Jesuitenkirche (Luzern)

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Die Jesuitenkirche
Blick auf die Orgel

Die Jesuitenkirche St. Franz Xaver ist eine nach Francisco de Xavier benannte Jesuitenkirche am linken Ufer der Reuss in der Altstadt von Luzern.

Geschichte[Bearbeiten]

Sie wurde als erste grosse Barockkirche der Schweiz 1666 bis 1677 möglicherweise nach Plänen eines Vorarlbergers, etwa Michael Beer oder Michael Thumb, oder nach Plänen des Jesuitenpaters Heinrich Mayer und des Paters Christoph Vogler errichtet. Von Mayer stammen jedenfalls die Entwürfe der Stuckaturen der Seitenkapellen, welche schweizweit die ältesten Beispiele für den Stil der Wessobrunner Schule darstellen. Die beiden Türme wurden 1893 nachträglich aufgesetzt. Die Kirche wurde in den 1950er und umfangreicher in den 1970er Jahren renoviert.

Die Kirche wurde 1755 baulich mit dem Kollegium verbunden. Bedeutsam ist sie vor allem wegen der reichhaltigen Ausstattung.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Orgel wurde 1982 von der Orgelbaufirma Metzler erbaut. In diesem Instrument wurde die ursprüngliche Orgel von Goll aus dem Jahre 1897 teilweise wiederverwendet (die mit h bezeichneten Register stammen aus der Goll-Orgel). Das Schleifladen-Instrument hat 39 Register auf drei Manualen und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch.[1]

I Rückpositiv C–g3
Bourdon 8‘
Quintade 8‘
Principal 4‘
Rohrflöte 4‘
Octave 2‘
Sifflöte 11/3
Sesquialtera II 22/3
Scharf III-IV 1‘
Rankett 16‘
Krummhorn 8'
II Hauptwerk C–g3
Bourdon 16‘ h
Principal 8‘
Rohrflöte 8‘
Gamba 8‘ h
Octave 4‘
Flauto 4‘ h
Nasard 22/3
Superoctave 2‘
Flageolet 2‘
Terz 13/5
Mixtur IV 11/3
Zimbel III 2/3
Fagott 16‘
Trompete 8‘
III Echowerk C–g3
Holzgedackt 8‘ h
Gedacktflöte 4‘
Principal 2‘
Cornett III 22/3
Zimbel II 1/2
Regal 8‘
Pedal C–f1
Principal 16‘
Subbass 16‘ h
Octavbass 8‘
Bourdon 8‘
Octave 4‘
Mixtur IV 22/3
Posaune 16‘
Trompete 8‘
Clairon 4‘

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Schlussszene des Films Beresina oder Die letzten Tage der Schweiz von Daniel Schmid wird das russische Callgirl Irina in der Luzerner Jesuitenkirche zur Kaiserin der Schweiz gekrönt.

Literatur[Bearbeiten]

  • André Meyer: Die Jesuitenkirche Luzern, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2013, ISBN 978-3-03797-092-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Orgel

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jesuitenkirche Luzern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.0506527777788.30515Koordinaten: 47° 3′ 2,4″ N, 8° 18′ 18,5″ O; CH1903: 665841 / 211432