Weißenfels
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Burgenlandkreis | |
| Höhe: | 100 m ü. NN | |
| Fläche: | 113,51 km² | |
| Einwohner: |
40.861 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 360 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 06667, 06688 | |
| Vorwahlen: | 03443, 034446 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BLK, HHM, NEB, NMB, WSF, ZZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 84 550 | |
| LOCODE: | DE WEF | |
| NUTS: | DEE08 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 1 06667, 06688 Weißenfels |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Robby Risch (parteilos) | |
| Lage der Stadt Weißenfels im Burgenlandkreis | ||
Weißenfels ist mit etwa 41.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Zur Stadt Weißenfels gehören seit 2010 weitere elf Ortsteile, die bis dahin eigenständige Gemeinden waren.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Weißenfels liegt am Austritt der mittleren Saale aus dem Buntsandsteingürtel des Thüringer Beckens in die Leipziger Tieflandsbucht, unweit der A 9, zwischen Halle/Saale (36 km) und Jena (48 km), 41 km südwestlich von Leipzig, im sogenannten Weißenfels-Jenaer Saaletal.
Stadtgliederung [Bearbeiten]
| Ortschaft | Einwohner | Ortsteile |
Die Ortschaften von Weißenfels (anklickbare Karte) |
|---|---|---|---|
| Burgwerben | 1.023 | Burgwerben | |
| Borau | ? | Borau | |
| Großkorbetha | 1.923 | Bäumchen, Gniebendorf, Großkorbetha und Kleinkorbetha | |
| Langendorf | 2.395 | Kößlitz-Wiedebach, Langendorf, Muttlau, Obergreißlau und Untergreißlau | |
| Leißling | 1.512 | Leißling | |
| Markwerben | 682 | Markwerben | |
| Reichardtswerben | 1.227 | Reichardtswerben | |
| Schkortleben | 593 | Kriechau und Schkortleben | |
| Storkau | 574 | Obschütz, Storkau und Pettstädt | |
| Tagewerben | 811 | Tagewerben | |
| Uichteritz | 1.394 | Lobitzsch und Uichteritz | |
| Weißenfels | 28.565 | Weißenfels | |
| Wengelsdorf | 905 | Kraßlau und Leina |
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind Leuna, Braunsbedra und Mücheln (alle drei SK) im Norden, Goseck und Schönburg im Westen, Teuchern im Süden und Lützen und Bad Dürrenberg (SK) im Osten.
Klima [Bearbeiten]
Die durchschnittliche Lufttemperatur in Weißenfels beträgt 9,4 °C, der jährliche Niederschlag 471 Millimeter.
Geschichte [Bearbeiten]
Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert wurden die Herrschaftsgebiete der Franken in Gaue (Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Im Hersfelder Zehntverzeichnis, das zwischen 881 und 899 entstand, werden einige Orte, wie Markwerben und Burgwerben, erstmalig genannt, die heute zur Stadt Weißenfels gehören. Die Gegend westlich der Saale, inklusive dem Gebiet der heutigen Neustadt, zählte damals zum altsächsich/fränkischen Hassegau. Die Gegend der heutigen Altstadt zählte zum Gau Weitaha in der Thüringer Mark, benannt nach dem Flüsschen Wethau, das zwischen Naumburg und Weißenfels in die Saale mündet.
Weißenfels hat seit 1185 das Stadtrecht, geographisch günstig gelegen, verliefen durch das Stadtgebiet zwei Handelsstraßen; eine davon die Via Regia (Königsstraße, auch Hohe Straße) vom Rhein bis nach Schlesien führend. Eine Saalefurt ermöglichte den Flussübergang. Durch die bereits vorhandene Burganlage wurde die entstehende Stadt zudem militärisch genutzt.
Im Laufe des Spätmittelalters und der beginnenden frühen Neuzeit entwickelte sich eine handwerkliche Ausprägung der Stadt Weißenfels – besonders das Schneider- und Schusterhandwerk etablierte sich. Allerdings gab es bereits vor 1185 drei Dörfer auf dem heutigen Stadtgebiet. Das waren Tauchlitz (entlang des Greislaubaches), Horklitz (auf dem Georgenberg, später in Georgenberg umbenannt) und Klenkow(e)/Klingau, das später als Klingervorstadt eingegliedert wurde. Tauchlitz taucht erstmals 1047 in Dokumenten auf und Horklitz/Georgenberg wurde im 10. Jahrhundert erstmals erwähnt.
Unter den Wettinern waren Burg und Stadt Weißenfels von 1264 bis 1482 Bestandteil der Landgrafschaft Thüringen. Im Ergebnis der Leipziger Teilung von 1485 kam Weißenfels an die albertinische Linie der Wettiner. Zwischen 1547 und 1815 wurde Weißenfels dem Thüringer Kreis Kursachsens zugeordnet. Der Stadt kamen dabei, gerade im Zusammenhang als Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weißenfels (1656–1746), zentrale Verwaltungsaufgaben zu.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt stark geschwächt, die Bevölkerung sank von 2200 auf 960. Wenige Jahre nach Beendigung des Krieges erlebte Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Saalestadt wurde Residenz des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. Ende des 18. Jahrhunderts, aber vor allem im 19. Jahrhundert erlebt das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu. 1895 bestanden allein 45 Schuh- und Schaftfabriken. 1846 erhielt Weißenfels Anschluss an die Thüringer Bahn, was die Wirtschaftsentwicklung der Stadt weiter förderte. Die Industrialisierung führte dazu, dass Arbeitskräfte aus dem überwiegend katholischen Eichsfeld, dem Sauerland und aus den preußischen Grenzländern Schlesien und Böhmen angezogen wurden. Für diese wurde im Jahr 1873 eine Katholische Kirche eingeweiht.[3]
Ab Mitte der 1920er Jahre entstanden die großen Chemiewerke Leuna und Buna, deren Beschäftigungspotenzial bis nach Weißenfels reichte.
