Joseph Cyril Bamford

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J C Bamford Excavators
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Rechtsform Ltd.
Gründung 1945
Sitz Rocester, Staffordshire, Großbritannien
Leitung Anthony Paul Bamford,
Baron Bamford Kt.
Mitarbeiter circa 10.000[1]
Umsatz 3,37 Mrd. Euro[2]
Branche Maschinenbau (Bau- und Landmaschinen)
Website www.jcb.com

Joseph Cyril Bamford (kurz: JCB) ist ein britischer Hersteller von Bau-, Industrie und Landmaschinen mit Hauptsitz in Rocester in der englischen Grafschaft Staffordshire auf einem etwa 175 Morgen (43,75 Hektar) großen Grundstück. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 10.000 Mitarbeiter und befindet sich im Privatbesitz der Familie Bamford. Der Vorstandsvorsitzende Lord Bamford ist der Sohn des 2001 verstorbenen Firmengründers. Sein Sohn Jo Bamford leitet seit 2011 den Unternehmensbereich JCB Compact Products.[3]

Im Markt für Baumaschinen ist JCB der drittgrößte Produzent weltweit[4] und laut eigener Aussage der größte in Europa.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte von JCBs weltweitem Aufstieg begann in Staffordshire in sehr kleinem Rahmen. Am 23. Oktober 1945 startete Joseph Cyril Bamford, allgemein bekannt als „Mr. JCB“, mit der Herstellung seines ersten Produktes in einer gemieteten Garage in Uttoxeter. Mit einer Schweißmaschine, die er für 1 £ gebraucht erworben hatte, fertigte Bamford aus Altmaterial einen Landwirtschafts-Anhänger, den er für 45 £ auf dem städtischen Markt verkaufte. Das Geld benutzte er, um neue Materialien zu erwerben. Dies war die Geburtsstunde eines großen Maschinenbauunternehmens.

1968 übernimmt man mit Chaseside einen britischen Hersteller von Baumaschinen, insbesondere aber von Radladern.[6]

1990 stellt man auf der Smithfield-Show in London mit dem Fastrac einen eigenen Traktor vor, der ein Jahr später auf den Markt kam.

1995 traf man mit Renault Agriculture eine Vertriebsvereinbarung, wonach Renault den Fastrac und Teleskoplader von JCB in Frankreich vertreiben wird.[7]

2004 legte das Unternehmen einen historischen Meilenstein auf seinem Weg zum Erfolg: die Herstellung der 500.000sten JCB-Maschine. Als Europas größter Hersteller von Baumaschinen exportiert JCB 75 % seiner Produkte in über 150 Länder.

2005, im 60. Jahr des Bestehens, verkaufte JCB mehr als 45.000 Maschinen. Im 65. Jahr ihres Bestehens, 2010, verkaufte die Firma weltweit 51.600 Maschinen.[8]

Werke[Bearbeiten]

JCB-Werk in Cheadle, Staffordshire

JCB fertigt in 20 Werken auf vier Kontinenten. Zehn Werke befinden sich in England, drei in Indien und je ein Werk besteht in den USA, Brasilien, Deutschland und China. Außerdem gibt es Tochtergesellschaften in Frankreich, Deutschland, Italien, Holland, Belgien, Spanien und Singapur.

Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen fertigt über 300 verschiedene Maschinen, darunter: Baggerlader, Teleskoplader, Ketten- und Mobilbagger, Radlader, Dumper, Geländestapler, Minibagger, Kompaktlader, JCB-Vibromax-Verdichtungsmaschinen und Geräte für die Garten- und Landschaftspflege.

Zusätzlich produziert JCB eine Reihe von Radlader, Teleskopladern und Fastrac-Traktoren für den landwirtschaftlichen Bereich. Für den Industriesektor wird darüber hinaus der Teleskop-Gabelstapler Teletruk gefertigt.

Weltrekord[Bearbeiten]

JCB-Stromlinienfahrzeug Dieselmax

Im Jahr 2004 ging nach einer Investition von 80 Mio. £ der von JCB entwickelte Dieselmotor für Off-Highway-Fahrzeuge in Produktion. Der neuentwickelte Motor erwies sich als äußerst robust und zuverlässig.

Zur Dokumentation der Leistungsfähigkeit unternahm JCB den Versuch, mit einem eigens entwickelten Rennwagen, dem mit zwei 750-PS-Motoren ausgestatteten JCB Diesel Max, den bestehenden Geschwindigkeitsrekord für dieselgetriebene Landfahrzeuge zu brechen. Mit 563,418 km/h gelang dies am 23. August 2006.[9] Der bisherige Rekord wurde um fast 50 Prozent überboten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: JCB – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikibooks: Traktorenlexikon: JCB – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. JCB erzielt Rekordumsatz 2011. Abgerufen am 24. April 2012 (deutsch).
  2. Bei DEMCO JCB veröffentlichte JCB Pressemeldung zum Jahresumsatz 2011. Abgerufen am 14. März 2011 (deutsch).
  3. Jo Bamford wird Managing Director JCB Compact Products. Abgerufen am 21. November 2011.
  4. JCB drittgrößter Hersteller. Abgerufen am 12. Juni 2012.
  5. JCB is Europe's biggest manufacturer of construction equipment. Abgerufen am 12. Juni 2012.
  6. http://books.google.de/books?id=8svyOXSaZkAC&pg=PA87
  7. Renault Agriculture et JCB signent un accord de distribution. In: LesEchos.fr. 17. November 1995, abgerufen am 8. Mai 2013 (französisch).
  8. JCB officially marks 65th anniversary as robust earnings restored. In: JCB Blog. 21. Juni 2010, abgerufen am 22. Mai 2012 (englisch).
  9. JCB car breaks own speed record. In: BBC News. 23. August 2006, abgerufen am 14. März 2011 (englisch).