in London. 2009 konnte der Umsatz auf 282 Mio Euro gesteigert werden, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 1.800.[5]

Im Juni 2010 wechselte die Geschäftsführung des Bereichs Internorm International von Silvio Spiess zum Eigentümer Christian Klinger und beim Haustürenerzeuger Topic (Sarleinsbach) im Jänner 2012 von Bernhard Bohusch zu Stephan Kubinger aus der Eigentümerfamilie.[6] Zudem führte Internorm 2012 das revolutionäre I-Tec System ein und erreichte die 20 Mio. Marke an verkaufen Fenster- & Türeneinheiten.[5]

Vertrieb[Bearbeiten]

Die Internorm Vertriebspartner, Niederlassungen und Werke im Überblick.

Internorm ist mit eigenen Vertriebsniederlassungen[7] in den Absatzmärkten Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Großbritannien tätig. Durch ein zweistufiges Vertriebssystem werden die österreichischen Produkte europaweit über mehr als 1000 Vertriebspartner in den genannten Märkten sowie in Luxemburg, Liechtenstein, Belgien, Rumänien, Polen, Dänemark, Niederlande Griechenland und Irland verkauft. Sämtliche Produkte werden in drei Werken, die sich alle in Österreich befinden, hergestellt.

Standorte[Bearbeiten]

Internorm Zentrale in Traun

Am Standort Traun befindet sich die Unternehmenszentrale des internationalen Fensternetzwerks (IFN) und der "Internorm International GmbH". Alle zentralen Bereiche, der Vorstand und die Verwaltung sind hier angesiedelt. Neben der Glasproduktion werden in Traun spezielle Kunststoff-Produkte wie Rund- und Schrägfenster sowie Verbundfenster, Kunststoff/Aluminium-Fenster, Aluminium-Fensterläden, und Aluminium-Haustüren gefertigt.

Das Werk in Sarleinsbach[8] wurde 1977 eröffnet. Internorm ist mit derzeit 673 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in dieser Region. Mehr als 3.000 Einheiten an Kunststoff- und Kunststoff/Aluminium-Fenstern werden hier pro Tag gefertigt.

Im Fensterbetrieb Lannach werden Holz/Aluminium-Fenster, Holz/Aluminium-Hauseingangstüren und die Holz/Aluminium-Hebeschiebetüre hergestellt. An diesem Standort befindet sich auch die Internorm-Vertriebsniederlassung für die Region Süd[9].

Internorm Werk Traun Internorm Werk Sarleinsbach Internorm Werk Lannach

Produkte[Bearbeiten]

Schiestlhaus: Passivhaus mit Fenstern und Türen von Internorm

Internorm produziert und vertreibt Fenster, Türen und passendes Zubehör. Bei Fenstern liegt der Schwerpunkt auf Kunststoff-Fenstern, Kunststoff/Aluminium-Fenstern und Holz/Aluminium-Fenstern. Im Bereich Türen stellt Internorm-Aluminium-Türen, Holz/Aluminium-Türen und eine Holz/Alumnium-Hebeschiebetüre her. Die Zubehörpalette umfasst Sonnenschutz, Insektenschutz, Gläser und Fenster- & Türengriffe. [10]. Das Produktportfolio des Fensterherstellers Internorm deckt die Bereiche der Wärmedämmung, Schallschutz, Energieeffizienz und Sicherheit ab.

Internorm ist die Nr. 1 bei Passivhaus-Fenstern und als einziger Fensterhersteller Europas bereits 9fach-passivhauszertifiziert, d.h. neun Fenster- bzw. Türsysteme sind durch das Passivhausinstitut Dr. Feist als „Passivhaus-geeignete Komponente“ ausgezeichnet! Darüber hinaus sind alle Internorm-Fenstersysteme passivhaus-geeignet.

Internorm hat beispielsweise auch die Fenster für Europas höchstgelegenes Passivhaus geliefert. Das "Schiestlhaus" auf dem Hochschwab in der Steiermark ist ein alpines Schutzhaus in 2.154 m Seehöhe. Es wurde mit dem ersten Preis des Energy Globe Award in der Bundesländerkategorie ausgezeichnet.

