James DeGale

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James DeGale Boxer
James DeGale 2011

James DeGale 2011

Daten
Geburtsname James DeGale
Kampfname Chunky
Gewichtsklasse Supermittelgewicht
Nationalität Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Britisch
Geburtstag 3. Februar 1986
Geburtsort London
Stil Rechtsausleger
Größe 1,84 m
Kampfstatistik
Kämpfe 21
Siege 20
K.-o.-Siege 14
Niederlagen 1

James „Chunky“ DeGale MBE (* 3. Februar 1986 in London) ist ein britischer Boxer. Er gewann 2008 in Peking die olympische Goldmedaille im Mittelgewicht und ist ehemaliger Profi-Europameister der EBU im Supermittelgewicht.

Amateurkarriere[Bearbeiten]

James DeGale wuchs in London auf und begann dort beim Dale Youth Boxing Club London mit dem Boxen. Sein Vereinstrainer dort ist Mick Delaney. Er wuchs zu einem Mittelgewichtler von 1,83 m Größe heran. James DeGale wohnt im Londoner Stadtteil Harsdale. Sein Hobby ist Fußball.

Kaum dem Juniorenalter entwachsen, wurde er mit 19 Jahren 2005 englischer Meister (ABA-Champion) im Mittelgewicht. Daraufhin wurde er in die englische Nationalmannschaft der Amateurboxer aufgenommen, in der er von David Alloway, Paul Walmsley und Terry Edwards (Cheftrainer) trainiert wird. 2005 nahm er erstmals an einer internationalen Meisterschaft bei den Senioren teil, den Commonwealth Championships in Glasgow. Dort feierte er im Mittelgewicht mit Siegen über Justin Potter aus Neuseeland, Craig McEwen aus Schottland und Eamon O'Kane aus Irland seinen ersten Titelgewinn.

James DeGale wurde auch 2006 englischer Meister im Mittelgewicht und war in diesem Jahr auch bei den Commonwealth Games in Melbourne am Start. Er siegte dort über Daniel Shsia aus Kenia, Kahukura Bentson aus Neuseeland, Naivaqua Tomasi, Fidschi und Darren Sutherland, Irland. Im Halbfinale unterlag er gegen Jarrod Fletcher aus Australien und belegte damit den dritten Platz.

Im Jahre 2007 gewann James DeGale beim „Golden Belt Tournament“ in Constanța im Mittelgewicht mit Siegen über Semen Kiseljew aus Russland, Victor Cotiujanschi aus Moldawien, Rached Merdassi, Tunesien und Roland Gavril aus Rumänien. Bei der Meisterschaft der Europäischen Union in Dublin kämpfte er sich mit Siegen über Savaș Kaya aus der Türkei und Jean Mickael Raymond aus Frankreich in das Finale, in dem er gegen Darren Sutherland unterlag (18:23). Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago traf er in der ersten Runde auf Alfonso Blanco aus Venezuela, gegen den er nach Punkten unterlag. Blanco wurde in diesem Turnier schließlich Vize-Weltmeister. James DeGale landete auf dem 33. Platz.

Im Olympiajahr 2008 gewann James DeGale zunächst mit Siegen über Samy Anouche aus Frankreich und Baqtijar Artajew aus Kasachstan ein Turnier in Sheffield. Daran anschließend belegte er beim renommierten Strandja-Turnier in Plowdiw im Mittelgewicht mit einem Sieg über Alexei Tscherbakow aus Russland und einer Niederlage gegen den kubanischen Meister Emilio Correa junior den dritten Platz. Als Nächstes startete er in Pescara beim ersten europäischen Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele in Peking. Dort gelang es ihm mit Siegen über Georgi Nakani, Georgien, Gusman Castillo, Spanien, Darren Sutherland und István Szili aus Ungarn sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Bei den Olympischen Spielen in Peking trat DeGale bestens vorbereitet und in hervorragender Form an. Er besiegte dort Mohamed Hikal aus Ägypten (13:4), Shawn Estrada aus den Vereinigten Staaten (11:5), Baqtijar Artajew (8:3), seinen alten Konkurrenten aus Irland Darren Sutherland (10:3) und im Finale sensationellerweise Emilio Correa (16:14) nach Punkten und wurde Olympiasieger im Mittelgewicht.

Profikarriere[Bearbeiten]

Am 28. Februar 2009 bestritt er sein Debüt als Profi und schlug den Georgier Vepkhia Tchilaia (9 Siege - 8 Niederlagen). Nach fünf weiteren Siegen gegen Aufbaugegner, boxte er am 15. Mai 2010 um den Internationalen Meistertitel der WBA im Supermittelgewicht. Dabei besiegte er Sam Horton (15-1) durch K.o. in der fünften Runde und verteidigte den Titel vier Monate später durch K.o. in der ersten Runde gegen Carl Dilks (14-2).

Am 11. Dezember 2010 gewann er den Britischen Meistertitel durch K.o. in der neunten Runde gegen Paul Smith (29-1). Nach einem weiteren K.o.-Sieg, erhielt er am 21. Mai 2011 die Chance auf den Commonwealth-Titel, verlor den Kampf gegen George Groves (12-0) jedoch knapp nach Punkten.

Doch schon in seinem nächsten Kampf am 15. Oktober 2011, siegte er nach Punkten gegen den Polen Piotr Wilczewski (29-1) und erhielt dadurch den Europameistertitel der EBU im Supermittelgewicht. 2012 verteidigte er diesen Titel gegen den ehemaligen Weltmeister Cristian Sanavia (45-5) durch t.K.o in der vierten Runde und gegen Hadillah Mohoumadi (13-2) einstimmig nach Punkten. Im Mai 2013 besiegte er Sébastien Demers (31-5) durch K.o. in der zweiten Runde. Im Juni 2013 gewann er vorzeitig gegen Stjepan Božić.

Im November 2013 siegte er gegen Dyah Davis (22-3) und im März 2014 gegen Geworg Chatchikian (20-0). Im Mai 2014 folgte ein weiterer, vorzeitiger Sieg gegen Brandon Gonzales (18-0).

Länderkämpfe[Bearbeiten]

  • 2007 in London, England gegen Ungarn, Mi, Abbruchsieger in der 3. Runde über Andras Nagy,
  • 2007 in Kielce, Polen gegen England, Mi, Punktsieger über Miroslaw Nowasada

Englische Meisterschaften[Bearbeiten]

  • 2005, 1. Platz, Mi, mit Sieg im Finale über Steve Mullins (16:11),
  • 2006, 1. Platz, Mi, mit Sieg im Finale über Joe McNally (25:12)

Quellen[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]