Seit dem 1. Oktober 1816 war Weißenfels Kreisstadt des Landkreises Weißenfels im Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen. Ab dem 1. April 1899 bildete die Stadtgemeinde Weißenfels einen eigenen Stadtkreis, der Sitz des Landkreises verbleib jedoch in der Stadt.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden politische Gegner des NS-Regimes und andere Gruppen, die nicht in das Bild der „arischen Volksgemeinschaft“ passten, verfolgt und viele von ihnen ermordet. Die Synagoge in der Nordstraße 14 wurde zerstört.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Schuhbetriebe verstaatlicht und aus den einzelnen setzte sich das neue DDR-Kombinat Schuhe (Banner des Friedens mit großen Produktionsstätten, Schuhmaschinenbau (Compart) und Forschungseinrichtungen zusammen. Bis Ende der 1980er Jahre entwickelte sich Weißenfels zum größten Schuhproduktionsstandort der DDR, es arbeiteten über 6000 Beschäftigte in den Fabriken im Raum Weißenfels, die 75 % der Schuhe für die DDR produzierten. Nach mehreren Gebietsveränderungen in den Jahrzehnten zuvor wurde 1952 ein neuer Kreis Weißenfels im nunmehrigen Bezirk Halle gebildet, wobei Weißenfels weiterhin Kreissitz blieb.
Nach der deutschen Wiedervereinigung führte die Umstrukturierung und Privatisierung der Betriebe zu einem Zusammenbruch der gesamten Industrie. Durch die Öffnung der Wirtschaft zum Weltmarkt bestand besonders für die Schuh-Großindustrie der ehemaligen DDR kaum eine Überlebenschance, bedingt durch die große Konkurrenz in den Billiglohnländern. Dies führte zu einer sprunghaft ansteigenden Arbeitslosenrate, verstärkt durch die massive Reduzierung der benötigten Arbeitskräfte in der chemischen Industrie in den benachbarten Leunawerke. Nachdem bei der ersten Kreisgebietsreform im 1990 neu gebildeten Land Sachsen-Anhalt der Landkreis Weißenfels zunächst vergrößert worden war, verlor Weißenfels 2007 mit der zweiten Kreisgebietsreform und der damit verbundenen Angliederung des Landkreises Weißenfels an den Burgenlandkreis nach fast 200 Jahren seinen Status als Kreissitz.
Nach 1990 wurde wertvolle Bausubstanz im Zentrum zum Teil auch mit Fördermitteln der EU saniert, zentrumsnah gibt es aber viele Häuser, die noch auf einen Investor warten.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
1833 kam es zur Eingemeindung der Vorstädte Nikolaivorstadt, Saaltorvorstadt, Georgenberg und Klingenvorstadt. Um 1900 wurde Beuditz mit rund 100 Einwohnern und am 1. Januar 1995 Borau (zirka 800 Einwohner), bestehend aus den ehemals selbstständigen Dörfern Borau, Selau und Kleben, eingemeindet.[4] Am 1. Januar 2010 folgten Langendorf, Markwerben und Uichteritz.[5] Am 1. September 2010 wurden die Gemeinden Burgwerben, Großkorbetha, Leißling, Reichardtswerben, Schkortleben, Storkau, Tagewerben und Wengelsdorf weitere Ortsteile der Stadt Weißenfels.[5]
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 jeweils am 31. Dezember):
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- Datenquelle ab 1990: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
1: 29. Oktober
2: 31. August
Politik [Bearbeiten]
Stadtrat [Bearbeiten]
Der Stadtrat setzte sich nach der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 zunächst aus 36 Ratsmitgliedern zusammen. Dies änderte sich zum 1. September 2010, als durch die Neugliederung der Gemeinden im Rahmen der Gemeindegebietsreform weitere 13 Stadträte hinzukamen.[6]
Zum 1. Oktober 2011 wechselte ein Mitglied der FDP/Freie Wähler-Fraktion zur CDU-Fraktion.[7]
Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 schlossen sich die bisher eigenständigen Fraktionen „Bürger für Weißenfels“ und „Landgemeinden“ zur Fraktion „Bürger für Weißenfels (BfW)/Landgemeinden“ zusammen.[8]
| Stadtrat der Stadt Weißenfels | |||
|---|---|---|---|
| Fraktion | Sitze | ||
| CDU-Fraktion | 17 | ||
| Fraktion „ Bürger für Weißenfels/Landgemeinden" | 14 | ||
| Fraktion „Die Linke" | 8 | ||
| SPD-Fraktion | 5 | ||
| Fraktion FDP/Freie Wähler | 3 | ||
| NPD (fraktionslos) | 1 | ||
| Stand: 10. Oktober 2011 | |||
Bürgermeister [Bearbeiten]
- 1885–1897: Franz Falkson
- 1897-1907: Christ. Richard Johannes Wadehn
- (1907) 1909-1933: Wilhelm Daehn
- 1933–1937: Philipp Zeitler, Oberbürgermeister
- (1937–1939): Martin Vogeler (verm. komm.)
