Johannes Voggenhuber

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Johannes Voggenhuber beim Europäischen Forum Alpbach im September 2005

Johannes Voggenhuber (* 5. Juni 1950 in Salzburg) ist ein österreichischer Politiker der Grünen und war zwischen 1995 und 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben[Bearbeiten]

Nach abgebrochener Mittelschule und einer Tätigkeit als Versicherungsvertreter[1] war Voggenhuber von 1977 bis 1982 Sprecher der Vereinigten Bürgerinitiativen Salzburg und ihrer Gemeindefraktion Salzburger Bürgerliste. Von 1982 bis 1987 war er als Stadtrat von Salzburg verantwortlich für Stadtplanung, Altstadtsanierung, Verkehr, Umwelt und die Baubehörde.

Von 1988 bis 1991 war er Bundesgeschäftsführer der Grünen Alternative die er von 5. November 1990 bis 13. März 1996 als Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat im Parlament vertrat. Von 1990 bis 1992 war er zudem Klubobmann der Grünen im Parlament.

Nachdem er bereits seit 1991 die Funktion des Europasprechers der Grünen innehatte, war Voggenhuber von 1. Jänner 1995 bis 14. Juli 2009 Abgeordneter der Grünen im Europäischen Parlament. Zudem war er von 2003 bis 2003 Mitglied des Verfassungskonvent über eine Europäische Verfassung und ein Verteidiger dessen Entwurfes.

Am 30. Jänner 2009 wurde auf einer Sitzung des erweiterten Bundesvorstandes der Grünen beschlossen, dass Johannes Voggenhuber nicht auf der Liste der Grünen für die Europawahl 2009 geführt wird, was zu heftigen Kontroversen führte.[2]

Als Autor veröffentlichte er verschiedene Publikationen zur europäischen Integration, Urbanistik und Demokratie und 1988 das Buch Berichte an den Souverän. Der Bürger und seine Stadt.

Im Herbst 2010 erschien im Salzburger Residenz-Verlag eine Sammlung ausgewählter Reden und Artikel Voggenhubers unter dem Titel Res publica. Reden gegen die Schwerkraft.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Gerald John: „Ich bin ein Bastard“. In: Falter. Nr. 33, 15. August 2001 (Internet Archive)
  2. Grüner Korb für Voggenhuber, derStandard.at, 30. Januar 2009.
  3. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)