Irmgard Bartenieff

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Irmgard Bartenieff (* 1900 in Berlin; † 1981 in New York) war eine Tänzerin, Choreografin und Tanztherapeutin.

Sie war Schülerin von Rudolf Laban und erwarb 1925 ihr Laban Diplom in Berlin. Zunächst arbeitete sie in Deutschland mit einer eigenen kleinen Tanzkompanie, mit der sie Tänze aus dem Barock rekonstruierte und vorführte. Außerdem unterrichtete sie Kinetographie Laban, später auch Labanotation genannt. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges konnte Bartenieff nach New York, USA emigrieren. In den 1940er Jahren erlernt sie Schwedische Massage und Physiotherapie. In den fünfziger Jahren absolvierte sie bei dem 1937 nach Großbritannien emigrierten Rudolf Laban fünf weitere Sommerkurse. In den 1960er Jahren arbeitete sie als Forschungsassistentin von Dr. Israel Zwerling am Einstein Medical College und später in der Bronx State University. Diese Pionierarbeit in der systematischen Beobachtung und Dokumentation von Patienten ist es, welches sie als Ur-Mutter der Tanztherapie auszeichnet. Zusätzlich entwickelte Bartenieff aus Labans bewegungsanalytischen Theorien und ihrer eigenen Erfahrung als Tänzerin, Physio- und Tanztherapeutin eine Körperarbeit: die Bartenieff Fundamentals.

1965 unterrichtete sie das erste „Effort/Shape“ Programm im Dance Notation Bureau und gründete 1978 das Laban/Bartenieff Institute of Movement Studies. Hier unterrichtete Sie die Bartenieff Fundamentals Körperarbeit und die Laban Movement Analysis (Laban-Bewegungsstudien). Kurz vor ihrem Tod schrieb sie gemeinsam mit Doris Lewis ihr einziges Buch: Body Movement: Coping with the Environment ISBN 0-677-05500-5. 1988 wurde der Europäische Verband für Laban/Bartenieff Bewegungsstudien - EUROLAB gegründet, welches ihre Arbeit in Deutschland fortsetzt.