- 1939-1945: Ludwig Jungermann, Oberbürgermeister
- 1945–1947: Friedrich von Basse
- 1950-1952: Erna Wildt-Tanneberger[9]
- 1994–2001: Gisela Bevier, Oberbürgermeisterin
- 2001–2008: Manfred Rauner (CDU), Oberbürgermeister
- seit 2008: Robby Risch, Oberbürgermeister
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit einer gezinnten, schwarz gefugten Mauer, offenem Tor mit hochgezogenem schwarzen Fallgatter sowie zwei übereck gestellten Türmen mit roten Spitzdächern und je zwei schwarzen Rundbogen-Fensteröffnungen; zwischen den Türmen ein schwebender goldener Schild mit schwarzem Löwen.“[10]
Stadtfarben [Bearbeiten]
Die Stadtfarben der Stadt sind Gelb und Blau.[11]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Kornwestheim, Baden-Württemberg, seit Februar 1990
- Komárno, Slowakei, seit Oktober 1995
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Schloss Neu-Augustusburg als eine der größten frühbarocken Schlossanlagen Mitteldeutschlands mit Museum (ständige Ausstellung zur Geschichte der Stadt, inklusive Schuhmuseum, wechselnde Sonderausstellungen) und Schlosskirche, in der sonntäglich lutherische Hochmessen gefeiert werden. Die Gruft unter der Schlosskirche ist auf Anfrage oder zu besonderen Anlässen (Tag des offenen Denkmals, Schlossfest) zu besichtigen.
- Geleitshaus mit Museum und Restaurant; hier wurde der Leichnam des 1632 in der Schlacht bei Lützen gefallenen Schwedenkönigs Gustav II. Adolf seziert (Blutfleck im Erkerzimmer). Das Museum zeigt neben einem Diorama zur Schlacht (mit 10.000 Zinnsoldaten) die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf die Stadt.
- Heinrich Schütz-Haus mit Museum (am 13. Oktober 2012 nach mehrjähriger kompletter Sanierung mit überarbeiteter Ausstellung wiedereröffnet).
- Novalis-Haus; im Erdgeschoss des 1680 errichteten Gebäudes ist die Stadtbibliothek, im Obergeschoss ein Museum untergebracht. Im unmittelbar an den Garten mit dem Novalis-Pavillon angrenzenden Stadtpark befindet sich das von Friedrich Schaper gestaltete Grabmal des Novalis.
- Marienkirche mit Ladegast-Orgel
- Barockes Rathaus und weitere barocke Fassaden in der Innenstadt
- Das barocke Fürstenhaus in der Leipziger Straße 9 ist aus der Residenzzeit. Es wurde 1673 errichtet und diente vor allem als Wohnsitz hoher herzoglicher Hofbeamter. Die grau-altrosa Fassade des zwischen 2004 und 2006 sanierten zweieinhalbgeschossigen Gebäudes entspricht der historischen Farbgebung. Bei der Innenausstattung ragen vor allem die Stuckaturen in der ersten Etage hervor, die Ende des 17. Jahrhunderts von italienischen Stuckateuren ausgeführt wurden. Für die Zukunft ist eine öffentliche Nutzung des Gebäudes vorgesehen (beherbergt bereits das Standesamt).
- Barockes Altherzogliches Haus (Prinzessinnenpalast)
- Herzogliches Ballhaus (Ballspielhalle der Herzogskinder)
- Marstall (zur Schlossanlage gehörend)
- Louise-von-François-Haus
- Zum Teil sehr schöne Fassaden im Stil der Gründerzeit in der Weißenfelser Neustadt, Beuditzstraße, Naumburger Straße und deren Seitenstraßen und Viertel.
- Jägerhof (Hotel) (traditionelles Gasthaus) mit Schwedenstein
- Amtsgericht, erbaut 1911/12
- Das Gerichtsgebäude ist im einfachen Barock gehalten. Es wurde eine für die damalige Zeit schlichte, einfache und zweckmäßige Bauweise gewählt. Eine gewisse Ausnahme davon bilden das Eingangsportal, das Haupttreppenhaus und der Schöffensaal.
- ehemaliges St. Klaren Nonnen Kloster (1283-1580) [12]
- Goethegymnasium Haus I (Hauptgebäude, vormals Goetheoberschule))
- Gebäude des Polizeireviers (ehemaliges IFL (Institur für Lehrerbildung), Lehrerseminar, davor Harnisch-Institut)
- Bankhäuser in der Jüdenstraße (zwischen Saal- und Friedrichstraße)
- Café Centra am Markt (Jugendstil)
- Kaufhaus Müller im Bauhaus-Stil (ehemals Kaufhaus Spiegel (Juden, durch Nazis vertrieben)
- Weißenfelser Stadtjunge; Schusterjunge im Stadtpark (Maskottchen der Stadt)
- Stadtbrunnen in der Jüdenstraße geschaffen von Bonifatius Stirnberg
- Märchenbrunnen in der Neustadt
- Heimatnaturgarten (Tierpark, der heimatliche Fauna und Flora zeigt)
- Weinbauregion Saale-Unstrut mit dem örtlichen Lagenwein Burgwerbener Herzogsberg.