Innovationen[Bearbeiten]

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2012 brachte Internorm eine Serie von Technologien auf den Markt, die unter dem Namen I-tec vermarktet werden. I-Tec steht für Internorm-Technologie. Darunter fallen folgende Innovationen: die I-tec Verriegelung, I-tec Lüftung, I-tec Beschattung und die serienmäßige I-tec Verglasung bei Fenstern.[11]

I-tec Verriegelung

Die I-tec Verriegelung ist ein Beschlagssystem mit voll integrierter Verriegelung. Dieses Beschlagssystem benötigt keine sichtbaren Schließteile am Rahmen. Anstelle von vorstehenden Verriegelungszapfen gewährleisten integrierte Klappen die Verriegelung. Die Verbindung der Verriegelungsklappen erfolgt in den Hohlkammern des Flügelprofils. Das eignet sich für die Reinigung des Flügels, denn die wenigen Teile stehen kaum vor und zwischen den Teilen befindet sich eine glatte Kunststoffoberfläche. Im Rahmen entfallen die Schließstücke fast zur Gänze.[11]

I-tec Lüftung

Die I-tec Lüftung versorgt den Innenraum mit Frischluft. Die mit einem Wärmetauscher ausgestattete I-tec Lüftung ist vollständig in das Fenstersystem integriert. An der Außen- und Innenseite des Fensters sind schmale Lüftungsgitter zu sehen. Das Fenster bleibt beim Luftaustausch geschlossen, wodurch der Einbruchschutz erhalten bleibt. Der Einbau von Filtern verhindert das Eindringen von Feinstaub und Blütenpollen. Die Bedienung des Lüfters erfolgt über ein am Fenster angebrachtes Steuerungselement.[11]

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I-tec Beschattung Photovoltaik

Die I-tec Beschattung sorgt für energieautarke Beschattung. Die Energie wird am Fenster durch ein in die Jalousieblende integriertes Photovoltaik-Modul gewonnen und in einem Akku gespeichert wird. Das System funktioniert auch, wenn die Sonne nicht scheint, da die Aufladung der Akkus auch bei diffusem Tageslicht erfolgt.[11]

I-tec Verglasung FIX-O-ROUND

Die Fenster von Internorm sind mit I-tec Verglasung ausgestattet. Hierbei sorgt die FIX-O-ROUND Technologie für eine Rundum-Fixierung der Glasscheibe am Fensterrahmen. Dadurch werden Stabilität, Wärme- und Schalldämmung, Einbruchsicherheit und Funktionstauglichkeit des Fensters verbessert.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Marke, www.internorm.at (Seite abgerufen am 28. Jänner 2009)
  2. http://www.wirtschaftsblatt.at/archiv/318458/index.do
  3. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/schwerpunkt/immobilien/375398/index.do Wirtschaftsblatt vom 22. Mai 2009. Die Branche ist stark fragmentiert: Es gibt (2008) 250 bis 400 Hersteller in Österreich und 80.000 Hersteller in Europa.
  4. http://www.internorm.com/at/unternehmen/daten-und-fakten.html
  5. a b c d e http://www.internorm.com/at/unternehmen/chronologie.html
  6. Managerwechsel in IFN-Gruppe: http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,713667
  7. Niederlassungen, www.internorm.at (Seite abgerufen am 27. Jänner 2009)
  8. AK Report Dezember 2008 (Seite 11) (PDF; 1,2 MB), www.arbeiterkammer.com (Seite abgerufen am 27. Jänner 2009)
  9. Werke, www.internorm.at (Seite abgerufen am 27. Jänner 2009)
  10. Produkte, www.internorm.at (Seite abgerufen am 27. Jänner 2009)
  11. a b c d e http://www.internorm.com/at/tippsinfos/i-tec-innovationen.html

Weblinks[Bearbeiten]

48.20916914.205709Koordinaten: 48° 12′ 33″ N, 14° 12′ 21″ O