Johan Ludvig von Holstein

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Johan Ludvig von Holstein, Gemälde von Carl Gustaf Pilo

Johan Ludvig von Holstein, ab 1750 Graf von Holstein-Ledreborg (* 7. September 1694 in Lübz; † 29. Januar 1763) war Kanzler von Dänemark.

Er stammte aus der Möllenhagener Linie des mecklenburgischen Adelsgeschlechts von Holstein und war Sohn des dänischen Geheimrats Johan Georg von Holstein (* 16. Februar 1662 ; † 26. Dezember 1730) und seiner ersten Frau Ida von Bülow (1677–1727). Johan Ludvig heiratete 1734 Hedwig von Wind (Hedevig Vind), aus dieser Ehe ging ihr Sohn Christian Frederik Holstein-Ledreborg (* 10. Mai 1735 ; † 15. Juni 1799) hervor.

Ludvig trug den Titel Geheimrat. In den Jahren 1735 bis 1751 war er dänischer Kanzler; sein Nachfolger wurde Johann Hartwig Ernst von Bernstorff. 1750 wurde er in den Lehnsgrafenstand erhoben.

Schloss Ledreborg

Eine seiner großen Leidenschaften war seine Kunst-, Literatur- und Manuskriptsammlung; er besaß eine große Bibliothek. Noch heute können auf Schloss Ledreborg, das von ihm 1739 gebaut und seitdem kaum verändert wurde, viele Teile seiner Sammlung besichtigt werden. Das Schloss ist seit mehr als 250 Jahren im Besitz der Familie der Grafen Holstein-Ledreborg.

Ein weiteres Anliegen Ludvigs war die Bildung – lange Jahre widmete er sich als "Universitätspatron" der Universität von Kopenhagen und hatte maßgeblichen Einfluss zur Gründung der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften.

Eine dänische Walfangstation Sydbay (Ukiivik) auf Grönland wurde um 1720 in "Holsteinsborg" (später Sisimiut) umbenannt. Anlass war eine Expedition der Universität, die in diese Region mit Hilfe Ludvigs unternommen werden konnte.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johan Ludvig von Holstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien