John Blake (Violinist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

John Blake, Jr. (* 3. Juli 1947 in Philadelphia, Pennsylvania; † 15. August 2014 ebenda) war ein US-amerikanischer Jazzviolinist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Blake begann bereits als Kind, klassische Violine zu spielen. Er studierte an der West Virginia University und vervollkommnete sein Spiel in Montreux und in Ostindien, wo er indische Grifftechniken auf seinem Instrument lernte. Allerdings spielte er häufig in Gruppen, wo einfachere Dinge gefragt waren, beispielsweise in den Bands von Grover Washington, Jr. (1976–1979) oder McCoy Tyner (1979–1984), in denen er zunächst bekannt wurde. Blake leitete dann eigene Gruppen, nahm aber 1986 auch mit Michał Urbaniak und Didier Lockwood ein beeindruckendes Album auf. Weiterhin spielte er auch mit dem Duke Ellington Orchestra sowie mit James Newton, Tyrone Brown, Sumi Tonooka oder Avery Sharpe. Weiterhin arbeitete er mit dem Turtle Island String Quartet, dem Quartet Indigo und war Mitglied der Gruppen von Steve Turre und Billy Taylor. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1972 und 2012 an 81 Aufnahmesessions beteiligt, u. a. mit Muhal Richard Abrams, Archie Shepp, Carmen McRae, James Blood Ulmer und Buster Williams.[1]

Blake lehrte an der Kunsthochschule in Philadelphia und seit 1987 an der Manhattan School of Music in New York. Der Schlagzeuger Johnathan Blake ist sein Sohn. Blake starb Mitte August 2014 in seiner Geburtsstadt Philadelphia an den Folgen einer Multiplen-Myelom-Erkrankung.[2][3]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

Lexikalischer Eintrag[Bearbeiten]

Richard Cook: Jazz Encyclopedia. Penguin, London 2007 ISBN 978-0-141-02646-6

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tom Lord: The Jazz Discography (englisch, online abgerufen 17. August 2014).
  2. Nate Chinen: John Blake Jr., Versatile Jazz Violinist, Dies at 67. Nachruf in The New York Times vom 19. August 2014 (englisch, abgerufen am 20. August 2014).
  3. Jeff Tamarkin: Violinist John Blake Jr. Dead at 67. Nachruf in JazzTimes vom 15. August 2014 (englisch, abgerufen am 20. August 2014).