- Die Saale im Stadtbild mit drei Wehren und Schleusen (stromabwärts: Beuditzschleuse, Brückenmühlenschleuse, Herrenmühlenschleuse). Touristische Erschließung für Wasser- und Radwanderer (Blaues Band, Radacht Saale-Radweg)
- Klemmberg mit Bismarckturm.
- Parkanlage Georgenberg mit historischer Stadtmauer und Pulverturm
- Edelhaus (Gutshaus) auf dem Georgenberg
- Stadtpark (mit alten Grabstellen)
- Auen- und Uferlandschaft der Saale
- Gebäude der ehemaligen Oettler-Brauerei (heute Standort der MEG-Gruppe und der CK-Gruppe)
- Ziele in der näheren Umgebung: Lützen (Gustav-Adolf-Gedenkstätte), Reichardtswerben (Ausstellung mit Diorama zur Schlacht bei Roßbach, 1757), Goseck (ältestes Sonnenobservatorium, Gosecker Schloss), Großgörschen (Schlacht bei Großgörschen 1813), Wandermöglichkeiten insbesondere entlang des Saaletales zwischen Weißenfels und Naumburg / Goseck.
- Als Kultureinrichtungen: Kulturhaus (ehemaliges Stadttheater), Aula des Goethe-Gymnasiums als Veranstaltungsraum
- ehemaliges E(lektrizitäts)-Werk mit Gelände (Projekt Internationale Bauausstellung Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 IBA Thema Weißenfels GRÜN-DER-ZEIT Neustadtpark)
Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus [Bearbeiten]
- Gedenk-Stele im Stadtpark für die namentlich bekannten 21 Weißenfelser Widerstandskämpfer, die Opfer des Faschismus wurden
- Gedenkstein auf dem Städtischen Friedhof in der Friedensstraße für die 229 jüdischen Opfer der Shoa aus der Sowjetunion und aus Ungarn, den der aus Weißenfels stammende Jude Max Wolfson 1945 stiftete, und auf dem auch die Namen von 24 jüdischen Weißenfelsern verzeichnet sind
- Gedenkstein von 1975 auf dem gleichen Friedhof für 32 Polen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
- Gedenkstein für den KJVD-Funktionär Fritz Schellbach, der 1944 als Widerstandskämpfer ermordet wurde. Ein weiterer Gedenkstein für ihn an der Gutenbergstraße/Ecke Merseburger Straße wurde nach 1989 entfernt, da auf dem Freigelände ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichtet wurde.
- Gedenkstein von 1969 am Stadion, das zu DDR-Zeiten seinen Namen trug, zur Erinnerung an den kommunistischen Arbeitersportler Otto Müller, der 1944 ermordet wurde
- Gedenktafel von 1988 im Innenhof der ehemaligen Synagoge Nordstraße 14 zur Erinnerung an die ausgelöschte Jüdische Gemeinde der Stadt
- Sowjetischer Ehrenfriedhof von 1949 am Klemmberg mit 89 Einzel- und 64 Sammelgräbern von 192 Rotarmisten und Kriegsgefangenen sowie 130 Frauen und Männern aus dem Kreisgebiet, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.
- Informationstafel zu dem Gefangenensammellager im Schloss Neu-Augustusburg zwischen 4. März und 12. August 1933
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
- Rotbuche auf dem Georgenberg
- Mammutbaum im Heimatnaturgarten
Luftbild [Bearbeiten]
Auf dem nebenstehenden Luftbild ist das Grün im Vordergrund der Stadtpark. Es folgt der Georgenberg mit dem Georgenbergtunnel. Im linken Mittelteil des Bildes befindet sich das Zentrum der Stadt mit Marienkirche und Marktplatz. Am linken Bildrand das Goethe-Gymnasium (großes rotes Dach), rechts davon das alte und zur Zeit nicht genutzte Clarissenkloster (gelbes und graues Dach). Am äußersten linken Bildrand ist ein kleines Stück der großen Saalebrücke zu sehen, in deren Fortführung nach oben (nördliche Richtung) die geradlinig geführte Merseburger Straße (Stadtteil Neustadt). Die Brücke im mittleren Teil ist Fußgängern vorbehalten („Pfennigbrücke“). Sie verbindet den Bahnhof mit dem Zentrum. Am oberen Bildrand halbrechts die neue Saale-Brücke im Lauf der Umgehungsstraße. Im Mittelteil rechts das Schloss Neu-Augustusburg. Das Bild entstand im Mai 2005.
Sport [Bearbeiten]
- Der Mitteldeutsche Basketball Club ist einer der erfolgreichsten Sportclubs in Weißenfels. Von 1999 bis 2004 spielten die Wölfe in der 1. Basketball-Bundesliga. 2004 konnte das Team einen Europapokal gewinnen (FIBA EuroCup Challenge). In den Jahren 2006 und 2007 konnte jeweils die Vizemeisterschaft in der 2. Basketball-Bundesliga erreicht werden, bevor 2009 der Wiederaufstieg in die Bundesliga gelang. Die Heimspiele werden in der Stadthalle Weißenfels ausgetragen.
- Der Unihockey Club Kreissparkasse Weißenfels e. V. ist neunfacher Deutscher Meister im Unihockey (2003–2010, 2012). Der Verein ist damit der erfolgreichste seiner Klasse.
- Der 1. FC Weißenfels ist der erfolgreichste Fußballverein der Stadt. Von 1955 bis 1960 spielte der Verein unter dem Namen Fortschritt Weißenfels in der DDR-Oberliga. Derzeit spielt die erste Mannschaft in der Landesklasse.
