Japanische Schwarzkiefer

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Japanische Schwarzkiefer
Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii)

Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii)

Systematik
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Pinoideae
Gattung: Kiefern (Pinus)
Art: Japanische Schwarzkiefer
Wissenschaftlicher Name
Pinus thunbergii
Parl.

Die Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii) ist ein Nadelbaum aus der Gattung der Kiefern. Natürlich kommt sie in Japan und Südkorea vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Japanische Schwarzkiefern in der Präfektur Tottori
Bonsai der Japanischen Schwarzkiefer

Die Japanische Schwarzkiefer ist ein bis zu 30 Meter hoher Baum mit breiter, kegelförmiger Krone und abstehenden oder etwas hängenden Ästen. Der Stamm erreicht einen Brusthöhendurchmesser von bis zu 2 Metern. Die Borke ist schwarzgrau und in unregelmäßigen Platten zerrissen. Junge Triebe sind orangegelb und kahl. Die Knospen sind länglich, 1,2 bis 1,8 Zentimeter lang, weißlich, nicht harzig, mit gefransten Schuppen und einer kurzen, nicht aufgesetzten Spitze.

Die in Paaren stehenden Nadeln sind abstehend und werden 6 bis 11 Zentimeter lang und 1,5 bis 2 Millimeter dick. Sie sind sehr steif, scharf zugespitzt, etwas gedreht und haben einen fein gesägten Rand. Beide Seiten sind dunkelgrün und mit Spaltöffnungsbändern versehen. Sie bleiben drei Jahre am Baum. Die Nadelscheiden werden 1,2 bis 1,5 Zentimeter lang und fallen nicht ab. Die Zapfen sind ei- bis kegelförmig, 4 bis 6 Zentimeter lang und 3 bis 4 Zentimeter dick, braun und kurzgestielt. Die Zapfenschuppen sind flach, fast rhombisch und haben eine niedrige Querleiste. Die Samen werden 5 Millimeter lang und sind geflügelt. Die Bestäubung erfolgt von April bis Mai, die Samen reifen nach zwei Jahren im Oktober. [1][2]

Verbreitung und Ökologie[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Japanische Schwarzkiefer liegt in küstennahen Lagen Japans (Honshu, Shikoku, Kyushu) und Südkoreas südlich des 37. nördlichen Breitengrads.[3] Dort wächst sie in artenarmen Wäldern und Gehölzgruppen auf mäßig trockenen bis frischen, sauren bis neutralen, sandigen Böden an sonnigen Standorten. Sie ist wärmeliebend und meist frosthart.[1] Sie besiedelt Dünen und erträgt auch Salzwassergischt.[3]

In der Roten Liste der IUCN wird die Japanische Schwarzkiefer als nicht gefährdet („Lower Risk/least concern“) geführt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine neuerliche Überprüfung der Gefährdung nötig ist.[4]

Systematik und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Die Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii) ist eine Art aus der Gattung der Kiefern (Pinus). Dort wird sie der Untersektion Pinus der Sektion Pinus in der Untergattung Pinus zugeordnet. Die Erstbeschreibung erfolgte 1868 durch Filippo Parlatore. Ein Synonym der Art ist Pinus thunbergiana Franco.[5] Das Artepitheton thunbergii verweist auf den schwedischen Arzt, Botaniker und Forschungsreisenden Carl Peter Thunberg, der die Zeit von 1775 bis 1778 in Batavia und Japan verbrachte.[6]

Die Art bildet mit der Japanischen Rotkiefer (Pinus densiflora) natürliche Hybride.[3]

Verwendung[Bearbeiten]

Die Japanische Schwarzkiefer wird selten als Bauholz verwendet.[1] Sie ist in Mitteleuropa winterhart, wird aber aufgrund des langsamen Wachstums und wegen ihrer Empfindlichkeit auf Nassschnee nicht als Park- und Waldbaum verwendet. [3]

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Roloff, Bärtels: Flora der Gehölze. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 777.
  •  Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 384.
  •  Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3. Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 643.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 777
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPinus thunbergii. In: Flora of China Vol. 4. www.eFloras.org, S. 21, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  3. a b c d Schütt et al.: Lexikon der Baum- und Straucharten, S. 384
  4. Pinus thunbergii in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: Conifer Specialist Group, 1998. Abgerufen am 20. März 2011
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPinus thunbergii. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 20. März 2011 (englisch).
  6. Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 643

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Japanische Schwarzkiefer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien