Jona Lewie

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Jona Lewie
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[3]
Sea Side Shuffle (Terry Dactyl & the Dinosaurs)
  DE 22 04.09.1972 (7 Wo.) [1]
  UK 2 15.07.1972 (12 Wo.) [2]
On a Saturday Night (Terry Dactyl & the Dinosaurs)
  DE 45 12.03.1973 (2 Wo.) [1]
  UK 45 13.01.1973 (4 Wo.) [2]
(You'll Always Find Me in the) Kitchen at Parties
  DE 23 28.07.1980 (16 Wo.)
  AT 5 15.08.1980 (14 Wo.)
  UK 16 10.05.1980 (10 Wo.)
Big Shot - Momentarily
  DE 73 10.11.1980 (1 Wo.)
Stop the Cavalry
  DE 2 02.02.1981 (28 Wo.)
  AT 1 15.02.1981 (14 Wo.)
  CH 4 08.03.1981 (9 Wo.)
  UK 3 29.11.1980 (13 Wo.)
Louise (We Get It Right)
  DE 30 08.06.1981 (21 Wo.)
  AT 14 15.08.1981 (8 Wo.)
[2] [1]

Jona Lewie (* 14. März 1947 in Southampton, Großbritannien als John Lewis) ist ein britischer Popsänger, Songwriter und Multiinstrumentalist.

Karriere[Bearbeiten]

1968 studierte Jona Lewie in London zum einen Soziologie an der London University, zum anderen das Leben in den diversen Jazz- und Blues-Clubs wie Marquee oder 100 Club. Nebenbei spielte er in einer Band mit Dave Brock, der später Hawkwind gründete, nahm unter seinem eigenen Namen Songs auf und arbeitete als Sessionmusiker, u. a. auf Arthur Crudups LP „Roebuck Man“. Mitte 1969 ging er für einige Zeit in die USA und nahm dort mehrere Songs auf. Zurück in London beendigte Jona sein Studium und schloss sich der Band Brett Marvin & the Thunderbolts an, mit der er mehrere Songs für die britische Blues-Anthologie „Gasoline“ aufnahm.

Mitten in der Hoch-Zeit des Heavy- und Glam-Rock, zwischen diversen Beatles, die plötzlich Solokünstler waren, und der Wiedergeburt der Rolling Stones als Live-Band wirkten Brett Marvin & the Thunderbolts mit ihrem Mix aus Skiffle, Blues, Festzeltmusik und Humor eher anachronistisch. Doch es gab eine Menge Leute, die den Spaß liebten, den die Band bei ihren Konzerten in Clubs und Colleges verbreitete. Nach einer Reihe eher erfolgloser Singles nahmen Brett Marvin & the Thunderbolts 1972 den von Jona Lewie geschriebenen Song „Seaside Shuffle“ auf, der stark an den Sommerhit des Vorjahres, „In the Summertime“ von Mungo Jerry, erinnert. Die Band selbst wusste nicht so recht, ob sie sich mit dem Lied identifizieren lassen wollte – und veröffentlichte ihn unter dem Pseudonym Terry Dactyl & the Dinosaurs auf Jonathan Kings UK Records.

Jonas Akkordeon und Fernsehauftritte in Liegestühlen mit Sonnenschirmen sorgten im Sommer 1972 dafür, dass „Seaside Shuffle“ in den britischen Charts bis auf Platz 2 stieg (am 12. August 1972), vor sich nur Alice Coopers School’s Out. Auch in den Hitparaden in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien konnte die Single punkten – ein Erfolg, den die Band nicht wiederholen konnte, auch wenn sie noch weitere Singles unter ihrem „neuen“ Bandnamen veröffentlichte. 1975 lösten sich Brett Marvin & the Thunderbolts auf – bei denen übrigens nie jemand mit dem Namen Brett Marvin gespielt hat.

Jona Lewie bekam einen Plattenvertrag als Solokünstler und veröffentlichte diverse Singles auf Sonet Records, die ihm kleinere Erfolge in Westeuropa brachten. Erst ein Wechsel zum Stiff-Label brachte ihm 1980 weiteren kommerziellen Erfolg in seinem Heimatland: „You’ll Always Find Me in the Kitchen at Parties“ war ein Top-20-Hit, „Stop the Cavalry“ – ein Anti-Kriegs-Weihnachtslied – stieg zum Weihnachtsfest 1980 bis auf Platz 3 der Charts und wurde mit Top 10-Notierungen in elf Ländern ein echter internationaler Hit.

Lewie lebt seither von den Tantiemen, die „Stop the Cavalry“ an jedem Weihnachtsfest bringt, und von den Einkünften aus einigen klugen Investments. Im Dezember 2005 bat ihn der britische Fernsehsender Channel 4, mit anderen Altstars, die in Großbritannien Weihnachtshits hatten, eine neue Weihnachtssingle aufzunehmen: „Bring Back the Christmas Number One“.

Diskografie[Bearbeiten]

Jona Lewie mit Brett Marvin & the Thunderbolts

Alben

  • Gasoline, 1969 (Britischer Blues Sampler mit Tracks der Band, sowie von Jona als John Lewis)
  • Brett Marvin & the Thunderbolts, 1970
  • Twelve Inches of..., 1971
  • Alias Terry Dactyl and the Dinosaurs, 1972
  • Ten Legged Friend, 1973

Singles

  • Standing on the Platform
  • Thoughts on You
  • Little Red Caboose

als Terry Dactyl & the Dinosaurs

  • Seaside Shuffle, 1972
  • On a Saturday Night, 1972
  • She Left, I Died, 1973

Jona Lewie Alben

  • Alias Jona Lewie (1975)
  • On the Other Hand There’s a Fist (1978)
  • Gatecrasher (Kompilation, 1980)
  • Heart Skips Beat (1981)
  • Optimistic (1993)

Singles

  • Piggyback Sue (1974)
  • The Swan (1975)
  • Hallelujah Europa (1975)
  • Cherry Rings (1977)
  • Come Away (1978)
  • The Baby, She’s on the Street (1978)
  • God Bless Whoever Made You (1979)
  • You’ll Always Find Me in the Kitchen at Parties (1979)
  • Big Shot – Momentarily (1980)
  • Stop the Cavalry (1980)
  • Louise (We Get It Right) (1981)
  • Shaggy Raggy (1981)
  • Re-arranging the Deckchairs on the Titanic (1981)
  • I Think I’ll Get My Haircut (1982)
  • Love Detonator (1983)
  • Hallelujah Europa (1993)

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c DE-Singles: Hitbilanz Deutsche Chart Singles 1956-1980, Günter Ehnert (Hrsg.), Taurus Press 1987, ISBN 3-922542-24-7
  2. a b c Terry Dactyl & the Dynosaurs in den UK-Charts
  3. Chartquellen: DE AT CH UK

Weblinks[Bearbeiten]