- Der Schachclub Roland 1919 e.V. nimmt mit fünf Erwachsenenmannschaften am Spielbetrieb teil und ist im Nachwuchsbereich sehr aktiv.
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Heinrich-Schütz-Musikfest
- Weißenfelser Schlossfest
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
In Weißenfels kreuzen sich die Bundesstraßen 91, 87 und 176. In Zentrumsnähe ist die Stadt an die Autobahnen 9 und 38 angebunden. Eine vierspurige Ortsumgehung mit Saalequerung (B 91n) wurde 1997 fertiggestellt und erfuhr im Jahr 2010 eine Erweiterung im Zuge der Anbindung an die B 176. Im Zentrum von Weißenfels queren eine Straßen- und eine Fußgängerbrücke (am Bahnhof) die Saale; die nächste Straßenbrücke flussaufwärts befindet sich in Naumburg, flussabwärts sind es die Brücken der B 91n und der A 38.
Der Weißenfelser Bahnhof liegt an der 1846 eröffneten Thüringer Bahn und ist IC-Halt der Linie Stralsund–Berlin–Erfurt–Düsseldorf. Er wurde von der DB Station&Service AG in die Bahnhofskategorie 3 eingestuft. Im Regionalverkehr sind Halle, Leipzig, Erfurt und Zeitz ohne Umsteigen erreichbar. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform befinden sich nunmehr zwei weitere Haltepunkte der Regionalverkehrsstrecke Halle-Erfurt auf dem Areal der Stadt Weißenfels – in den Ortsteilen Großkorbetha und Leißling. Die Nahziele bedient seit 1999 im südlichen Sachsen-Anhalt zudem die Burgenlandbahn. Einen weiteren Haltepunkt der Burgenlandbahn gibt es in Weißenfels-West und im Ortsteil Langendorf an der Strecke Weißenfels–Zeitz.
Der ca. 45 km entfernte Flughafen Leipzig/Halle ist über die Autobahnen A 9 und A 14 sehr gut erreichbar.
Drei Saaleschleusen befinden sich auf dem Territorium der Stadt, die Öblitzschleuse liegt zwischen Schönburg (Saale) und dem Ortsteil Leißling.
Ansässige Unternehmen [Bearbeiten]
Die in Weißenfels traditionell ansässige Schuhindustrie (deshalb Schuhmuseum im Schloss Neu-Augustusburg) konnte sich nach 1991 nicht mehr behaupten. Vielmehr wurde (die zum Teil auch schon vorhanden gewesene) Lebensmittelindustrie zunehmend ausgebaut. Inzwischen wurde aufgrund der sich hier zentrierenden Lebensmittelbranche ein Netzwerk Lebensmittelindustrie für den Süden des Landes Sachsen-Anhalt gegründet. Daneben wurden auch andere Industriezweige stabilisiert und ausgebaut. Geplant ist ferner ein interkommunales Gewerbegebiet direkt an der Bundesautobahn A9.
Lebensmittelindustrie [Bearbeiten]
- B&C Fleischwerk Tönnies GmbH & Co. KG
- Kamps Brot- und Backwaren GmbH
- Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG (Leisslinger Mineralbrunnen)
- frischli Milchwerk Weißenfels GmbH
- Argenta Schokoladenmanufaktur GmbH
Sonstige Industrie [Bearbeiten]
- Schüco International KG, Bauzulieferer
- Drakena GmbH (früher Nollsche Werke), Kleineisenwaren
- Fertigungstechnik Weißenfels GmbH (FTW), Maschinenbau
Gesundheitswesen [Bearbeiten]
Die Asklepios-Klinik ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung. Sie fungiert als Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg. Sie besitzt ein Zertifiziertes Brust-, Darm- und Prostatakarzinomzentrum sowie ein Medizinisches Versorgungszentrum.
In der Stadt existiert ein Medizinisches Bildungszentrum mit Berufsschule und Berufsfachschule.
Bundeswehr [Bearbeiten]
Weißenfels ist Standort der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt (größter Sanitäts-Standort in Deutschland, Sachsen-Anhalt-Kaserne).
Medien [Bearbeiten]
- BLK TV − das Regionalfernsehen im südlichen Sachsen-Anhalt; regionales Fernsehprogramm, kann im Großraum Weißenfels, Tagewerben und Hohenmölsen über Kabel sowie über Internet empfangen werden.
- Mitteldeutsche Zeitung (MZ) mit Regionalverlag in Weißenfels
Öffentliche Einrichtungen, Verwaltung [Bearbeiten]
Weißenfels ist:
- Sitz des Amtsgerichtes
- Sitz des Dezernates II des Burgenlandkreises, bestehend aus
- Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
- Kreisplanungsamt
- Amt für Immissionsschutz und Abfallwirtschaft
- Amt für Gewässerschutz
- Bauordnungsamt
- Sitz des Polizeirevieres für den Burgenlandkreis
- Sitz des Bundesautobahn – Polizeireviers Weißenfels
- Sitz der Autobahnmeisterei Weißenfels als Organisationseinheit des Landesbetrieb Bau Sachsen-Anhalt
- Sitz der Standortverwaltung der Bundeswehr, sowie des Sanitätskommandos III für den Wehrbezirk Ost (Sachsen-Anhalt-Kaserne)
- Sitz der Führerscheinstelle des Burgenlandkreises
- Sitz der Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Süd
- Zweigstelle des Zollamtes
Bildung [Bearbeiten]
Schulen [Bearbeiten]
In Weißenfels gibt es seit etwa 300 Jahren ein Gymnasium. Das erste Gymnasium erhielt den Namen Gymnasium Illustre Augusteum (nach dem Herzog benannt) und hatte zu seiner Zeit fast die Bedeutung einer Universität. Nach dem Tod des Herzogs sank die Bedeutung des Augusteums zum normalen Gymnasium herab. Später wurde das Augusteum durch das heute bestehende Goethegymnasium ersetzt.
