Jangtse-Stör

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Jangtse-Stör
Acipenser dabryanus.jpg

Jangtse-Stör (Acipenser dabryanus)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Knorpelganoiden (Chondrostei)
Ordnung: Störartige (Acipenseriformes)
Familie: Störe (Acipenseridae)
Gattung: Acipenser
Art: Jangtse-Stör
Wissenschaftlicher Name
Acipenser dabryanus
Duméril, 1869

Der Jangtse-Stör (Acipenser dabryanus) ist eine Fischart aus der Gattung der Störe (Acipenser), die endemisch im Jangtsekiang und seinen Nebenflüssen in China vorkommt. Die Art gilt als vom Aussterben bedroht und wird im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen in Anhang II gelistet. [1]

Merkmale[Bearbeiten]

Der Jangtse-Stör ist ein relativ kleiner Stör, der eine Körperlänge von durchschnittlich 80 bis 110 und maximal über 130, nach einigen Quellen bis zu 250 cm, und ein Gewicht von über 16 kg erreicht. Ein Atemloch ist vorhanden. Die Schnauze ist kurz und annähernd kegelförmig. Zwei Paar Barteln sitzen dicht vor dem Maul, dessen Lippen kleine Papillen aufweisen. Der Körper weist fünf Reihen von Ganoidschuppen auf, die Haut dazwischen ist rau. Die erste der acht bis 14 Rückenplatten berührt die Kopfplatten nicht. Die 26 bis 54 Seitenplatten sind breiter als hoch. Der Körper ist über dieser Plattenreihe dunkelgrau, graubraun oder gelblich-grau, darunter milchig weiß. Die ventralen Reihen weisen 8 bis 15 Platten auf. Die Bögen der Kiemenreuse tragen 32 bis 55 Strahlen. Die Rückenflosse weist 44 bis 66, die Afterflosse 25 bis 41 Weichstrahlen auf. Hinter der Rückenflosse sitzen 1 bis 2 Platten, hinter der Afterflosse keine. [2][3][4]

Lebensweise[Bearbeiten]

Ausgewachsene Jangtse-Störe besiedeln hauptsächlich uferferne Flussbereiche in 8 bis 10 Meter Wassertiefe über sandig-schlickigem Untergrund. Jungtiere bevorzugen sandige Flachwasserbereiche. Sie sind vorwiegend nachtaktiv. Ausgewachsene Tiere ernähren sich omnivor, vorwiegend von Wenigborstern und kleinen Fischen, aber auch von anderen Wirbellosen und Wasserpflanzen. Jungtiere nehmen vorwiegend Zooplankton auf.

Männchen erreichen die Geschlechtsreife mit vier bis sieben Jahren, Weibchen erst mit sechs bis acht Jahren. Zur Laichablage wandern die Tiere während des Frühjahrshochwassers flussaufwärts. Die klebrigen Eier werden an Steinen abgelegt. [2]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Roten liste der IUCN
  2. a b Species Fact Sheet der FAO
  3.  Minister of Supply and Services Canada: CITES Identification Guide – Sturgeons and Paddlefish: Guide to the Identification of Sturgeon and Paddlefish Species Controlled under the Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora. Wildlife Enforcement and Intelligence Division, Environment Canada, 2001, ISBN 0-660-61641-6 (https://www.ec.gc.ca/Publications/63081EAE-D68F-4A11-920A-B78BD60D224C%5CGuide-d'identification-CITES-Esturgeons-et-spatules.pdf).
  4. Jangtse-Stör auf Fishbase.org (englisch)