Joachim Wilhelm von Brawe

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Titelseite der „Trauerspiele des Herrn Joachim Wilhelm von Brawe“ (1768)

Joachim Wilhelm von Brawe (* 4. Februar 1738 in Weißenfels; † 7. April 1758 in Dresden) war ein deutscher Dramatiker.

Nach Beendigung seiner Schulzeit in Schulpforta begann Brawe ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig. Dort verkehrte er im Freundeskreis um Christian Fürchtegott Gellert, Ewald Christian von Kleist, Gotthold Ephraim Lessing und Christian Felix Weiße. Von Lessing unterstützt und gefördert schrieb Brawe ein bürgerliches („Der Freygeist“) und ein historisches („Brutus“) Trauerspiel.

Sein „Freygeist“ ist Lessings „Miss Sara Sampson“ und englischen Dramen nachgebildet. In seinem Drama „Brutus“ verwendete Brawe zum ersten Mal den reimlosen fünffüßigen Jambus, den er damit auf der deutschen Bühne einführte.

Kurz nach seiner Ernennung zum Regierungsrat in Merseburg verstarb der 20-jährige Brawe am 7. April 1758 beim Besuch seiner Eltern in Dresden.

Werke[Bearbeiten]

  • Trauerspiele. Winter, Berlin 1768.
  • Der Freygeist. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. Ille & Riemer, Leipzig 2002, ISBN 3-936308-10-1.
  • Brutus. Ein Trauerspiel in 5 Aufzügen. Ille & Riemer, Leipzig 2007, ISBN 978-3-936308-11-2.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jakob Minor (Hrsg.): Lessings Jugendfreunde. Christian Felix Weisse, Johann Friedrich von Cronegk, Joachim Wilhelm von Brawe, Friedrich Nicolai. Niemeyer, Tübingen 1974 (Nachdr. d. Ausg. Berlin 1883).
  • August Sauer: Joachim Wilhelm von Brawe, der Schüler Lessings. Trübner, Straßburg 1878.
  • Frank Fischer: Triumph der Rache. Joachim Wilhelm von Brawe und die Ästhetik der Aufklärung. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2013, ISBN 978-3-8253-6217-1.

Weblinks[Bearbeiten]