Zu DDR-Zeiten gab es des Weiteren in Weißenfels ein Institut für Lehrerbildung (IfL), sowie eine Ingenieurschule, die sich vor allem auf die Ausbildung im Schuhgewerbe spezialisiert hatte. Eine Umwandlung des Institutes für Lehrerbildung in eine Pädagogische Hochschule scheiterte nach 1990. Die Ingenieurschule ist nach 1990 in die Berufsbildenden Schulen (BBS) als Berufsfach- und Berufsschule aufgegangen.
Heute gibt es in Weißenfels folgende Bildungseinrichtungen:
- Goethegymnasium
- Albert-Einstein Schule (Grundschule)
- Bergschule (Grundschule)
- Herderschule (Grundschule)
- Beuditzschule (Sekundarschule)
- Neustadtschule (Sekundarschule)
- Ökowegschule (Ganztags-Sekundarschule)
- Wirtschaftsgymnasium (zu den Berufsbildenden Schulen BBS gehörend)
- Pestalozzischule (Sonderschule)
- Schlossgartenschule (Sonderschule)
- Freie Evangelische Schule (Grundschule)
Weiterführende Schulen [Bearbeiten]
- Berufsbildendeschule (BBS)
- Berufsfachschule (BBS)
- Fachschule (BBS)
- Fachoberschule (BBS)
- Medizinisches Bildungszentrum (MBZ)(Medizinfachschule mit Fachoberschule)
- Außenstelle der Hochschule St. Elisabeth Bratislava (Medizinfachhochschule)
Museen und Gedenkstätten [Bearbeiten]
- Schuhmuseum und Stadtmuseum im Schloss Neu-Augustusburg
- Museum im Heinrich-Schütz-Haus
- Museum im Geleitshaus mit Diorama der Schlacht bei Lützen
- Orgelbaumuseum
- Novalis-Gedenkstätte
- Louise v. Francois Gedenkstätte
Bibliotheken [Bearbeiten]
- Die Stadtbibliothek im Novalishaus umfasst etwa 42.000 Bücher, Zeitschriften, Tonträger und sonstige Medien.[13]
- Der Seumeverein betreibt ein Lesestübchen in der Kubastraße mit etwa 20.000 Bestandseinheiten[14] sowie seit 2006 eine zuvor vom Landkreis getragene Fahrbibliothek mit einem Bestand von etwa 5.000 Büchern, Zeitschriften und Tonträgern.[15]
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Balthasar von Thüringen (1336–1406), Landgraf
- Gottfried Reiche (1667–1734), Barocktrompeter
- Johann Burchard Freystein (1671–1718), Jurist und Kirchenliederdichter
- Heinrich Graf von Bünau (1697–1762), Staatsmann und Historiker
- Johann Ernst Zeiher (1720–1784), Mathematiker, Mechaniker, Linguist und Optiker
- Johann August Dathe (1731–1791), Linguist
- Johann Ernst Altenburg (1734–1801), Komponist
- Joachim Wilhelm von Brawe (1738–1758), Dramatiker
- Christian August Semler (1767–1825), Schriftsteller
- Therese aus dem Winckel (1779–1867), Schriftstellerin, Harfenistin und Malerin
- Justus Amadeus Lecerf (1789–1868), Komponist, Musiklehrer und städtischer Musikdirektor in Aachen
- Julius von Zech-Burkersroda (1805–1872), preußischer Politiker
- Friedrich Hermann Loew (1807–1879), Insektenforscher
- Carl Wunibald Otto (1808–nach 1862), Pharmazeut, Angeklagter im Kölner Kommunistenprozess
- Moritz Heyne (1837–1906), Germanist, Herausgeber des Deutschen Wörterbuches
- Heinrich von Goßler (1841–1927), General der Infanterie und Kriegsminister
- Willy Kükenthal (1861–1922), Zoologe
- Carl Gruhl (1862–1947), Bergbauunternehmer
- Georg Kükenthal (1864–1955), Generalsuperintendent und Botaniker
- Carl Oskar Ursinus (1878–1952), Ingenieur und Luftfahrtpionier
- Wilhelm Boltz (1886–1939), Politiker (NSDAP), Reichstagsabgeordneter
- Alfred Ursinus (1888–1966), deutscher Autor, evangelischer Theologe, Philosoph und Oberstudienrat.
- Erich Hofmann (1901–1984), Politiker (NSDAP), Reichstagsabgeordneter
- Horst P. Horst (1906–1999), US-amerikanischer Fotograf deutscher Herkunft
- Rudolf Brückner-Fuhlrott (1908–1984), Maler und Bildhauer
- Benjamin Halevi (1910–1996), Richter und Politiker
- Konrad Dannenberg (1912–2009), US-Raketenpionier deutscher Herkunft
- Gerhard Hoffmann (1917–2009), deutscher Rechtswissenschaftler
- Gérard Tichy (1920–1992), Schauspieler („Doktor Schiwago“)
- Hasso Gehrmann (1924–2008), Designer, Philosoph und Künstler
- Wolfgang Hädecke (* 1929), Schriftsteller
- Günter Zabel (* 1929), Politiker (SPD)
- Horst Gehrmann (* 1930), Science-Fiction-Schriftsteller, bekannt unter dem Pseudonym H. G. Ewers
- Inge Wischnewski (1930–2010), Eiskunstläuferin und Eiskunstlauftrainerin
- Helga Ginevra (1938–1996), Malerin
- Doris Walther (* 1938), Leichtathletin
- Hans Püschel (* 1948), Kommunalpolitiker, Bürgermeister der Gemeinde Krauschwitz
- Andreas Martens genannt Andréas (* 1951), Comiczeichner
- Uta Felgner (* 1951), Managerin
- Gunter Schmidt (* 1954), Landtagsabgeordneter (CDU)
- Heidelinde Penndorf (* 1956), Politikerin (Die Linke) und ehemaliges Mitglied des Landtages Sachsen-Anhalt
- Lutz Hoffmann (1959–1998), Turner
- Bernd Franke (* 1959), Komponist
- Jens-Fietje Dwars (* 1960), Autor und Organisator von Ausstellungen
- Gesine Walther (* 1962), Leichtathletin
- Andreas Hajek (* 1968), mehrfacher Olympiasieger und Weltmeister im Rudern
- Antje Tietz (* 1969), Landtagsabgeordnete (PDS)
- Patrick Pulsinger (* 1970), Musiker
- Maik Reichel (* 1971), SPD-Politiker
- Susanne Petersen (* 29. November 1974), deutsche Handballspielerin
- Dietrich Bartsch (* 1979), Pianist, Komponist und Schauspieler
- Christian Schreiber (* 1980), Ruderer, mehrfacher Weltmeister im Doppelvierer
- Marcel Schied (* 1983), Fußballspieler
- Nick Proschwitz (* 1986), Fußballspieler
- Tim Tscharnke (* 1989), Skilangläufer
- Sara Löser (* 1995), Fußballspielerin
Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen [Bearbeiten]
- Georg Lysthenius, auch Georg List (1532–1596), war Diakon und Superintendent, in Weißenfels beigesetzt
- Heinrich Schütz (1585–1672), Komponist, verbrachte hier seine Kindheit und den Lebensabend
- Johann Hermann Schein (1586–1630), Komponist, wirkte drei Jahre als Musiklehrer in der Stadt
- Gustav Adolf, König von Schweden (1594–1632), wurde in Weißenfels aufgebahrt
- Johannes Olearius (1611–1684), evangelischer Theologe und Kirchenliederdichter, starb in Weißenfels
- Christian Weise (1642–1708), unterrichtete am Gymnasium Illustre Augusteum
- Johannes Riemer (1648–1714), Dichter und Geistlicher, unterrichtete am Gymnasium Illustre Augusteum
- Johann Philipp Krieger (1649–1725), Komponist, Organist und Kapellmeister
- Christian Vater (1651–1732), Mediziner
- Johann Beer (1655–1700), Schriftsteller und Komponist
- Johann Samuel Beyer (1669–1744), Kantor und Komponist
- August Bohse (1671–1740) alias Talander schrieb Opern-Texte für den Hof
- Erdmann Neumeister (1671–1756), Dichter u. Theologe, Hofdiakon der Schlosskirche
- Johann Augustin Kobelius (1674–1731), Komponist, Hofmusiker und Kapelldirektor
- Reinhard Keiser (1674–1739), Komponist
- Johann Christian Schieferdecker (1679–1732), Kirchenmusiker, Organist und Komponist
- Christian Friedrich Hunold (1680–1721) alias Menantes besuchte das Gymnasium Illustre Augusteum
- Johann David Heinichen (1683–1729), Komponist und Musiktheoretiker.
- Adam Falckenhagen (1697–1754), Lautenist, 1726–28 als Lautenist am Weißenfelser Hof nachweisbar
- Johann Sebastian Bach (1685–1750), Komponist des Barock
- Georg Friedrich Händel (1685–1759), Komponist des Barock
- Johann Friedrich Fasch (1688–1758), Musiker und Komponist
- Heinrich Graf von Brühl (1700–1763), sächsischer Premierminister
- Johann Ernst Altenburg (1734–1801), Verfasser der wohl ersten Trompetenschule in Deutschland
- Carl Ludwig Traugott Glaeser (1747–1797), Komponist und Kantor an der Stadtkirche in Weißenfels.
- Johann Gottfried Seume (1763–1810), Schriftsteller und Dichter
- Novalis / Friedrich von Hardenberg (1772–1801), Schriftsteller der Frühromantik, Philosoph und Bergbauingenieur
- Adolf Müllner (1774–1829), Rechtsanwalt und Schriftsteller
- Wilhelm Harnisch (1787–1864), Theologe und Pädagoge
- Moritz Hill (1805–1874), Taubstummenlehrer
- Marie Louise von François (1817–1893), Erzählerin und Schriftstellerin
- Friedrich Ladegast (1818–1905), Orgelbauer
- Friedrich Nietzsche (1844–1900), Philosoph und klassischer Philologe
- Max Lingner (1888–1959), Maler und Grafiker
- Dieter M. Weidenbach (* 1945), Maler und Grafiker
Literatur [Bearbeiten]
- Georg Ernst Otto: Geschichte der Stadt Weißenfels. 1796.
- Gustav Heinrich Heydenreich: Kirchen- und Schul-Chronik der Stadt und Ephorie Weißenfels seit 1539, zur Erinnerung an die 30-jährige Jubelfeier der Einführung der Reformation in Weißenfels und Umgegend. Weißenfels 1840.
- Karl August Gottlieb Sturm: Chronik der Stadt Weißenfels: nach Quellen bearbeitet. Verlag C.F. Sueß, Weißenfels 1846.
- Karl August Gottlieb Sturm: Kleine Chronik der Stadt Weißenfels: nach Quellen bearbeitet. Weißenfels 1869.
- Gustav Sommer: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Weißenfels. In: Historische Kommission für die Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt (Hrsg.): Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen. Band 1-33, erschienen 1879 ff. Hendel, Halle an der Saale 1880.
- Friedrich Gerhardt: Geschichte der Stadt Weißenfels a. S. mit neuen Beiträgen zur Geschichte des Herzogtums Sachsen-Weißenfels. Schirdewahn, 1907 (online als Digitalisat verfügbar).
- Paul Thieme: Chronik der Stadt Weißenfels. 1928.
- Ingo Bach, Eva-Maria Klapproth, Adolf Schmiedecke: Weißenfels: Stadtchronik. Verlag Stadt Weißenfels, Herausgeber Rat der Stadt Weißenfels, Weißenfels 1980.
- Louise von Francois: „Erinnerungen aus einer kleinen Stadt“, „Napoleon in Weißenfels“, „Der Dichter Dr. Müllner und das Komödienspiel auf der Privatbühne im großen Rathaussaale zu Weißenfels …“. In: Aus der Provinz Sachsen und Thüringen. Vergessene Geschichten. Band 1. Dingsda, Querfurt 1991, ISBN 3-928498-01-0.
- Reinhard Schramm: Ich will leben … : Die Juden von Weißenfels. Böhlau, Köln/ Weimar/ Wien 2001, ISBN 3-412-12700-0.
- Susanne Riemer-Ranscht, Jörg Riemer: Weißenfels. Der Stadtführer. Stekovics, Halle 2007, ISBN 978-3-89923-161-8.
- Gerhard Bach: Zeitsprünge Weißenfels. 1. Auflage. Sutton, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86680-497-5.
Film [Bearbeiten]
- Die Weißenfelser Geschichte der ersten Jahre nach der Wende wurde mit dem am 1. Oktober 1995 in der ARD erstmals gezeigten Dokumentarfilm Der lange Abschied von der DDR. Weißenfels 1990–1995 dargestellt.
- Am 30. Oktober 2009 strahlte der spanische Fernsehsender La 2 der Rundfunkanstalt rtve eine Reportage mit dem Titel "Veinte años sin muro" (deutsch: "Zwanzig Jahre ohne Mauer") der Journalistin Pilar Requena aus. Allerdings zeigen nur einige kurze Abschnitte Orte in Weißenfels sowie ihre Bürger (Schuhkombinat „Banner des Friedens“ ab 00:38; Simon Werbung ab 07:00; Rathaus ab 30:53; Bürgermeister Robby Risch ab 31:16; Simon Werbung ab 31:40; Schokoladenmanufaktur Argenta ab 33:06)[16]. Die MZ berichtete am 27. Juni 2009 von den Dreharbeiten[17].
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt – Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2011 (PDF; 168 KiB) (Hilfe dazu)
- ↑ Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961–1990
- ↑ Geschichte der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Elisabeth"
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
- ↑ a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
- ↑ Mitglieder des Stadtrates Weißenfels (abgerufen am 3. Mai 2011)
- ↑ MZ:Riemer verlässt FDP (abgerufen am 10. Oktober 2011)
- ↑ Pressemitteilung der Fraktionen „Bürger für Weißenfels“ und „Landgemeinden“ im Stadtrat der Stadt Weißenfels vom 12. Dezember 2011 (PDF; 110 kB)
- ↑ http://www.mz-web.de/weissenfels/burgenlandkreis-anne-hedwig-auf-wolke-sieben,20641108,22047912.html
- ↑ § 2 Abs. 1 Hauptsatzung der Stadt Weißenfels
- ↑ § 2 Abs. 2 Hauptsatzung der Stadt Weißenfels
- ↑ Geschichte des Klosters
- ↑ Portrait der Stadtbibliothek auf den Webseiten der Stadt Weißenfels (abgerufen am 24. Juni 2009).
- ↑ Mitteilung im Weißenfelser Amtsblatt Jahrgang 18 vom 18. Januar 2008, S. 13. (abgerufen am 24. Juni 2009).
- ↑ Marktforschung mit viel Herz Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom 12. November 2008 (abgerufen am 24. Juni 2009).
- ↑ Reportage "Veinte años sin muro"
- ↑ MZ-Artikel "Veränderungen sind nicht zu übersehen"
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt Weißenfels
- Weißenfels − Fakten, Eindrücke und Meinungen
- Weissenfels, Wissenfels. In: Zedlers Universal-Lexicon. Band 54, Leipzig 1747, Spalte 1324–1332.
- IBA 2010: Stadtumbau Weißenfels-Neustadt, Motto: „Gründerzeit – Grün der Zeit“
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